Leopold Lucas-Preis 2014 an Peter Schäfer

Zum Verstehen der Völker beigetragen

6. Juli 2015
Redaktion Börsenblatt
Peter Schäfer, emeritierter Lehrstuhlinhaber der Ronald O. Perelman Professorship of Judaic Studies and Professor of Religion an der Princeton University, erhält den Dr. Leopold Lucas-Preis 2014 der Universität Tübingen. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 13. Mai in Tübingen überreicht.

Schäfers wissenschaftliches Werk stelle einen herausragenden Beitrag zur Erforschung der Geschichte, der Literatur und der Theologie des antiken und frühmittelalterlichen Judentums dar, heißt es in der Mitteilung der Universität Tübingen. "Als international in den USA, in Israel und in Deutschland wirkender Wissenschaftler hat er damit auch einen persönlichen Beitrag zum Verstehen der Völker und Kulturen geleistet."

Peter Schäfer wurde 1943 in Mülheim (Ruhr) geboren. Er studierte katholische Theologie, Philosophie und Judaistik in Bonn und an der Hebräischen Universität Jerusalem und promovierte in Freiburg. Seine Universitätslaufbahn begann er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institutum Judaicum in Tübingen, 1973 habilitierte er sich in Judaistik an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main). Nach Stationen in Köln und Berlin wurde er 1998 Member and Visiting Mellon Professor am Institute for Advanced Studies in Princeton (USA) wurde. Dort berief man ihn 2003 auch zum ersten Lehrstuhlinhaber der Ronald O. Perelman Professorship of Judaic Studies und Professor of Religion; 2005 wurde er Direktor des dortigen Studienprogramms in Judaistik. Zudem hat er zahlreiche Gastprofessuren wahrgenommen, so in Oxford, Jerusalem und Yale. 

Die Preisverleihung findet am 13. Mai, um 17.15 Uhr im Festsaal der Neuen Aula der Eberhard Karls Universität Tübingen (Geschwister-Scholl-Platz) statt. 

Der Dr. Leopold Lucas-Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Mit der Auszeichnung werden Persönlichkeiten gewürdigt, die sich auf den Gebieten der Theologie, der historischen Geisteswissenschaften und Philosophie durch hervorragende Leistungen in besonderer Weise um die Verständigung zwischen Menschen und Völkern sowie um die Verbreitung des Toleranzgedankens verdient gemacht haben.