Der Name bleibt
Früher gab es in Deutschland viele Taschenbuchläden – heute sind es noch genau vier. Wie hat sich ihr Geschäftmodell verändert? Erfahrungen aus Göttingen, Köln, Freiberg und Augsburg.
Früher gab es in Deutschland viele Taschenbuchläden – heute sind es noch genau vier. Wie hat sich ihr Geschäftmodell verändert? Erfahrungen aus Göttingen, Köln, Freiberg und Augsburg.
Der älteste Taschenbuchladen, Vaternahm – Tabula, residiert in Göttingen. Gegründet wurde er 1957 und er hält, was sein Name verspricht, zumindest schwerpunktmäßig. Gute Literatur zu einem guten Preis anzubieten: Diesem Prinzip ist Joachim Stern treu geblieben. Seit 1984 arbeitet er bei Vaternahm, seit drei Jahren als Inhaber und Geschäftsführer. Das Sortiment bietet Sachbücher, Romane und Krimis des Monats, alles im Taschenbuch. Englischsprachige Paperbacks gehören ebenso dazu wie preisreduzierte UTBs. Göttingen ist eine Studentenstadt. "Anfangs war Vaternahm ein reiner Taschenbuchladen", sagt Stern. Mit Allendes "Geisterhaus" und Ecos "Name der Rose" gab es erste Ausflüge ins Hardcover: "Das war enorm erfolgreich", erinnert sich Stern. Dennoch dominierte bis Ende der 90er Jahre das Paperback – der Taschenbuchladen besetzte eine Nische, die von Mitbewerbern vernachlässigt wurde.