BUY LOCAL kooperiert mit atalanda

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Lokale Marktplätze im Web haben im Moment Konjunktur – auch Buy Local will sich hier engagieren  und kooperiert künftig mit dem Dienstleister Atalanda. Das Unternehmen hat mit der Online City Wuppertal bereits ein Modellprojekt geschaffen.

Die Händlerinitiative Buy Local und Atalanda haben eine enge Kooperation vereinbart, um den Aufbau lokaler Online-Marktplätze künftig gemeinsam voranzutreiben – und das in möglichst vielen Städten. "Wir sehen in lokalen Marktplätzen eine wichtige Komponente für die Zukunftsfähigkeit der Einzelhändler", sagt Martin Riethmüller, bei der Initiative für strategische Entwicklungen und Kooperationen zuständig.

Atalanda hat mit dem Projekt Online City Wuppertal bereits einige Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die lokale Plattform ging am 19. November 2014 an den Start und bündelt aktuell die Angebote von 52 Händlern aus verschiedenen Branchen (darunter auch vier Buchhändler). Dabei können Besucher nicht nur schauen, sondern über die Plattform auch direkt kaufen, später im Laden abholen oder sich ihre Einkäufe auch nach Hause schicken lassen (in Zusammenarbeit mit einem Logistikdienstleister).

Online City Wuppertal setzt auf Kooperation auf lokaler Ebene – auf die Idee, dass viele mehr erreichen als nur ein Einzelner allein. Dahinter stehen Fachhändler, die sich gegen Amazon & Co. positionieren wollen, der Berater Andreas Haderlein, der ihnen in diesem Kampf beispringen möchte und als Mitinitiator des Projekts gilt, Stadt und Bund, die das Pilotprojekt in Wuppertal finanziell pushen – und das Start-up Atalanda. Das Unternehmen fungiert als Allrounder und hält die Fäden zusammen: Als Dienstleister verantwortet Atalanda die technische Umsetzung der gemeinschaftlichen Plattform, hält das virtuelle Schaufenster aktuell, wirbt bei den Wuppertalern für die Stärken des lokalen Handels, vermittelt zwischen Käufern und Händlern und kümmert sich auch darum, dass Bestellungen bei Bedarf noch am gleichen Tag ruckzuck ausgeliefert werden. Letzteres ist, zusammen mit dem Faktor Verfügbarkeit, sogar das Hauptargument − wenn es um lokale Stärken geht.

60 Städten haben Interesse

Nach eigenen Angaben ist das Startup aktuell bundesweit mit rund 60 Städten in Kontakt, die überlegen, das Wuppertaler Modellprojekt zu kopieren und an ihre Situation anzupassen. Nächster Meilenstein soll die Partnerschaft mit der Initiative Buy Local werden: "Atalanda passt einfach gut zu uns", erklärt Buy-Local-Geschäftsführerin Ilona Schönle. Der Dienstleister lebe vom Gemeinschaftsgedanken, agiere flexibel, habe einen guten Draht zum inhabergeführten Fachhandel und sei auf kommunaler Ebene dank Wuppertal bereits etabliert. "Die Kommunen mit im Boot zu haben ist für den Erfolg solcher Projekte nicht unerheblich."
    
Schönle hatte sich für den Händlerverbund zuvor bei unterschiedlichsten Firmen umgesehen, auch bei Locafox (gefördert von Holtzbrinck Ventures) und Simply Local (Metro Group). Die zwei Unternehmen verfolgen zwar einen ähnlichen Ansatz wie Atalanda, gehen dabei aber einen anderen Weg.

Buy Local hat von Nord bis Süd derzeit rund 600 Mitglieder (Anteil Buchhändler: ca. ein Drittel).

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