In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 ging an der Ahr, kleineren Flüssen in der Eifel und im südlichen Rheinland die Welt unter. Das Hochwasser zerstörte Häuser, Straßen und Schienen, 135 Menschen starben. Die Katastrophe hinterließ aber nicht nur immense wirtschaftliche Schäden, sondern auch psychische Belastungen für viele Betroffene. Nach vier Jahren dauert der Wiederaufbau der Infrastruktur vielerorts an; Schienennetze sind noch nicht wieder hergestellt und müssen mit einem Stückwerk aus Bahn, Schienenersatzverkehr und Ruftaxi zeitraubend überbrückt werden. Da die Gewässer oft durch die Ortsmitte fließen, wurden Stadtkerne teilweise komplett zerstört – dort, wo meist auch der Einzelhandel angesiedelt ist. Längst ist nicht alles wie vorher, in vielen Orten gibt es immer noch verbarrikadierte Läden. Bei den betroffenen Buchhandlungen ist die Lage sehr unterschiedlich. Manche konnten in ihre Ladenlokale zurückkehren, andere wie die Buchhandlung Wachtel in Gemünd haben aufgegeben, weitere sind immer noch am Renovieren. Alle haben Erfahrungen gemacht, mit denen sie so nie gerechnet hatten.