Erlebnisbuchhandel

Erster Escape-Room bei Hugendubel

Hugendubel und Piper kooperierten, um den ersten Escape-Room in einer Buchhandlung zu ermöglichen: Heute eröffnet die Hugendubel-Filiale am Stachus in München einen Escape-Room zum Bestseller „1794“ des schwedischen Autors Niklas Natt och Dag. Der Autor kam persönlich zu Buch- und Spielpremiere. VON NICOLA BARDOLA

Der Autor Niklas Natt och Dag ist von seinem eigenen Buch gefesselt

Der Autor Niklas Natt och Dag ist von seinem eigenen Buch gefesselt © Robert Gongoll / Hugendubel

Gemeinsam mit dem Piper Verlag entstand die Idee, einen Raum der Hugendubel-Filiale am Stachus in eine Erlebniswelt passend zum neuen Thriller von Niklas Natt och Dag zu verwandeln und die Buchpremiere mit der Eröffnung des wohl weltweit ersten Escape-Rooms für einen Roman zu verbinden. „Die Kooperation ist Teil der Marketingstrategie zum Buch“, erklärt Piper-Pressesprecherin Eva Brenndörfer.

Gespielt wird ab heute jeden Freitag und Samstag drei Monate lang. Konzipiert ist der Escape-Room  für zwei bis vier Personen, gespielt wird unter dem Motto: „Gibt es ein Zurück aus 1794? Gefangen im Thriller von Niklas Natt och Dag“ maximal 60 Minuten. Ziel ist es, möglichst rasch alle Aufgaben zu lösen. Der Eintrittspreis beträgt 50 Euro, Karten können online auf eventbrite.de bestellt werden. Für Hugendubel-Kunden und Natt och Dags Buchpremiere am Vorabend der Eröffnung wurde ein Kontingent zurückgehalten. „Die Nachfrage ist groß, für Hugendubel ist das ein weiterer Baustein des Eventkonzepts. Er bietet die Möglichkeit, spielerisch ein oft junges Publikum anzusprechen und für das Lesen zu begeistern“, so Sarah Winter, Teamleiterin Retail Marketing bei Hugendubel.

© Nicola Bardola

Niklas Nattoch Dag signiert mit Siegel

Niklas Nattoch Dag signiert mit Siegel © Nicola Bardola

Für die passende Atmosphäre ließ man sich für die Preview und Buchpräsentation noch mehr einfallen, viele Extras überraschten die Preview-Besucher: Bei einem Krug Met lauschten sie einem Stadtführer, der die Zustände in München Ende des 18. Jahrhunderts, vergleichbar mit denen in Stockholm, schilderte. Die Buchpräsentation moderierten Piper-Verlagsleiterin Felicitas von Lovenberg und BR-Literaturredakteur Knut Cordsen, nach der Lesung signierte der Autor Niklas Natt och Dag mit Wachs und Siegelring seine Bücher. Am Ende wurden entsprechende Utensilien und Schokogoldtaler verschenkt.

© Robert Gongoll / Hugendubel

Das Drehbuch: Für die Ausgestaltung der Escape-Idee beauftragte Hugendubel Martin Pfliegers Studio Spielraum. Der erfahrene Spieleautor, Spieleentwickler und Redakteur erarbeitete gemeinsam mit seinem Bruder Daniel Pflieger und seiner Geheimpunkt GmbH das Konzept. Dabei bilden die beiden Romane „1793“ und „1794“ von Niklas Natt och Dag die Grundlage. Bei einem Antiquitäten- und Möbelhändler, der auch für TV-Sender arbeitet, wurde das passende Mobiliar ausgesucht, bearbeitet und in den Escape-Room verteilt. Wie in den Romanen Natt och Dags geht es darum, eine kostbare Taschenuhr zu finden und wieder zusammenzubauen: Umgeben von Roman-Motiven, die teils aufwändig für die Schnitzeljagd bearbeitet wurden, gilt es, Rätsel zu lösen, Schlüssel zu finden, Schlösser zu knacken. Vorwissen wird nicht vorausgesetzt, aber wer die Romane kennt, genießt den Denksport umso mehr.

Niklas Natt och Dag mit der Taschenuhr

Niklas Natt och Dag mit der Taschenuhr © Robert Gongoll / Hugendubel

Niklas Natt och Dag muss nicht mitfiebern. Er besitzt die Uhr bereits. Höhepunkt der Lesung: Natt och Dag zog die goldene Kostbarkeit aus der Sakkotasche und hielt sie gegen das Mikrofon - die Uhr tickt laut, auch für die Besucher des Escape-Rooms.

Hugendubel hatte im vergangenen Jahr bereits mit der ersten selbstentwickelten Escape-Geschichte „Im Kopf des Buchhändlers Heinrich“ Erfolg. Allerdings war diese auf Stationen in der gesamten Buchhandlung verteilt. Nun soll der Escape-Room, angesiedelt im ehemaligen Raum der Stille der 2018 neu gestalteten Stachus-Filiale, dauerhaft für Spielspaß sorgen: „Der nächste Escape-Room ist bereits in Planung“, so Sarah Winter, „in Kooperation mit einem anderen Verlag, aber wieder für ein bestimmtes Buch.“

Spielentwickler Martin Pflieger bei einem Objekt des Escape-Rooms

Spielentwickler Martin Pflieger bei einem Objekt des Escape-Rooms © Nicola Bardola

Besuchen Sie den Escape-Room in unserer Bildergalerie

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