Urheberrecht: "Dialog Lizenzierungsplattform"

Bis zu einer Lösung ist es noch ein weiter Weg

Mit dem im März in Kraft getretenen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz hatte der Gesetzgeber einen Auftrag verbunden: die Möglichkeit einer Lizenzierungsplattform für wissenschaftliche Inhalte zu evaluieren. Den Auftakt dazu machte eine Veranstaltung, zu der das Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz (BMJV) nach Bielefeld eingeladen hatte.

Rund 60 Teilnehmer aus Verlagen, Fachbuchhandel, Branchenverbänden, Bibliotheken, Hochschulen, Wissenschaftsorganisationen und Ministerien nahmen am "Dialog Lizenzierungsplattform" (13. und 14. September) in Bielefeld teil. Zunächst ging es dem einladenden BMJV darum, den Status quo zu beschreiben. Dazu wurden 24 inhaltlich sehr unterschiedliche Referate gehalten, darunter auch eines von Börsenvereinsjustiziar Christian Sprang. In den kommenden Monaten solle der Dialog fortgesetzt werden, so Sprang, auch dadurch, dass sich die verschiedenen Interessengruppen wechselseitig "in ihre Maschinenräume" einladen. Dabei soll deutlich werden, welche Interessen in dem Prozess verfolgt werden.

Erst nach einer umfassenden Bestandsaufnahme werde sich die Diskussion in Richtung möglicher Lösungen für eine Lizenzierungsplattform bewegen, vermutet Sprang. Mit ersten Ergebnissen dürfte allerdings erst in geraumer Zeit zu rechnen sein.

Ziel des Börsenvereins im Dialog ist es, möglichst rasch innerhalb der nächsten fünf Jahre den Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Interesse aller Beteiligten über eine Lizenzierungsplattform praktisch zu verbessern. Dabei sollen die bisher existierenden Angebote der VG Wort bzw. von booktex durch ein einheitliche, bedarfs- und praxisgerechte Lösung ersetzt werden. Das neue Angebot soll bei Bedarf auch Nutzungen umfassen, die die im Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz getroffene Schrankenregelung übersteigen.

roe

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