Unterstützung für Selbständige und Kleinunternehmer

Corona-Krise: Bund plant 40-Milliarden-Hilfspaket

Nach Informationen des "Spiegel" plant die Bundesregierung ein 40 Milliarden Euro schweres Hilfspaket für Selbständige und Kleinunternehmen bis zehn Beschäftigte.

Genau berechnen, was vom Umsatz bleibt: Finanzhilfe ist in Vorbereitung

Genau berechnen, was vom Umsatz bleibt: Finanzhilfe ist in Vorbereitung © billiondigital / depositphotos

Zehn Milliarden Euro sollen als direkte Zuschüsse an notleidende Ein-Personen-Betriebe und Kleinstunternehmen (bis zehn Mitarbeiter) fließen, der Rest von 30 Milliarden Euro soll als Darlehen gewährt werden.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will den geplanten "Solidaritätsfonds" als Sondervermögen des Bundes deklarieren, das selbstständig Kredite aufnehmen darf. An den Plänen sitzen derzeit Experten des Bundesfinanzministeriums und des Bundeswirtschaftsministeriums.

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18 Kommentar/e

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  • Gernot Jeromin

    Gernot Jeromin

    Das mit dem Hilfspacket ist nicht durchdacht, und am Ende wohl 100% Sinnlos.
    1. Es ist noch nicht einmal bekannt, wie ein Kleinunternehmen an das Geld herankommen kann. Mieten und Löhne werden aber fällig. Wenn das über die KFG geht, dann läuft das über die Hausbank, über "übliche" Kreditverträge. Das ist super aufwändig, es müssen Bilanzen erstellt werden, und wenn ein Unternehmen nicht gerade viel abwirft, kann man die Sache Knicken.
    2. Ein Kredit muss auch zurückgezahlt werden. Wir werden dazu gezwungen unsere Geschäfte zu schließen. Die Umsätze gehen auf "0", die laufenden Kosten bleiben. Der Umsatzausfall muss erst einmal wieder aufgeholt werden. Wer soll da denn noch zusätzlich Geld locker machen um einen zusätzlichen Kredit zurückzahlen zu können?
    3. Es wird noch Monate dauern, bis die Geschäfte wieder wie normal laufen. Bei all den Verlusten in den Taschen der Konsumenten ist schlichtweg kein Geld mehr da um es bei Kleinunternehmern auszugeben. Somit wird es schlicht unmöglich ein Darlehen zurück zu bezahlen.

  • Andreas G.

    Andreas G.

    Ich bin da

  • Paul Hartmann

    Paul Hartmann

    Gestern habe ich bei der Raiffeisenbank Erkelenz angerufen - wir erinnern uns, Erkelenz liegt im Kreis Heinsberg- . Ich habe um Unterstützung und Beratung gebeten, um an den von der Regierung angekündigten Hilfsmaßnahmen teilhaben zu können. Raiffeisenbank: das müssen Sie bei der KfW über uns beantragen. Hierzu reichen Sie bitte Ihre Bilanz für 2018 ein möglichst auch die für 2019. Dann prüfen wir dies auf Ihre Bonität und Ihre Möglichkeiten der Rückzahlung. Die Prüfung dauert natürlich eine Zeitlang, verlängert durch Rückfragen und weitere benötigte Unterlagen. Wenn unsere Prüfung positiv ausfällt, bekommen Sie von uns die Anträge, aber nur dann.
    Das heisst wie immer: Geld bekommt nur der, der keins braucht. Oder: die von den Massnahmen zu unterstützenden bekommen mangels Bonität nichts. Die mit guter Bonität bekommen auch nichts, weil sie nicht bedürftig sind - Sie können normale Bankkredite.
    Fazit: Die schwarze Null bleibt uns erhalten.
    Es scheint mir, dass man gerade deswegen zur Verteilung der Gelder einen Weg mit so hohen Hürden gewählt hat.
    Zum Schluss heisst es: wir haben gehandelt, aber die Mittel sind nicht abgerufen worden.
    Absicht? Jeder Deutsche kennt die Segnungen der Beamtenbürokratie, Parlamentarier und Regierungsmitglieder sind auch Deutsche!

  • Heinz Krause

    Heinz Krause

    Warten wir es ab.

  • Dirk

    Dirk

    Am Ende bleiben Schulden.
    Ob das wirklich eine Hilfe ist?

  • Jutta Drogan

    Jutta Drogan

    Wir haben ein kleines textilgeschäft. Unser größter kostenfaktor ist die miete. Eine Hilfe wäre es zum Beispiel nach mietvertrag die mietkosten für die angeordnete zeit als zuschuss zu bekommen. Ein Darlehen hilft überhaupt nicht, da wir auf die Frühjahrsware sitzenbleinen werden und im august die winterware kommt , die wir aufgrund des fehlenden frühjahrumsatz vielleicht gar nicht bezahlen können.

  • Kovalovsky Manfred

    Kovalovsky Manfred

    Bund plant 40 Milliarden Hilfspaket !
    Wie bitte? plant ? Wie wäre es mit SOFORT ?
    Corona ist bereits da und in allen Bundesländern sind bereits einschneidende Maßnahmen angeordnet worden.
    Ach so, hier geht es ja nicht um Banken!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Arne Hüffmeier

    Arne Hüffmeier

    Ich bin Aussteller auf internationalen Pferdemessen, auf denen wir 95% unseres Umsatzes erzielen. Nach einem guten Start im Januar 2020 habe ich die neuen, mega coolen Kollektionen für Frühjahr / Sommer bekommen, bezahlt und den Kontokorrent dafür ausgereizt. Als vor 4 Wochen alle Messen bis Mai abgesagt wurden, ging der Umsatz direkt auf Null! Wir hörten im Fernsehen immer wieder: kein Problem, wir lassen keinen Aussteller oder Messebauer im Stich. Das ist jetzt 4 Wochen her, passiert ist nichts, gar nichts!!! Niemand spricht mehr über die Messeleute, die diese Katastrophe als erstes getroffen hat. Meine Mieten, die Rate für den LKW, Strom, Hzg usw. laufen weiter. Wovon soll ich das bezahlen? Meine Hausbank hat mir auch schon mitgeteilt, das sie mir aufgrund meines schlechten Ratings keinen KFW Kredit oder irgend eine andere Unterstützung anbieten können.
    Ich kann dem Kommentar von H. Hartmann nur zustimmen.
    Ich glaube, es wird wieder nix mit der so oft versprochenen "unbürokratischen Hilfe" für die kleinen Selbständigen, die sich 24/7 krumm buckeln um mit einem kleinen bisschen Unabhängigkeit überleben zu können. Es scheint, das es immer noch gemäss dem alten Sprichwort läuft: "Der Esel scheisst immer auf den dicksten Haufen".

  • Jan van de Vyver / context-team

    Jan van de Vyver / context-team

    als 1-Mann Beratungs- und Coachingunternehmen in Niedersachsen sehe ich der Zukunft ziemlich düster entgegen! Die laufenden Kosten - s. Beiträge oben - und die Absagen der Unternehmen, die in der Regel Fort- und Weiterbildung sowie Qualifizierungsmaßnahmen für MA bei ähnlichen Krisen sofort kürzen/stoppen werden mir schwer zusetzen und wie sollen da Förderungsideen der Regierung(en) noch rechtzeitig helfen, wenn sie erst mal in längeren Beratungen stecken...???

  • Paul Hartmann

    Paul Hartmann

    Am Ende bleiben so oder so Schulden - mir wäre es allerdings lieber, ich würde das Ende auch erleben. Wenn jetzt die Selbständigen und Kleinunternehmer wegsterben, haben weder die von der Regierung "systemrelevanten" Großunternehmen noch die Regierungsparteien etwas davon - die einen, weil niemand mehr für sie zu Hungertarifen fertigen oder leisten wird, die anderen, weil wegen des dann erfolgenden Zusammenbruchs der Wirtschaft die Steuern nicht mehr ausreichen werden, um den aufgeblähten Bürokratie-staat zu finanzieren.

  • Paul Hartmann

    Paul Hartmann

    Noch kurz zur Verteilung der großkotzig versprochenen Hilfen:
    Lasst das die Karnevalsvereine machen - die haben Erfahrung in der massenhaften Verteilung von Geschenken, die auch ankommen.

  • Pauline Huschitt

    Pauline Huschitt

    Es wird immer von den großartigen Finanzhilfen für Kleinunternehmer gesprochen. Aber kein Mensch konnte bisher sagen, wo welche Anträge gestellt werden sollen. Es dürfen keine Kredite sein, die müssen ja zurückgezahlt werden und das gibt eine Schuldenspirale ohne Ende.

  • Aalen

    Aalen

    in gerade dieser Zeit sind die Banken die schlimmsten Verbrecher.
    Da kannst schuften und kämpfen bis zum umfallen und trotzdem hilft keiner.
    Geld kriegt man eh nicht - wichtig: alles bürokratisch und mit einer Menge Aufwand verbunden.
    Bis da was passiert sind wir Kleinen weg vom Fenster!!!
    Bin stinksauer!!!!!!!!!!

  • Kovalovsky Manfred

    Kovalovsky Manfred

    und wieder einmal zeigt sich unsere diktatorische Demokratie.
    Es wird ein Riesenkredit von der Regierung aufgenommen. Wer das wohl wieder zurückzahlen muss??
    Natürlich vorwiegend für die, die doch genügend in den letzten Jahren abkassiert haben und jetzt jammern und mit Entlassungen drohen.
    Welche Hilfen bekommt ein Arbeiter, kleinste Selbständige ? Wer bezahlt die Miete, Pacht, Lebenshaltungskosten, laufende Kredite, Versicherungen usw.
    In den meisten Bundesländern wird ja jetzt erst beraten wer was wie!
    Wenn ich an die Lachnummer mit KfW-Banke2n denke na Hallo.
    Glauben Sie dass eine Person, die keine Sicherheiten hat, einen Kredit noch abbezahlen muss, Miete, Unterhalt und Lebenshaltungskosten, dass dieser einen Kredit bekommt ?? die Banken nennen so etwas" kaufmännisches Risiko".
    Sollte doch ein Kredit gewährt werden, wie soll dieser zurückbezahlt werden, bei der Aussicht, dass es für 3 -18 Monate keine Bezahlung gibt?
    Warum wird nicht bei einem entsprechenden berechtigten Antrag, ein Betrag jeden Monat geleistet der nicht zurückbezahlt werden muss?
    Dies wäre eine wirkliche Hilfe für die "Kleinen"
    Wünschenswert ist auch eine unabhängige Kontrolle mit öffentlichen Rechenschaftsbericht, wohin die Milliarden tatsächlich ausbezahlt wurden.

  • Frischling

    Frischling

    So weit so gut. Aber ich hatte letztes Jahr keinen Umsatz weil ich erst seit 1.1.20 selbstständig bin. Habe mein ganzes Gespartes reingesteckt - und futsch das war's.

  • Igor

    Igor

    Bei so manchen Kommentaren frage ich mich wirklich, ob das noch alles wahr sein kann. Da stellt der Bund 10 Milliarden (ZEHN MILLIARDEN!) als Zuschuss für Kleinunternehmen bereit und hier wahlweise schwadroniert über Rückzahlung, Systemrelevanz oder dass das ganze noch irgendwie organisiert werden muss. Herr Kovalovsky nimmt nicht mal zur Kenntnis, dass es hier ausdrücklich um Hilfen für diejenigen geht, die er so aufopferungsvoll vertritt. Ich fasse dieses politische Gefasel nicht. Ich bin auch freiberuflich tätig, aber MIR ist klar, dass das Geld, das hier bereitgestellt wird, auch irgendwann mal von irgendwem verdient wurde. Einem Teil von Euch kann man es echt nicht recht machen. Selbstständig sein wollen, aber dann nach dem Staat schreien, wenn es mal schief läuft. So ist es richtig!

  • Kovalovsky

    Kovalovsky

    Lieber Herr Igor, ist es jetzt soweit, dass Kommentare zerpflückt werden, haben Sie den Knall nicht gehört?
    Frage: Wessen Geld stellt der Bund zur Verfügung und zu welchen Bedingungen?
    Es gibt bis heute noch keine klare Regelung in allen Ländern.
    Erklären Sie mir doch bitte wie einer der Monate keinen Verdienst, aber unausweichliche Verpflichtungen hat, wie dieser einen Kredit bekommen soll geschweige dann diesen zurückzahlen soll?
    Keine Rede mir kann man es schon Recht machen, nur wann fängt mal einer damit an?
    Ein Frisör der 3 Monate schließen muss, kann seine Ausfall nie mehr reinholen, oder gehen Sie dann dreimal soviel zum Frisör?
    Das Gleiche gilt für Gastronomie, kleine Pensionen, usw.
    Also fordere ich, wie ich schon erläutert habe, eine Soforthilfe ohne die Betroffen noch mehr in die Schulden zu treiben.
    Dies wurde und wird noch heute vom Staat praktiziert.
    Ich schreie nicht nach dem Staat sondern fordere die gewählten Volksvertreter (wenn mann diese noch so nennen kann?) auf, nicht nur Lobbyisten zu versorgen.
    Also Herr Igor, legen Sie doch ganz klar, was dieser von mir beschriebene Personenkreis bekommt und zu welchen Bedingungen.
    Aber bitte kein Politikergeschwafel sondern nachprüfbare Fakten.

  • Patrick W

    Patrick W

    Hallo Miteinander,

    obwohl wir als mittelständischer Betrieb seit 16 Jahren Gewinne erwirtschaften, kam als Antwort der Sparkasse "das Risiko ist aktuell zu hoch". Die KFW Kredite und ähnliche Versprechungen erweisen sich also mal wieder als Luftnummer, nichts neues für uns....schauen wir mal das wir möglichst sozialgerecht abbauen.

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