Landesentscheide im Vorlesewettbewerb

Alle Tickets fürs Bundesfinale gelöst

4. Juni 2021
von Börsenblatt

Die Landesentscheide des laufenden 62. Vorlesewettbewerbs 2020/21 finden wegen der Corona-Pandemie im Mai in digitalem Format statt. Nun stehen alle Gewinner*innen fest.

Emily Nagel hat den Landesentscheid in Baden-Württemberg gewonnen

Baden-Württemberg

Emily Nagel, die Landessiegerin in Baden-Württemberg, kommt von der Internationalen Gesamtschule Heidelberg. Sie wird ihr Land beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs 2021 vertreten. Die Heidelberger Schülerin setzte sich unter insgesamt zwölf eingereichten Beiträgen durch. Mit einer per Video aufgezeichneten Passage aus "Feo und die Wölfe" von Katherine Rundell aus dem Carlsen Verlag habe sie die Juror*innen am 4. Mai überzeugt, wie der Landesverband Baden-Württemberg im Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilt.

Der Jury, die keine leichte Entscheidung gehabt habe, gehörten an: Andreas Küchle, Marketingleiter der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG, Björn Springorum, Kinder- und Jugendbuchautor aus Stuttgart, Meliyah Pedde, Landessiegerin 2020, Robert Wolf alias "Robeat", Europameister im Beatboxing, und Prof. Dr. Bärbel Renner, experimenta Heilbronn.

Jury-Sprecher Andreas Küchle sagte: "Es ist jedes Mal eine Freude, diesen eifrigen Vorleser*innen zuzuhören; die Qualität der Beiträge und das Engagement der Schüler*innen ist ganz erstaunlich. Die Stiftung Bildung und Soziales der Sparda-Bank Baden-Württemberg unterstützt diesen Wettbewerb seit Jahren mit großer Überzeugung – die Förderung der Lesekompetenz bei Kindern und Jugendlichen ist eine der größten Zukunftsaufgaben."

Corona-bedingt fand der Vorlesewettbewerb in diesem Jahr im digitalen Format statt. Schon die vorhergehenden Regionalrunden auf Stadt-, Kreis- und Bezirksebene wurden per Video-Einreichung ausgetragen.

Die Lesebeiträge der Wettbewerbsteilnehmer und ein Video-Clip zum Landesentscheid stehen ab dem 10. Mai unter diesem Link für das Publikum bereit.

Bayern

Sol Chung vom Wilhelm-Löhe Gymnasium Nürnberg gewinnt den bayerischen Landesentscheid des Vorlesewettbewerbs. In der diesjährigen digitalen Variante des Vorlesewettbewerbs reichten die 16 Schülerinnen und Schüler, die es bis zum Landesfinale geschafft hatten, drei-minütige Vorlese-Videos ein.

Sol Chung überzeugte mit einem Ausschnitt aus dem Buch "Mein geniales Leben" von Jenny Jägerfeld. Von ihrem Sieg erfuhr sie aus dem Radio: die Jury-Entscheidung wurde am 19. Mai live in der Sendung radioMikro auf Bayern 2 verkündet, wie der Landesverband Bayern im Börsenverein mitteilte. Sol Chung wird nun Bayern beim Bundesentscheid vertreten.

Als Jury-Mitglieder engagierten sich Antonia Ludwig, Siegerin des Landesentscheids 2020, Maximilian Kolmeder, Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Inga Nobel, Bayerischer Rundfunk, radioMikro, Britta Kiersch, Buchhandlung Neuer Weg in Würzburg, Rotraud Tannous, Random House Audio, sowie Janine Wölfel, Sparda-Bank München.

Rund 350.000 Sechstklässlerinnen und Sechstklässler aus 4.300 Schulen nahmen bundesweit teil, davon 62.000 aus Bayern. Die Teilnehmerkinder des Landesentscheids haben zuvor auf Schulebene und anschließend auf Stadt-/ Kreis- und Bezirksebene gewonnen.

Berlin

Helena Pietschmann von der Evangelischen Schule Pankow ist die Landessiegerin in Berlin. Sie wird im Bundesfinale für das Land Berlin antreten.

Zwölf Videos der Bezirksieger*innen wurden von der fünfköpfigen Jury in einer analogen Sitzung am 26. Mai in der Amerika-Gedenkbibliothek nacheinander begutachtet. Das Niveau der Einreichungen sei wieder ausgesprochen hoch gewesen, so der Landesverband Berlin-Brandenburg in seiner Mitteilung. Die sehr unterschiedlichen Titel von "Die Kurzhosengang" bis zu "Der König von Narnia" verlangten der Jury darüber hinaus differenzierte Beurteilung ab. Letztlich habe Helena Pietschmann mit ihrer Interpretation von Per Olov Enquists "Großvater und die Wölfe" überzeugt.

Der Jury gehörten an: Karen Gröning (Lektorin Kinder- und Jugendbuch, Amerika-Gedenkbibliothek), Paula Schiemann (FSJ, Zentral- und Landesbibliothek Berlin), Ina Taege (Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek, Pankow), Hannah Schleusner (Siegerin Vorlesewettbewerb Berlin 2019/2020) und Tim Holland (Börsenverein Berlin-Brandenburg).

Brandenburg

Rosalie Schülke aus der 6. Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Königs Wusterhausen ist die Landessiegerin. In Brandenburg an der Havel fand am 19. Mai die Entscheidung für das Land Brandenburg in der Fouqué-Bibliothek statt. In der Kinderbuchabteilung der Bibliothek wurden die Videos der sechs besten Vorleser*innen gesichtet.

Die Jury, bestehend aus Cornelia Stabrodt (Leitung Fouqué Bibliothek), Jane Fanselow (Leitung Kinderbibliothek Fouqué Bibliothek), Thomas Messerschmidt (MOZ), Dorina Neie (Wichern Buchhandlung) und Tim Holland (Börsenverein Berlin-Brandenburg), hatte es nicht leicht: Nach eingehender Beratung entschied sie sich für Rosalie Schülke. Sie überzeugte mit ihrer Lesung der "Duftapotheke" von Anna Ruhe.

Rosalie wird als beste Vorleserin Brandenburgs das Land im Bundesentscheid im September vertreten, wie der Landesverband Berlin-Brandenburg im Börsenverein mitteilt.

Das Plakat

Bremen

Der beste Vorleser von Bremen steht fest: Aus insgesamt 10 digitalen Einreichungen wählte die Jury den Schüler Thorge von Harten von der Edith-Stein-Schule zum besten Vorleser seines Bundeslandes, wie der Landesverband Nord im Börsenverein am 19. Mai mitteilte. Mit seiner digital eingereichten Lesung aus "Scary Harry. Von allen guten Geistern verlassen" (Loewe Verlag) von Sonja Kaiblinger überzeugte er die Juror*innen. Er vertritt Bremen beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.

Die Bremer Jury setzte sich zusammen aus:

  • Manfred Boermann, professioneller Vorleser
  • Arthur Hentzsch, Student der Theaterpädagogik
  • Anna Lott, Kinderbuchautorin
  • Alexandra Rempe, Inhaberin der Buchhandlung Storm
  • Nadine Schoon, Stadtbibliothek Bremerhaven
  • Samuel Wilson, Bremer Landessieger des letzten Jahres 2020

Hamburg

Die beste Vorleserin von Hamburg steht fest: Aus insgesamt elf digitalen Einreichungen wählte die Jury die Schülerin Johanna Wood vom Struensee Gymnasium zur besten Vorleserin ihres Bundeslandes, wie der Landesverband Nord am 25. Mai mitteilte. Mit ihrer digital eingereichten Lesung aus "Alles nur aus Zuckersand" von Dirk Kummer, Carlsen Verlag habe sie die Juror*innen für die anspruchsvolle Geschichte gewonnen und für hypnotisches Lauschen gesorgt. Sie vertritt Hamburg beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.

Die Hamburger Jury setzte sich zusammen aus:

  • Andrea Chiapperino von der Buchhandlung frau BÜCHERT
  • Katharina Gust von der Zentralbibliothek (Lektorin)
  • Emil Koßmann als Landessieger von Hamburg des letzten Jahres 2020
  • Axel Krohn von der Sparda-Bank, er verantwortet das Partner-Programm
  • Inga Reuters vom Jumbo Verlag (Lektorin, Talent Scout sowie Hörbuch-Sprecherin).

Hessen

Landessiegerin ist Ella Behnen von der Liebigschule in Gießen, wie der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland am 27. Mai informierte.

Mecklenburg-Vorpommern

Aus insgesamt 14 digitalen Einreichungen wählte die Jury die Schülerin Amélie Sophie Schmid von der Evangelischen Grundschule mit Orientierungsstufe Paulo Freire zur besten Vorleserin ihres Bundeslandes. Mit ihrer digital eingereichten Lesung aus "Nacht über Frost Hollow Hall" von Emma Carroll, Thienemann-Esslinger Verlag gewann sie die Juror*innen für die von ihr atmosphärisch toll in Szene gesetzte Geschichte, wie der Landesverband Nord im Börsenverein am 26. Mai informiert. Die Schülerin aus Parchim vertritt Mecklenburg-Vorpommern beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.

Die Jury von Mecklenburg-Vorpommern setzte sich zusammen aus:

  • Dr. Kersten Athanasiadis vom Mecklenburg-Vorpommerischen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur/ Institut für Qualitätsentwicklung
  • Jonna Bürger als Landessiegerin von Mecklenburg-Vorpommern und anschließender Bundessiegerin des letzten Jahres 2020
  • Heike Gowin der Stadtbibliothek in Schwerin, und
  • Silke Zengel der Buchhandlung Hugendubel in Schwerin

Niedersachsen

Aus insgesamt zehn digitalen Einreichungen wählte die Jury die Schülerin Minou Taghi-Khani von der Kooperativen Gesamtschule Schneverdingen zur besten Vorleserin ihres Bundeslandes, teilt der Landesverband Nord am 27. Mai mit. Mit ihrer digital eingereichten Lesung aus "Krabat" von Otfried Preußler, Thienemann-Esslinger Verlag, habe sie die Juror*nnen für den altmodischen Text gewonnen und Gänsehaut beim Lauschen erzeugt. Sie vertritt Niedersachsen beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.

Die Jury von Niedersachsen setzte sich zusammen aus:

  • Marie Louise Blankemeyer vom Jungen Literaturbüro Lüneburg,
  • Niklas Eilers als Landessieger von Niedersachsen des letzten Jahres 2020,
  • Edina Hasselbrink von der Buchhandlung Lünebuch in Lüneburg, und
  • Birgit Nerenberg von der Buchhandlung Sternschnuppe in Hannover.

Die Jury Dorothea Gravemann, Verena Kähmer, Gina Mayer, Saliha Shagasi und Linde Müller-Siepen (im Hintergrund) mit Siegerin Sophia Gerlach (v.l.n.r.)

Nordrhein-Westfalen

Am 19. Mai traf sich die Jury der Mitteilung zufolge in der Geschäftsstelle des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – Regionalgeschäftsstelle NRW in Düsseldorf, um Videos der besten jungen Vorleser*innen aus Nordrhein-Westfalen anzusehen.

Siegerin des Landesentscheids 2021 ist Sophia Gerlach vom Willy-Brandt-Gymnasium in Oer-Erkenschwick. Ihre eingereichte Video-Lesung aus "Alice Littlebird" von Grit Poppe überzeugte die Jury.

Der Jury gehörten an: Die Buchhändlerinnen Dorothea Gravemann, Bücherhaus am Münster, und Verena Kähmer, Buchhandlung Schulz & Schultz, sowie die Autorin Gina Mayer, Programmleiterin im Boje Verlag, Linde Müller-Siepen und Saliha Shagasi vom Düsseldorfer Schauspielhaus.

Sophia setzte sich gegen 17 Schüler*innen aus ihrem Bundesland durch und vertritt nun Nordrhein-Westfalen beim Finale, dem Bundesentscheid, in Berlin.

Rheinland-Pfalz

Landessiegerin ist Lucie Mathias vom Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach, wie der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland am 27. Mai informierte.

Saarland

Landessiegerin ist Ava Dörr vom Saarpfalz-Gymnasium in Homburg/Saar, wie der Landesverband Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland am 27. Mai informierte.

Sachsen

Landessiegerin ist Sveja Kühne aus Radebeul, wie der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt un Thüringen am 28. Mai mitteilte.

Sachsen-Anhalt

Landessieger ist Ludger Seifert aus Salzwedel, wie der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt un Thüringen am 28. Mai mitteilte.

Schleswig-Holstein

Die beste Vorleserin von Schleswig-Holstein steht fest: Aus insgesamt sechs digitalen Einreichungen wählte die Jury die Schülerin Madita Kronewitz von der Jungmannschule in Eckernförde aus. Mit ihrer digital eingereichten Lesung aus "Irgendwo ist immer Süden" von Marianne Kaurin, Woow Books, gewann sie die JurorInnen mit ihrer souveränen Lesung, teilt der Landesverband Nord am 12. Mai mit. Die Schülerin vertritt Schleswig-Holstein beim Bundesfinale des Vorlesewettbewerbs des Deutschen Buchhandels.

Die Schleswig-Holsteiner Jury setzte sich zusammen aus:

  • Ines Balwanz von der Buchhandlung Heymann in Elmshorn
  • Jaron Kollmeier als Landessieger von Schleswig-Holstein des letzten Jahres 2020
  • Birgit Knott von der Stadtbücherei Kiel
  • Inga Reuters vom Jumbo Verlag (Lektorin, Talent Scout sowie Hörbuch-Sprecherin).

Thüringen

Landessiegerin ist Alma M. Dehne aus Gotha, wie der Landesverband Sachsen, Sachsen-Anhalt un Thüringen am 28. Mai mitteilte.

Das Finale

Bei der großen Endausscheidung, die in Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) stattfindet, lesen die 16 Landessieger*innen um den Bundessieg. Eine prominente Jury, zu der auch der bzw. die Vorjahresieger*in gehört, kürt den oder die beste*n Vorleser*in des Jahres. Das Finale wird im rbb und auf KiKA ausgestrahlt.

Termin und Ablauf des Bundesfinales 2020/21 sind wegen der Corona-Lage derzeit noch ungewiss, heißt es auf der Website des Vorlesewettbewerbs. Geplant sei der September.

Zum Vorlesewettbewerb

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Rund 350.000 Schüler*innen der sechsten Klassen waren im Jahrgang 2020/21 am Start. Bundesweit wird der Wettbewerb von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen, Freude am Lesen zu wecken sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken, stehen im Mittelpunkt des Vorlesewettbewerbs.

Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zum zweiten Mal engagiert sich die experimenta gGmbH als bundesweiter Förderer, vier Sparda-Banken unterstützen den Wettbewerb in diesem Jahr erneut. Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale in Berlin.

Corona-bedingt fand der Vorlesewettbewerb in diesem Jahr im digitalen Format statt. Schon die vorhergehenden Regionalrunden auf Stadt-, Kreis- und Bezirksebene wurden per Video-Einreichung ausgetragen. Über 4.500 Beiträge sind bundesweit eingegangen. Alle Landessieger*innen gewinnen einen Buchpreis und einen Bücherscheck.

Aktuelles zum 62. Vorlesewettbewerb sowie weitere Informationen finden sich auf www.vorlesewettbewerb.de.

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