Tag des inhaftierten Schriftstellers

PEN zeigt fünf Schicksale

Am 15. November, dem "Tag des inhaftierten Schriftstellers", wird auf das Schicksal von zu Unrecht inhaftierten und verfolgten Schriftstellerinnen, Journalisten, Verlegerinnen und Bloggern auf der ganzen Welt hingewiesen. Jedes Jahr stellt der internationale PEN ausgewählte, beispielhafte Fälle in den Fokus.

Das Banner, zu sehen sind (v.l.): Lydia Cacho Ribeiro, Galal El-Behairy, Stella Nyanzi, Nedim Türfent und Shakthika Sathkumara

Das Banner, zu sehen sind (v.l.): Lydia Cacho Ribeiro, Galal El-Behairy, Stella Nyanzi, Nedim Türfent und Shakthika Sathkumara © PEN

Der "Tag des inhaftierten Schriftstellers" soll zudem an diejenigen Schriftstellerinnen, Journalisten, Verlegerinnen und Bloggern erinnern, so das PEN-Zentrum Deutschland in seiner Ankündigung, die getötet wurden, weil sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben.

Das PEN-Zentrum Deutschland wird am "Tag des inhaftierten Schriftstellers" (15. November) in diesem Jahr auf fünf beispielhafte Schicksale aufmerksam machen: Lydia Cacho (Mexiko), Stella Nyanzi (Uganda), Nedim Türfent (Türkei), Galal El-Behairy (Ägypten) und Shakthika Sathkumara (Sri Lanka).

Zu den Autorinnen und Autoren schreibt das PEN-Zentrum:

  • Lydia Cacho (Mexiko) ist Schriftstellerin, Journalistin und Aktivistin und war aufgrund ihres investigativen Journalismus Belästigungen, Morddrohungen und Angriffen ausgesetzt. Bis vor kurzem hatte sie sich stets geweigert, ihre Heimat zu verlassen und Asylangebote aus anderen Ländern anzunehmen, doch die Drohungen nahmen ein neues Ausmaß an.
  • Die Wissenschaftlerin, Schriftstellerin und Aktivistin Stella Nyanzi (Uganda) verbüßt ​​eine 18-monatige Haftstrafe wegen "Cyber-Belästigung" im Zusammenhang mit einem Gedicht, das sie im September 2018 auf Facebook gepostet veröffentlicht hatte und in dem sie den ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni kritisiert.
  • Nedim Türfent (Türkei) ist Nachrichtenredakteur, Reporter sowie Dichter und muss eine Haftstrafe von acht Jahren und neun Monaten wegen angeblicher "Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation" und "Terrorismuspropaganda" verbüßen. Die Vorwürfe, die gegen ihn in seiner Anklageschrift erhoben wurden, verweisen auf seine Posts in sozialen Medien, seine journalistische Berichterstattung und insgesamt zwanzig anonymisierten Zeugenaussagen.
  • Lyriker und Aktivist Galal El-Behairy (Ägypten) wurde auf dem Kairoer Flughafen festgenommen. Ihm wurde vorgeworfen, mit seinen Schriften das Militär beleidigt und falsche Nachrichten verbreitet zu haben. Er ist im Hochsicherheitsgefängnis "Tora" inhaftiert, das für seine schlechten Haftbedingungen bekannt ist. Den Gefängnisinsassen werden Rechtsbeistand, Familienbesuche, medizinische Versorgung und Hygieneartikel verwehrt.
  • Shakthika Sathkumara (Sri Lanka) ist ein preisgekrönter Autor und Dichter, dem ein Gerichtsverfahren droht, in welchem er wegen einer Kurzgeschichte bei einem Schuldspruch zu bis zu zehn Jahren Gefängnisstrafe verurteilt werden kann.

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