Mannheim

Denkmalpreis für Bücher Bender

23. Oktober 2026
Redaktion Börsenblatt

Für sorgsame Pflege und Erhalt des gründerzeitlichen Gebäudes haben die Eigentümer und Inhaber der Buchhandlung Bender, Stefan Heeg und Sabine Reinecke, den Mannheimer Denkmalpreis erhalten. Ein Bericht von Peter W. Ragge.

Die Fassade von Bücher Bender

Ein Denkmalpreis als Würdigung: Das Gebäude von Bücher Bender

Rote Sandsteinfassade mit reichhaltigem Schmuck – es fällt auf in  der Mannheimer Innenstadt, das Haus von Bücher Bender im Quadrat O 4,2. Das gründerzeitliche Gebäude sei "der prächtigste und gelungenste Vertreter der Miniatur-Patrizierhäuser des jungen Kaiserreichs in unserer Stadt", so Architekturhistoriker Tobias Möllmer in seiner Laudatio über das Gebäude, das eine der ältesten inhabergeführten Buchhandlungen in ganz Deutschland beherbergt und wo ein Teil der Eigentümerfamilie selbst wohnt. Damit werde "eine mittlerweile selten gewordene Bürgertradition bis in unsere Tage" fortgeführt, so der Laudator.

"Wir fühlen uns geehrt", bedankte sich Sabine Reinecke. Sie als Erben seien sich "der Verantwortung bewusst, das Haus in der Tradition unserer Eltern in gutem Zustand zu erhalten", ergänzte Stefan Heeg.

Erbaut wurde das Haus laut Möllmer um 1887/1888 auf Kellern, die fast 200 Jahre älter sind und auf das frühe 18. Jahrhundert zurückgehen. Fast immer waren hier Metzger ansässig, nach dem Zweiten Weltkrieg auch kurz eine Bäckereifiliale.

1955 erwarben Joseph und Friedel Heeg, die Großeltern der jetzigen Eigentümer, das Haus und siedelten hier nach umfangreicher Sanierung die seit 1775 familiengeführte Buchhandlung Bender an, die eine der ältesten Buchhandlungen Deutschlands ist.

Bücher Bender und Fußgängerzone

Blickfang in der Fußgängerzone