Kalenderpreis der Frankfurter Buchmesse

Sechs Richtige

Aus 181 Einreichungen hatte die Jury der Interessengemeinschaft (IG) Kalender im September Titel für die Shortlist des Kalenderpreises der Frankfurter Buchmesse nominiert. Heute wurden in der Kalenderausstellung die Sieger in sechs Kategorien bekanntgegeben und die entsprechenden Urkunden verliehen.

© Anke Simon

 

© Petra Gass

Beste Ausstattung: An Apple A Day (Hermann Schmidt)

Begründung der Jury:

Der Verlag hat in Archiven und pomologischen Zeitschriften neue Illustrationen von 365 traditionellen Apfelsorten aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien gefunden; Jochen Rädeker, Gründer der Agentur Strichpunkt, Professor für Kommunikationsdesign an der HTWG Konstanz und lange Jahre im Vorstand des Art Directors Club Deutschland, hat die Fundstücke in Szene gesetzt. Das fängt mit der spielerisch-witzigen Verpackung in der kleinen Obstkiste an, geht in der perfekten Materialauswahl weiter, in der zusätzlichen Perforation zum Abtrennen des Kalendariums, damit man die schönen Zeichnungen sammeln kann. Alles in allem eine unmittelbar emotional ansprechende Ausstattung.

Für die Jury: Stefan Hauck

© Petra Gass

Bestes Fotokonzept: Iconic Wildlife (Ackermann)

Begründung der Jury:

Man merkt, dass Brad Wilson zunächst Kunst und Kunstgeschichte studiert hat, bevor er sich der Fine-Art widmete. Und in der Tat gelingt ihm das Wagnis, die Tiere vor der Kamera in Stillleben zu verwandeln, indem er die Umgebung eliminiert und ungewöhnliche Bildanschnitte schafft. Dadurch entstehen Bilder von großer Intensität, nichts lenkt den Blick vom Objekt ab, das so vom Betrachter neu gesehen und neu wahrgenommen werden kann.

Für die Jury: Stefan Hauck

© Petra Gass

Bestes Grafikkonzept: Typodarium (Hermann Schmidt)

Typodarium ist die gelungene Neuinterpretation des klassischen Tages-Abreißkalenders. Seine wertige und ästhetisch ansprechende Gestaltung hebt sich von anderen Kalendern dieser Gattung deutlich ab. Jedes der 365 Kalenderblätter  trägt auf der Vorderseite ein anderer Font,  Informationen zu Schriftentwerfer und Schriftbild finden sich jeweils auf der Rückseite. Der Kalender mit seinem hohen Nutz- und durchaus auch Unterhaltungswert  für die Zielgruppe wird in einer stabilen Klappbox angeboten, in der abgerissene Einzelblätter aufbewahrt werden können.  So hat der Abreißkalender Typodarium aus dem Verlag Hermann Schmidt die Jury  in der Kategorie Bestes Grafikkonzept übezeugt.

Für die Jury: Ernst-Peter Biesalski

© Petra Gass

Bestes inhaltliches Konzept: Über Unterwegs (Reprodukt)

© Petra Gass

Beste innovative Idee: Saison-Kalender (Ackermann)

Wenn ich im Frühjahr die Kalender fürs nächste Jahr auswähle, wundere ich mich oft, wie die Kalenderverlage es immer wieder schaffen, neue Trends zu setzen oder seit Jahren aktuelle Themen noch mal ganz neu zu denken und graphisch umzusetzen. Der Gewinner in der Kategorie „Beste innovative Idee“ ist auch so ein Fall: Die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Saisonal und regional einkaufen“ sind wahrlich nicht neu, haben aber hier wunderschön Bild und Gestalt angenommen:

Der Saisonkalender Gemüse und Obst 2019 aus dem Hause Ackermann

Das ist eine praktische Einkaufshilfe, die man sich wirklich gern in die Küche hängt; denn die Aquarelle sind nicht nur sehr hübsch, sondern auch (als erster Kalender in Deutschland überhaupt) auf nachwachsendem Graspapier von der Schwäbischen Alb gedruckt. Das macht die Herstellung dieses Kalenders besonders umweltschonend und klimaverträglich – und hat die Jury rundum überzeugt.

Für die Jury: Iris Hunscheid

© Petra Gass

Bester Nutzwert: Megaplaner Kochformel (DuMont)

Der Mega-Familienkalender „Kochformel 2019“ aus dem Dumont-Verlag

„Mega“ erklärt schon mal die besondere Größe: 30 x 68,5 cm und sechs Spalten statt der bei Familienplanern sonst üblichen 4 oder 5. Das wirklich Besondere sind aber die innovativ dargestellten Rezepte! Jeden Monat gibt es ein neues Gericht – dargestellt als Schritt-für-Schritt-Anleitung in Einzelbildern. Das ist graphisch gelungen und wirklich kinderleicht nachzukochen – tolle Idee!

 Für die Jury: Iris Hunscheid

Alle für den Preis eingereichten Titel sind während der Frankfurter Buchmesse in der Kalendergalerie (Via Halle 3) zu sehen. Die Gewinner-Titel sind mit einem Aufkleber „Kalenderpreis der Frankfurter Buchmesse 2018“ gekennzeichnet, den die Verlage der Siegertitel auch für den Handel nutzen können.

Die Jury:

Der Experten-Jury, die über die besten Kalender des kommenden Jahres entschieden hat, gehören an: Karen Beisse (Buchhandlung Wittwer), Prof. Ernst-Peter Biesalski (HTWK Leipzig), Horst-Ulrich Deeg (Thalia), Stefan Hauck (Börsenblatt), Hendrik Hellige (Frankfurter Buchmesse), Iris Hunscheid (Buchhandlung Hoffmann), Stefanie Kaiser (Hugendubel), Ingrid Stratmann (G. Umbreit) und Rolf Nüthen (IG Kalender).

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