Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis für Ann Cotten

"Überaus einfallsreiche Mischung der Töne"

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Die Berliner Lyrikerin Ann Cotten erhält den mit 10.000 Euro dotierten Wilhelm-Lehmann-Literaturpreis. Die Preisverleihung findet am 10. Mai im Rahmen der Wilhelm-Lehmann-Tage in Eckernförde statt.

In der Begründung der Jury heißte es laut Pressemitteilung: "Ann Cotten ist eine der originellsten AutorInnen der deutschsprachigen Literatur. Formal und in der Mischung der Töne überaus einfallsreich, zeigt sie sich auch inhaltlich als aufmerksame Zeitgenossin, für die die Großstadt ebenso Feld ihrer Beobachtungen ist wie die Natur. Mit ihr kommt ein ebenso willkommenes wie irritierendes Moment in die literarische Szene."

Die Jury setzt sich aus dem Eckernförder Vorstand der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft mit Beate Kennedy (Vorsitz), Karl-Heinz Groth, Dieter Schütz und Wolfgang Menzel sowie dem Verleger und Schriftsteller Jochen Jung, dem Schriftsteller Jochen Missfeldt und dem Journalisten Lothar Müller zusammen.

Der Preis wird seit 2009 von der Wilhelm-Lehmann-Gesellschaft verliehen und zeichnet "herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Lyrik, der Erzählung und des Essays" aus.

Ann Cotten ist nach Nico Bleutge (2011) und Jan Wagner (2009) die dritte Wilhelm-Lehmann- Preisträgerin. Cotten wurde 1982 in den USA geboren, kam aber mit fünf Jahren mit ihrer Familie nach Wien. Heute lebt sie in Berlin. Sie studierte Germanistik, trat bei Poetry Slams als Dichterin auf und veröffentlichte Gedichte sowie Prosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. 2007 erschien ihr erster Gedichtband "Fremdwörterbuchsonette". 2013 folgte "Der schaudernde Fächer",beide im Suhrkamp Verlag.