Deutsche Nationalbibliothek

Deutsches Exilarchiv erweitert sein Angebot

7. Oktober 2026
Redaktion Börsenblatt

Die Deutsche Nationalbibliothek hat ihr Angebot an Zeitzeugen-Interviews aus dem Visual History Archive der USC Shoah Foundation erweitert. Hinzugekommen sind 182 Berichte von Überlebenden und Zeug:innen des Angriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, die in den Lesesälen eingesehen werden können. 

Die nun zugänglichen Interviews zu dem Angriff am 7. Oktober 2023 sind Teil der "Contemporary Antisemitism Collection" der USC Shoah Foundation, wie die Deutsche Nationalbibliothek mitteilte. Die Sammlung dokumentiert Erfahrungen von Menschen, die seit 1945 von Antisemitismus betroffen waren. Die aufgezeichneten Interviews bewahren persönliche Erfahrungen und Perspektiven von Zeitzeug:innen und bilden wichtige Quellen für die Auseinandersetzung mit Formen des Antisemitismus in der Gegenwart.

Insgesamt können in den Lesesälen der Deutschen Nationalbibliothek über 50.000 Interviews aus dem Visual History Archive der USC Shoah Foundation recherchiert und eingesehen werden.

Angebot "Zeitzeugnisse digital" erweitert

Damit erweitert das Deutsche Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek sein Angebot "Zeitzeugnisse digital". Neben Interviews aus eigenen Beständen ermöglicht es Zugang zu Sammlungen anderen Institutionen. Dazu gehören das von Carolin Emcke und Manuela Bojadžijev erstellte "Archiv der Flucht" und die Interviews der USC Schoah Foundation.

Interaktiver Zugang zu Zeitzeugen

Eine weitere Zusammenarbeit mit der USC Shoah Foundation ist das Projekt "Frag nach!". Zwei digitale interaktive Zeitzeugnisse mit den Holocaustüberlebenden Inge Auerbacher und Kurt S. Maier ermöglichen einen neuen Zugang zu Zeitzeugen.

Sammlung "Zeitzeugnisse digital" des Deutschen Exilarchivs 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek: www.dnb.de/zeitzeugeninterviews

Berichte von Überlebenden und Zeug:innen des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023: https://d-nb.info/dnbn/1420639307