Bei "Dark Romance"-Romanen gehe es oft um ungesunde Beziehungen, Machtkämpfe und Helden, die nicht eindeutig gut oder böse sind. Und zum Teil gehe es auch um Gewalt, führt der Beitrag "Romane über Vergewaltigungen boomen – trotz Warnhinweisen" auf Nau.ch (gehört zu Nau media) aus. Diese Literatur boome auch dank BookTok.
Die Plattform hat zum Thema auch mit Orell Füssli gesprochen, der größten Schweizer Buchhandelskette. Die Nachfrage nach Dark Romance sei vorhanden. "Immer mehr Verlage publizieren Titel in diesem Subgenre", wird ein Sprecher zitiert. "Begünstigt wurde diese Entwicklung durch den New Adult-Boom sowie durch Plattformen wie Booktok und Tiktok, wo entsprechende Bücher präsentiert werden." Besonders nachgefragt würden die Dark-Romance-Bücher von erwachsenen Leserinnen und Lesern über 18 Jahren, an die sich die Inhalte auch ausdrücklich richten würden.
Aus diesem Grund versehe man die entsprechenden Titel mit einem Warnhinweis. "Aufgrund der nicht für Minderjährige geeigneten Themen haben wir uns für eine Triggerwarnung entschieden. Diese soll verhindern, dass Jugendliche unbeabsichtigt zu diesen Titeln greifen. Und gleichzeitig erwachsenen Kundinnen und Kunden Transparenz bieten", so der Orell-Füssli-Sprecher. Die Buchhandlungskette platziere die Dark-Romance-Titel zudem separat von anderen Büchern, die sich an junge Erwachsene richten. "Und wir achten bei Marketingaktionen für Jugendliche konsequent darauf, dass diese Bücher nicht empfohlen werden." Orell Füssli appelliert an die Verlage, die konsequente Alterskennzeichnung "ab 18 Jahre" weiter auszubauen.
Orell Füssli betone allerdings, dass man grundsätzlich keine Bücher aus dem Sortiment ausschließe – abgesehen von "durch Gerichte verbotene Bücher und Medien, die wegen rassistischer, menschenverachtender oder gewaltverherrlichender Inhalte" auf dem Index der deutschen Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften geführt sind.
Weiter geht es im Artikel auf Nau.ch um Kritik am Dark-Romance-Genre.