In Hamburg eröffnet am Samstag, 8. August, die Buchhandlung "Perspektiven" am Mundsburger Damm 46. Der Laden ist als safer space für FLINTA*, die LGBTQIA+ Community und weitere marginalisierte Gruppen gedacht.
Für die Gründung von "Perspektiven" lief zuvor ein Crowdfunding über die Plattform "99 Funken". Dort beschreibt Gründerin Amelie Stertenbrink gemeinsam mit Janne Ulrich, ihrer ersten Mitarbeiterin, das Konzept wie folgt: Mit "Perspektiven" soll eine Buchhandlung entstehen, die unterrepräsentierte literarische Perspektiven sichtbar macht. Geplant sei ein Fokus auf FLINTA* und queere Autor:innen sowie ein Sortiment von feministischen Essays über queere Romane bis hin zu intersektionalen Sachbüchern; außerdem seien eine Kinder- und Jugendbuchabteilung und Veranstaltungen vorgesehen.
Die Initiatorinnen verweisen als Motivation unter anderem darauf, dass die hamburger frauen*bibliothek seit 2019 geschlossen ist, der Zentralen Bibliothek Frauenforschung, Gender & Queer Studies des ZGD die Auflösung drohe und das Zentrum für Disability Studies im Dezember 2025 geschlossen wurde. Sie schreiben: "Diese Veränderungen stehen symptomatisch für eine gefährliche politische Entwicklung und das Erstarken rechter Ideologien. Wir alle können und müssen dem etwas entgegensetzen."
Zur Eröffnungsparty sind Kaffee und Kuchen, Getränke und Snacks sowie ein Bücherflohmarkt und eine Lesung mit Leo Weindl angekündigt. Außerdem soll der queerfeministische Chor "She* Choir" im Laden singen.