Libri Campus

Besuch vom rasenden Reporter Robert Duchstein

11. September 2020
von Börsenblatt

Johanna Lammert-Bohnenkamp ist Buchhändlerin in der Buchhandlung Carolin Wolf in Bruchsal. Gemeinsam mit Carolin Wolf nimmt sie regelmäßig am Libri Campus teil. Dieses Mal kam der Libri Campus zu ihnen - in Gestalt von Robert Duchstein (Chef der Buchhandlung Reuffel) und einem Kamerateam.

Nachdem Carolin und ich in den letzten Jahren regelmäßig am Libri Campus in Bad Hersfeld teilgenommen haben, war dieses Jahr für uns etwas ganz Besonderes. In diesem Jahr sollten wir beide nämlich selbst als Referenten auf der Bühne stehen und über das sprechen, was wir lieben: Veranstaltungen von der Idee bis zur Nachbereitung. Vor unserem inneren Auge sahen wir uns schon den genialen Laufsteg in der Schilderhalle beschreiten. Dass in diesem Jahr alles anders werden sollte, wussten wir 2019 noch nicht, als wir bei unserem Buchmesse-Besuch die ersten Inhalte mit dem Marketing-Team von Libri abstimmten.

Im Frühjahr zeichnete sich dann aber ab, dass der Libri Campus so nicht stattfinden kann und sicherheitshalber in den Herbst verschoben wird. Das Libri-Team arbeite auch schon an ersten Ideen für eine digitale Umsetzung, hieß es. Autsch, das war wirklich schade. Und eine digitale Konferenz kann doch niemals den lebendigen Austausch bieten, der den Campus für uns jedes Jahr zum Highlight werden lässt. Dachten wir! Ob man vielleicht für einen kleinen Filmdreh bei uns vorbeikommen könne, fragten die lieben Menschen von Libri dann. Na klar!

Mühsam schaufelten wir uns einen halben Tag im Schulbuch-Geschäft frei und hatten in den Tagen vor dem Besuch des Film-Teams nur eine Priorität: Aufräumen. Und dann ging alles ganz schnell, vormittags noch Schulbücher in den dritten Stock einer Grundschule geliefert, schnell geduscht und dann in die Buchhandlung gefahren, um dort auf das fantastische Campus-Team bestehend aus Caren Degen vom Marketing, Robert Duchstein, einem der beiden Moderatoren des Libri Campus, und den beiden Filmern Tanja Bächlein und Arne Bunk zu treffen. Wir haben vorher grob abgesprochen, worum es bei unserem Film gehen soll und was wir an diesem Tag gemeinsam unternehmen wollten, aber einen minutiösen Plan gab es nicht und so starteten wir erst einmal mit einer Lagebesprechung.

Nachdem dann eine Bulli-Ladung Kamera-Equipment in unserer kleinen Kammer des Schreckens verstaut war, ging es mit dem ersten Tagesordnungspunkt los: dem Dreh an unserem schönen Bruchsaler Schloss. Die Sonne war pünktlich und unsere liebe Kollegin Sarah hatte den Stargast des Drehtages dabei, ihre 4jährige Tochter Leni. Leni hatte heute einen besonders schwierigen Job: Geschenke auspacken und mit der Sonne um die Wette strahlen. Wie sich herausstellte, war sie darin ein Naturtalent und so waren in Windeseile wunderschöne Bilder im Kasten.

 

Dreharbeiten vor dem Bruchsaler Schloss

Carolin und ich haben unseren Laufsteg-Moment dann übrigens auch noch gehabt: In der Parkanlage vor der Orangerie sind wir Tüten schwenkend auf und ab gelaufen, begleitet von der Kamera und Roberts Rufen: „Die Tüte muss lebendig sein!“ Warum diese Tüten im Lockdown so eine große Rolle für uns gespielt haben, erzählen wir in unserem Video.

Johanna Lammert-Bohnenkamp und Carolin Wolf

Zurück in der Buchhandlung ging es direkt weiter mit dem nächsten Tagesordnungspunkt. Nachdem Tanja und Arne blitzschnell und routiniert drei Kameras, mehrere Leuchten und Mikrofone platziert hatten und die Buchhandlung abgeschlossen war, durften Carolin und ich nacheinander gemeinsam mit Robert plaudern. Es ging um uns, unsere Kunden und wie wir mit ihnen kommunizieren. Außerdem erzählte Carolin, wie wir mal aus einer kleinen Idee etwas ganz Großes machen wollten, grandios gescheitert sind und am Ende etwas ziemlich Schönes dabei herauskam.

Johanna Lammert-Bohnenkamp im Gespräch mit Robert Duchstein

Nach dem Dreh haben wir den Abend noch entspannt mit gutem Essen gemeinsam ausklingen lassen und da kam dann noch einmal ein richtiges Campus-Feeling auf. Wir haben gelacht und erzählt und uns ganz intensiv ausgetauscht. Jetzt sind wir wahnsinnig gespannt auf unseren Beitrag und darauf, was die vielen tollen Kolleg*innen, die sich ebenfalls die Zeit genommen haben, beigesteuert haben.