Die Chefin macht Ferien
Im inhabergeführten Buchhandel ist Urlaub eigentlich nicht vorgesehen – vor allem in sehr kleinen Teams. Wie lässt sich eine Auszeit trotzdem realisieren?
Im inhabergeführten Buchhandel ist Urlaub eigentlich nicht vorgesehen – vor allem in sehr kleinen Teams. Wie lässt sich eine Auszeit trotzdem realisieren?
Drei Jahre hat Kerstin Hardenburg sich auf diesen Urlaub gefreut: Japan. Im Januar konnte er wahr werden. "Traumhaft schön", sagt die Inhaberin des Glücksbuchladens in Wuppertal. Begleitet wurde sie von Tochter Luna, die ebenfalls Buchhändlerin und Teil ihres Teams ist. Aber: Wenn die Tochter, die den Laden und alle Abläufe aus dem Effeff kennt, mitreist – wer übernimmt dann die Vertretung? Der Glücksbuchladen ist mit 50 Quadratmetern Fläche eher klein und hat eine treue Stammkundschaft. Mitbewerber gibt es fußläufig. Das Team bilden Kerstin und Luna Hardenburg sowie zwei Werkstudentinnen; eine dritte Aushilfe stand ihnen während des Urlaubs zur Seite. Der stundenweise Einsatz der drei Studentinnen konnte die Öffnungszeiten aber nicht annährend abdecken. Für die Zeit ihrer Abwesenheit wäre Hardenburgs erste Wahl eine gestandene, mobile Buchhändlerin gewesen. "Ich hatte bereits mit einer Kollegin aus Wuppertal zusammengearbeitet. Das war günstiger als gedacht und gut tragbar, da die Kosten für eine Unterkunft entfielen." Doch ausgerechnet im Januar war die Fachkraft schon verplant.