Anne-Mette Noack über #Buchmoment

"Wir dürfen lauter sein"

"Jetzt ein Buch!" wird weiterentwickelt, zusammen mit der Branche und unter anderem bei einer bundesweiten Roadshow. Anne-Mette Noack, Marketingleiterin des Börsenvereins, über erste Erfahrungswerte.

Anne-Mette Noack

Anne-Mette Noack © Yasmin Nöth

Bei einer Roadshow, die derzeit durch die Landesverbände des Börsenvereins tourt, stellen Sie die neue Ausrichtung von "Jetzt ein Buch!" vor und sammeln Ideen aus der Branche ein. Was nehmen Sie von den ersten Terminen mit?
Mit der neuen Kernbotschaft #Buchmoment möchten wir zeigen, dass auch im stressigen Alltag Zeit zum Lesen ist – und zu dieser Weiterentwicklung und Fokussierung von "Jetzt ein Buch!" haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten. Wir freuen uns sehr darüber, dass viele Buchhandlungen, Verlage und Leser den Hashtag bereits nutzen, der sich in Social-Media-Kanälen hervorragend einsetzen lässt. Bei den bisherigen Roadshow-Terminen haben uns die Teilnehmerinnen und Teilnehmer jedoch gesagt, dass wir bei der Gestaltung unserer Kampagnenmotive ruhig noch etwas lauter und mutiger werden dürfen. Und viele wünschen sich insgesamt mehr Zusammenarbeit unter den Branchenteilnehmern, auch beim Buchmarketing.  


Ist der #Buchmoment eher eine Sache für die sozialen Netzwerke – oder wird auch das Printmaterial genutzt?
Buchhandlungen und Verlage haben bereits mehr als 500 Plakate und über 25.000 Lesezeichen bei uns bestellt, beides kommt sehr gut an. Wie wir auf den Roadshow-Terminen erfahren haben, gibt es aber auch viele Mitglieder, die noch gar nicht wissen, dass wir bereits Werbemittel anbieten. Alle Materialien sind kostenlos und können einfach und schnell in die eigene Kommunikation eingebaut werden, digital wie Print.
 
Wie geht es in den nächsten Monaten weiter?
Anfang Oktober werden wir die erste Social-Media-Challenge durchführen, die noch mehr Menschen dazu animieren soll, ihren Alltag mit Büchern zu zeigen und den Hashtag #Buchmoment zu nutzen. Neben der Chance, dass "Jetzt ein Buch!" den eigenen Post teilt und er so ein größeres Publikum erreicht, können die Teilnehmer jeden Tag etwas gewinnen. Wir hoffen, dass sich auch viele Menschen aus der Branche an der #Buchmoment-Challenge beteiligen und die Aktion so zu einer echten Buchwoche in den sozialen Medien machen.
 
Was plant "Jetzt ein Buch!" zur Buchmesse?  
Die Frankfurter Buchmesse wird "Jetzt ein Buch!" und den #Buchmoment in ihre Kommunikationsmittel einbinden, sodass wir auf jeden Fall noch präsenter sein werden als in den Jahren zuvor. Alle Verlagsstände erhalten von uns, zusammen mit den Materialien der Frankfurter Buchmesse zum Wochenendverkauf, ein Give-away für Kunden – mit dem Hinweis auf den Buchhandel vor Ort. Buchhändler können sich zudem am Stand des Börsenvereins (Halle 3.1, H65) einen gut gefüllten #Buchmoment-Beutel abholen.

Infos und Material zum #Buchmoment



  • Alle Werbemittel, digital wie Print, sind für Börsenvereinsmitglieder kostenlos zu bestellen unter jetzteinbuch.de/buchmoment-bestellung.

  • Eine große Challenge-Woche rund um den neuen #Buchmoment startet Anfang Oktober: Leser*innen, Buchhändler*innen, Verleger*innen können dabei Bilder von ihrem Alltag mit Büchern posten. Details: www.jetzteinbuch.de/buchmomentchallenge.

  • Der "Jetzt ein Buch!"-Newsletter hält die Branche immer auf dem Laufenden, Anmeldung per Mail an jetzteinbuch@boev.de.

  • Nächste Termine für die Mitglieder-Roadshow:
    19. Oktober (Frankfurter Buchmesse, 12 Uhr, Halle 3.1, Stand H 65), 11. November (Münchner Literaturhaus, 19.30 Uhr).   

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2 Kommentar/e

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  • M. Naumann Buchhändler

    M. Naumann Buchhändler

    Schon die Kampagne "Vorsicht Buch" hatte keinerlei Wirkung für die mittleren und kleinen Buchhandlungen. Obwohl die Werbeagentur vorab in den Himmel gelobt worden ist, war die Ausführung nicht nachvollziehbar und völlig an der Buchbranche vorbei. Anstatt jetzt umzudenken und endlich den häufig geäußerten Gedanken, dass der inhabergeführte stationäre Buchhandel mit seinen vielen kreativen Aktionen in den Mittelpunkt einer Werbekampagne des Börsenvereins stehen sollte, wird weiter gemacht wie bisher. Wen soll eigentlich "Jetzt ein Buch" hinterm Ofen vorlocken? Es wird eine aalglatte und abstoßende Werbung gemacht wie sie von Großkonzernen kommen könnte, die nicht wissen wer ihre Kunden sind. Ohne Herz, Leidenschaft und ohne Humor. Wir haben unserer Kunden befragt, was sie von den Plakaten, Tüten und sonstigen Werbeartikeln halten. Keinem gefielen das Layout, die Bilder oder die Texte. Ähnliches haben wir von unseren Kollegen aus der Umgebung gehört. Es ist leicht zu behaupten es gäbe nur positive Rückmeldungen, ohne die Namen zu nennen. Vermutlich sind es Thalia, Hugendubel und Co. Solange es keinerlei wirkliche Erfolgskontrolle gibt, die bei jeder Werbeaktion Pflicht ist, kann jeder alles behaupten. Bis jetzt hatte keine dieser Werbungen Erfolge an den Buchhandlungskassen zur Folge. Schon wie die Kommunikation zu den Kampagnen läuft, zeigt für welche Klientel da Werbung gemacht wird. Im abstoßenden Manager-Sprech ist da von Roadshow oder Challenges die Rede. Der Verdacht liegt nahe, dass die Verantwortlichen im Verband nicht wissen, wie man Werbung zu Gunsten seiner Mitglieder macht.

  • Benjamin Wagner

    Benjamin Wagner

    Ich gebe meinem Vorredner völlig recht. Als Buchhändler kann ich bestätigen, dass die Kampagne "Vorsicht Buch" keinerlei Wirkung bei uns hatte. Wir haben aus ästhetischen Gründen die Sachen kaum ausgelegt. Diese Kampagne gefällt mir etwas besser, ob es für den inhabergeführten Handel passt weiß ich nicht. Wenn man dabei noch an die Stundensätze in so mancher Werbeagentur denkt...?

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