Die Sonntagsfrage

"Funktioniert Vokabellernen mit Vofy bei jedem, Herr Scherschel?"

Mit Vofy soll das Vokabellernen mit Musik funktionieren, daran glaubt auch der Langenscheidt Verlag, der ab sofort mit dem Start-up aus Mehlingen bei Kaiserslautern kooperiert. Klappt das nur mit englischen Vokabeln, welche Musik ist im Spiel und vor allem, ist die Methode denn auch erfolgreich? Vofy-Gründer Marvin Scherschel beantwortet die boersenblatt.net-Sonntagsfrage.

Vofy-Gründer Marvin Scherschel

Vofy-Gründer Marvin Scherschel © privat

Vofy-School ist eine interaktive Plattform und liefert zu über 20.000 englischen Vokabeln Ausschnitte aus Songtexten und die dazugehörige Musik als Merkhilfe. Schüler können hier eigene Vokabellisten zusammenstellen, mit Mitschülern teilen und über einen Online-Trainer lernen.

Mit der Musik kann man sich besonders schwierige Vokabeln besser merken und lernt die Wörter dazu noch im richtigen Kontext. Wie einfach das geht, weiß ich aus eigener Erfahrung, denn schließlich war ein solcher Aha-Moment die Geburtsstunde der Vofy-Idee. Ich konnte mir in der 10. Klasse das englische Wort für Beutetier - „prey“ - einfach nicht merken, bis mein Klassenkamerad sagte, dass das Wort in „Eye of the Tiger“ von Survivor vorkommt: „The last known survivor stalks his prey in the night“. Seitdem habe ich diese Vokabel nicht mehr vergessen. „Umbrella“ von Rihanna ist ein Ohrwurm und die englische Vokabel für „Schirm“ prägt sich direkt ein oder bei dem englischen Wort für „Figur“ hilft der aktuelle Hit von Ed Sheeran „Shape of you“ beim Lernen. Mit welchen Songs man lernen möchte, entscheiden unsere Nutzer selbst. Ob aktuelle Charts oder Evergreens: Vofy bietet die Auswahl an Songs mit passendem Text- und Musikausschnitt als emotionale Merkhilfe.

Genau wegen dieser emotionalen Verknüpfung zur Lieblingsmusik funktioniert Vofy bei jedem. Daher auch der Name, denn Vofy steht für „Voice of Vocabulary“. Diese Abkürzung hatte mir direkt gefallen, schon als ich die Idee für mein Jugend-Forscht-Projekt umgesetzt hatte und den Namen habe ich dann natürlich auch beibehalten für mein Unternehmen.

Zurzeit befindet sich Vofy in der Beta-Testphase und ist daher völlig kostenfrei. Nach Ablauf der Testphase können die Nutzer wählen zwischen einer kostenfreien Basis- und der kostenpflichtigen Premium-Variante im Abomodell. Die Songtexte sind bei Lizenzrechteinhabern lizensiert.

Gestartet haben wir nun mit englischen Vokabeln für deutschsprachige Nutzer. Aber die Ausgangssprache zu tauschen stellt überhaupt kein Problem dar. Auch die Zielsprache kann ausgetauscht werden, wenn eine ausreichende Zahl an Songs vorhanden ist. Insbesondere für Deutsch ist das der Fall, im Zuge der „Neuen Deutschen Welle“.

Mit Langenscheidt haben wir einen starken Partner gefunden. Neben der konzeptionellen Zusammenarbeit unterstützt uns der Verlag im Marketing und bei der Lizenzierung von Wortschätzen. Dadurch können wir unseren Nutzern einen umfangreichen Wortschatz zur Verfügung stellen.

In fünf Jahren kann ich mir vorstellen, dass Vofy der Standard-Englisch-Vokabeltrainer für Schüler in ganz Europa ist. Darüber hinaus gibt es dann zahlreiche Angebote, welche die Grundbestandteile des Sprachenlernens „Wortschatz“, „Grammatik“, „Verstehen“ und „Sprechen“ in authentische und emotionale Kontexte einbetten und dadurch ein einzigartiges Lernerlebnis ermöglichen.

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1 Kommentar/e

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  • D. Orie

    D. Orie

    Wie kommt man zu so viel (kostenloser?) Werbung?
    Das hätte ich auch gerne für unser Basiskonzept Lesen und Rechtschreiben!!!
    http://www.isb-oldenburg.de
    Liebe Grüße!

    • ...

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