E-Lending, Urheberrecht und Sonntagsöffnung

Bibliotheksverband lobt Koalitionsvertrag

25. November 2021
von Börsenblatt

Gestern wurde der Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vorgestellt und der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) zeigt sich, was seine Agenda betrifft, in einem Statement damit zufrieden.

Eine Sonntagsöffnung der Bibliotheken hilft der Leseförderung

So begrüßt der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) in seiner Mitteilung "das klare Bekenntnis der kommenden Bundesregierung, faire Rahmenbedingungen beim E-Lending in Bibliotheken zu schaffen". Der dbv wiederholt seine Forderung nach einer gesetzlichen Regelung, damit Öffentliche Bibliotheken E-Book-Lizenzen gleich nach Erscheinen zu angemessenen Bedingungen käuflich erwerben können – bei gleichzeitiger fairer Vergütung der Autor:innen.

Ebenfalls begrüßt von dbv wird, "dass sich die kommende Bundesregierung für ein wissenschaftsfreundlicheres Urheberrecht einsetzen will". Hier bedürfe es aus Sicht des dbv weiterer zeitgemäßer Regelungen. Zudem will der Verband die Bemühungen der kommenden Bundesregierung im Bereich Open Access und Open Science unterstützen.

Den Vorschlag von Sonntagsöffnungen für Öffentliche Bibliotheken, sieht der dbv positiv, ebenso, dass die "Neustart-Programme" zunächst fortgeführt werden sollen.

Zum Koalitionsvertrag sagt der Bundesvorsitzende des dbv, Andreas Degkwitz: "Der dbv begrüßt das klare Bekenntnis der kommenden Bundesregierung, sich für die Weiterentwicklung von zeitgemäßen Bibliotheksangeboten und den digitalen Wandel in Bibliotheken einzusetzen."

Der Deutsche Bibliotheksverband e.V. (dbv) vertritt mit seinen fast 2.100 Mitgliedern bundesweit über 9.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten und 11 Millionen Nutzer:innen.

Prof. Andreas Degkwitz