Das Buch sieht ganz schön dick aus – ist es aber gar nicht: Denn schon beim Aufklappen sieht man, dass die größere Buchhälfte einen Karton enthält mit allerlei elektronischen Bauteilen (Lämpchenfassungen, Kabel, Glühbirnchen, Blink-LED, Summer, Schalter usw.). Mit deren Hilfe lassen sich Diebstahlsicherungen ebenso wie Nachtsichtgeräte und Lichtfunkstationen bauen. Das eigentliche 46-seitige Buch enthält gut nachvollziehbare Anleitungen mit Bildern für insgesamt 16 Projekte, die zudem noch nebenbei Grundzüge der Elektronik erklären – nämlich warum etwas funktioniert.
So können die jungen Detektive kleine Kopflampen für Mützen konstruieren oder aus einer leeren Tetrapak-Safttüte ein Periskop, mit dem der junge Detektiv gleich sehen kann, was sich so um die Ecke abspielt. Mit einem Taschenrechner, einem kleinen Langwellenradio und einer leeren CD-Hülle kann man sich einen Metalldetektor bauen – denn im Rechner befindet sich ein Prozessor, der mit einer Frequenz arbeitet, die das Radio in Form elektromagnetischer Wellen empfangen kann: Das Rauschen wird deutlich lauter, wenn Metall in die Nähe der Radioantenne kommt.
Andere Projekte sichern das eigene Reich gegen unerwünschte Besucher ab: Mit einem Fußmattenalarm merkt man sofort, wenn der kleine Bruder vor der Zimmertür lauscht; die Haarfalle verrät, ob in der Abwesenheit irgendjemand an der Schreibtischschublade gewesen ist, und durch die Spurensicherung kann man gleich erkennen, wessen Fingerabdrücke sich verewigt haben.
Carmen Skupin: Das Elektronik-Baubuch "Abenteuer Spione & Agenten". Franzis Verlag, 46 Seiten und elektronische Bauteile, 29,95 Euro
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