Voland & Quist unterliegt Droemer Knaur

Urteil im "Wanderhuren-Streit"

Das Landgericht Düsseldorf hat dem Verlag Voland & Quist nach einer Klage von Droemer Knaur untersagt, ein Buch von Julius Fischer unter dem Titel „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ zu vertreiben. Von der gesetzten Frist bis zum 27. September profitiert der Verlag nicht: Die Auflage ist bereits abverkauft.

Der Verlag Droemer Knaur hat sich mit seinem Verbotsantrag durchgesetzt. Voland & Quist darf den Titel „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ nicht mehr verwenden.

  • Um die teilweise verfilmte Bestseller-Reihe „Die Wanderhure“ des Autorenpaars Iny Lorentz zu schützen, hatte sich Droemer Knaur im Januar an das Landgericht Düsseldorf gewandt
  • Verhandelt wurde am 13. März vor dem Landgericht Düsseldorf
  • Nachdem keine außergerichtliche Einigung erzielt werden konnte, gab das Landgericht Düsseldorf Droemer Knaur Recht und erließ heute die beantragte Verbotsverfügung gegen Voland & Quist

In dem Verfahren hatte Droemer Knaur sich auf das Titelrecht berufen. Voland & Quist hielt mit dem Recht auf Satire dagegen. In einem Kapitel der Textsammlung macht sich Autor und Poetry-Slammer Julius Fischer über die aggressive Vermarktung von Bestsellern am Beispiel der historischen Romane von Iny Lorentz lustig. Auch der Erotik-Megaseller "Shades of Grey" und Frank Schätzing bekommen ihr Fett weg. Julius Fischer hatte den Titel nach eigener Aussage gewählt, weil das Publikum bei Lesungen an dieser Stelle am lautesten geklatscht hatte.

Die Verlagsleiter Leif Greinus und Sebastian Wolter prüfen, ob sie gegen die Entscheidung Berufung einlegen. Als wahrscheinlich gilt dies nicht - denn der juristische Weg wäre mit hohen Kosten verbunden. Außerdem dürfte Voland & Quist laut richterlicher Entscheidung die noch vorhandenen Exemplare des Titels „Die schönsten Wanderwege der Wanderhure“ bis zum 27. September verkaufen - doch die Erstauflage des Titels (2.000 Exemplare) ist inzwischen bereits abverkauft. Durch die öffentliche Aufmerksamkeit waren die Verkaufszahlen vor allem im Onlinehandel laut Verlag zwischenzeitlich stark gestiegen. Ob und unter welchem Titel das Buch nachgedruckt wird, hat der Verlag bislang nicht entschieden.

Für den Buchhandel ergeben sich aus dem Urteil zunächst keine Konsequenzen: Bücher aus dem eigenen Lager kann der Buchhandel (im Gegensatz zum Verlag) auch nach der Frist abverkaufen.

 

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9 Kommentar/e

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  • Leif Greinus

    Leif Greinus

    Nur eine kleine Anmerkung. Die Startauflage lag bei 2.000 Exemplaren. Diese wären ohne den Prozess und der daraus resultierenden öffentlichen Wahrnehmung in spätestens drei Monaten verkauft worden.

  • stefan weidle

    stefan weidle

    Bitte den Artikel in einigermaßen vernünftige Orthographie und Grammatik überführen. Das ist peinlich!

  • Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Die Redaktion hat den Text nun entschwurbelt. Hoffentlich vernünftig und in Ihrem Sinne. Danke für den Hinweis, Herr Weidle.

  • Leserin

    Leserin

    Gibt es auch eine Begründung seitens des Gerichts?

  • Peter Leser

    Peter Leser

    ... der jurisitische Weg...

    Herr Mühleck, wenn Sie schon nicht richtig tippen können, lassen Sie ihre Texte doch wenigstens durch ein Rechtschreib-Programm überprüfen.

  • Buchhändlerin

    Buchhändlerin

    Wenn das der "entschwurbelte" Text ist, frag ich mich, wie der "unentschwurbelte" war. Liebe Redaktion, könntet Ihr bitte Kai Mühleck einen Lektor zur Seite stellen? Was der hier in einem Branchenblatt, das sich letztendlich auch mit Sprache befasst, online veröffentlicht, ist einfach unglaublich.

  • Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Börsenblatt Redaktion | Kai Mühleck

    Lieber "Peter Leser",

    nun habe ich auch ohne Hilfe eines Lektors noch das "i" gefunden. Offensichtlich war Ihnen das ja so wichtig, dass Sie auch noch als "Buchhändlerin" kommentiert haben. Vielleicht können Sie es künftig bei einem Kommentar belassen?

  • Sebastian Schmitt

    Sebastian Schmitt

    Unter welchem Titel das Buch nachgedruckt wird? Da hat doch der Marc-Uwe bereits einen Vorschlag gemacht...
    „Die schönsten Wanderwege der Wunderhure“
    Oder, Leif?

  • Patrick Musial

    Patrick Musial

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion entfernt.

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