Deutscher Verlagspreis

Bewerbungsstart und höhere Preisgelder

Mit deutlich aufgestockten Preisgeldern geht der Deutsche Verlagspreis 2020 in die zweite Runde. Die Gewinner erwartet in diesem Jahr jeweils ein Preisgeld in Höhe von mindestens 20.000 Euro. Bewerbungen sind ab sofort möglich. 

Ab heute und bis 14. Februar können sich Verlage aller Sparten für die von Kulturstaatsministerin Monika Grütters initiierte Auszeichnung bewerben. Kulturstaatsministerin Grütters betont: „Mit dem Deutschen Verlagspreis würdigt der Bund das große Engagement der kleinen und unabhängigen Verlage für die einzigartige Vielfalt unserer Buchlandschaft.“ Sie seien es, die nach literarischen Schätzen jenseits der Bestsellerlisten stöbern und diese Fundstücke oftmals mit viel Mut zum unternehmerischen Risiko veröffentlichen. 

Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der Premiere des Verlagspreises 2019

Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei der Premiere des Verlagspreises 2019 © Tobias Bohm

„So halten die kleinen Verlage eines der ältesten Kulturgüter in Ehren, das im Zuge des Online-Handels großen Herausforderungen gegenübersteht. Das verdient unsere Aufmerksamkeit und unsere Unterstützung. Deshalb haben wir den Etat für die Verlagsförderung mit Hilfe des Deutschen Bundestages kräftig erhöht“, gab Grütters bekannt. 

Teilnahmebedingungen: Sie sind so überarbeitet worden, dass sich noch mehr Verlage für den Preis bewerben können, teilte das Ministerium mit. Mehr Infos auf der Website deutscher-verlagspreis.de

Dotierung: Bis zu 60 Verlage erhalten das mit 20.000 Euro dotierte Gütesiegel (im Vorjahr 15.000 Euro). Drei besonders herausragende Verlage erhalten als Spitzenpreise Gütesiegel und Prämien in Höhe von jeweils 60.000 Euro. Bis zu drei große Verlage, deren Jahresumsatz drei Millionen Euro übersteigt, werden mit einem undotierten Gütesiegel geehrt.

Jury: 

  • Insa Wilke (Vorsitz), Literaturkritikerin
  • Patricia Klobusiczky (stellvertretende Vorsitzende), Literaturübersetzerin
  • Hans-Heinrich Ruta, freier Hersteller und emeritierter Professor für Typografie, Gestaltung und Verlagsherstellung an der Hochschule der Medien Stuttgart
  • Hannes Hintermeier, Redakteur Feuilleton bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
  • Lars Birken-Bertsch, Verantwortlicher für Business Development bei der Frankfurter Buchmesse
  • Florian Valerius, Buchhändler und Bookstagrammer
  • Professor Rainer Moritz, Leiter des Literaturhauses Hamburg

Der Deutsche Verlagspreis wird insbesondere an kleine und unabhängige Verlage verliehen, die sich durch ein außergewöhnliches Programm oder regelmäßige kulturelle Initiativen, durch innovative Projekte oder die besondere Qualität ihrer verlegerischen Arbeit auszeichnen. Die Preisverleihung wird am 25. Mai in München stattfinden.

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1 Kommentar/e

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  • Christian Reichenbach

    Christian Reichenbach

    Es ist sehr positiv, dass nach so kurzer Zeit bereits wieder ein Deutscher Verlagspreis ausgelobt wird. Als Verlag, dessen Schwerpunkt eher im Bereich der Unterhaltung als der Kunst und Literatur liegt, muss man sich allerdings fragen, ob eine Bewerbung überhaupt sinnvoll ist.

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