Klaus Kofler: Die klassische Zukunftsforschung beschreibt Entwicklungen, beschäftigt sich mit möglichen Szenarien – es wird viel über Prognostik gesprochen. Im Fokus steht, was in der Außenwelt um uns herum stattfinden wird und stattfinden kann. Regeneratives Zukunftsdesign geht mehr ins Innere. Wie werden wir mit all diesen Herausforderungen, die da draußen auf uns zukommen, im Inneren umgehen können? Es geht nicht darum, Zukunft nur zu analysieren, sondern sie in ein kollektives Vorstellungsvermögen zu setzen, zu aktivieren und in wirksames Handeln zu übersetzen. Regeneratives Zukunftsdesign beschreibt Bedingungen, unter denen Zukunft entstehen kann. Im Zentrum steht nicht die Prognose, sondern die Frage, wie unsere Systeme wieder lebendig und handlungsfähig werden.