Einzelhandelsverband HDE

Überbelastung des Handels durch Gasumlage

19. August 2022
von Börsenblatt

Mehrausgaben für die Unternehmen, weniger Geld im Portemonnaie der Kund:innen: Die Festlegung der Gasumlage auf 2,419 Cent pro Kilowattstunde belaste den Einzelhandel gleich doppelt, mahnt der HDE. 

Die Kosten steigen, das Geld ist weg - ohne Möglichkeit, es festzuhalten und besser zu investieren? 

„Den Einzelhandel trifft die Gasumlage gleich doppelt. Zum einen müssen die Unternehmen Mehrausgaben stemmen und zum anderen hat die Kundschaft weniger Geld zur Verfügung“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Mit der Festlegung der Gasumlage bewege sich die Bundesregierung daher auf einem schmalen Grat. Die Bundesregierung müsse aufpassen, dass sie niemanden überlaste und schweren wirtschaftlichen Schaden zulasse. „Da darf nicht noch mehr kommen. Der Einzelhandel braucht dringend ein Belastungsmoratorium“, so Genth weiter.

Gasumlage gilt ab 1. Oktober

Die Gasumlage gilt ab dem 1. Oktober 2022 und soll für eineinhalb Jahre erhoben werden, also bis Ende März 2024. Mit der Umlage sollen die Gasversorger unterstützt werden. Auf Unternehmen und private Haushalte werden ab Oktober erhebliche Mehrkosten zukommen.

Bereits in den vergangenen Wochen hatte der HDE mehr Entgegenkommen von der Politik gefordert und auf die angespannte Lage im Einzelhandel hingewiesen. „Viele Händlerinnen und Händler können pandemiebedingt nicht mehr auf Eigenkapital zurückgreifen und daher die steigenden Energiekosten nicht ohne Weiteres allein abfangen“, so Genth. Der Einzelhandel sei in dieser Energiekrise nicht nur auf die Versorgungssicherheit mit Energie angewiesen, sondern auch auf Kostensicherheit.