Mediennutzung

88 % der Eltern kontrollieren Inhalte ihrer Kinder

26. November 2021
von Börsenblatt

Eltern möchten nicht, dass alle Web-Inhalte für den Nachwuchs uneingeschränkt zur Verfügung stehen: Deshalb machen sie Handy und Tablet nur bedingt zugänglich, wie eine Umfrage von tigermedia zeigt. Im Bereich der Audio-Medien vertrauen Eltern mehr.

Kinderbuchpodcasts sind noch eine Rarität

Handy und Tablet werden am strengsten kontrolliert

Was die unbeaufsichtigte Nutzung von Smartphone und Tablet angeht, sind sich die meisten der rund 1.000 befragten Mütter und Väter einig:

  • Knapp 90% der Eltern vertrauen ihrem Kind in Bezug auf die autonome Nutzung von Endgeräten nicht vollends.
  • Fast 70% überlassen Smartphone oder Tablet sogar niemals ohne Aufsicht ihren Kindern.
  • 18% geben an, ein Device mit Internetzugang weniger als eine Stunde in der Woche den Kleinen zu überlassen.
  • Nur 3% geben Telefon und Tablet sogar wöchentlich bis zu fünf Stunden aus der Hand.

Familien haben feste Regeln zur Mediennutzung

  • 81% der Eltern geben an, feste Regeln zur Mediennutzung innerhalb der Familie vereinbart zu haben.
  • Nur 2% räumen eine häufige Übertretung der vereinbarten Zeiten ein – der Rest hält sich nach eigenen Angaben mehrheitlich daran.
  • 19% der Befragten haben gar keine Regeln zur Mediennutzung der Kinder aufgestellt.

Web und Social Media bereiten Sorgen

Die größte Gefahr sehen Eltern laut der tigermedia-Umfrage zur Mediennutzung im Umgang mit dem Internet und den Besuchen von Websites.

  • 34% geben an, sich über die Inhalte, denen Kindern hier ausgesetzt sein können, zu sorgen.
  • Auch den sozialen Medien stehen ein Drittel der Eltern (33%) sehr skeptisch gegenüber.
  • Nur 17% sorgen sich beim TV und 12% beim Gaming.
  • 3% vertrauen ihren Kindern bei der Nutzung aller Mediengattungen.

Mehr Vertrauen in Audio-Medien

Dem Thema Audio-Medien begegnen Eltern mit größerem Vertrauen und weniger Vorsichtsmaßnahmen. Nur 1% der UmfrageteilnehmerInnen geben an, sich über Audio-Inhalte zu sorgen. Kinder dürfen diese demnach eigenständig im Kinderzimmer konsumieren. Auch die intensive Nutzung der tigerbox TOUCH sowie dem dazugehörigen Streamingdienst tigertones von tigermedia, nach dem gefragt wurde, von mehreren Stunden täglich pro Zugang seit Beginn der Corona Pandemie, belegt die besondere Stellung von Hörmedien in den Familien.

Spannend ist auch, dass auch Hörmedien fast ausschließlich digital konsumiert werden. Lediglich 14% der befragten Eltern gaben an, dass ihr Nachwuchs Hörspiele und Musik noch über den CD-Player hört. Beim Kassettenrekorder sind es sogar nur noch 2%. Ein geringer Anteil von 7% setzt für das Hörvergnügen der Kids auf Smartphone oder Tablet. Zwei Drittel der Befragten geben an, digitale Kinderhörboxen wie z. B. die tigerbox TOUCH, die Toniebox oder Hörbert einzusetzen. 10% nutzen smarte Lautsprecher wie Alexa oder Google Home.

Die Umfrage wurde vom 05.11.-09.11. in den größten Facebook-Austauschgruppen für Kinder-Audio-Medien durchgeführt