Helga Gebert wurde am 16. Januar 1935 in Freiburg im Breisgau geboren. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Märchenbücher, für die sie Illustrationen schuf, eigene Textfassungen erarbeitete und Übersetzungen aus den Originalsprachen ins Deutsche vorlegte. Für ihre Arbeit lernte sie unter anderem Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Arabisch. Ihre Illustrationen reichen von feinen Federzeichnungen und Aquarellen bis zu detailreichen Ölbildern.
Neben Buchillustrationen entwarf sie auch Wand- und Bühnenbilder, unter anderem für die Freiburger Kinderklinik und das Wallgraben-Theater Freiburg. Ab 1963 arbeitete sie zudem als Gestaltungstherapeutin in der psychosomatischen Abteilung der Universitätsklinik Freiburg. Seit den 1970er-Jahren prägte sie das Kinder- und Jugendbuchprogramm von Beltz & Gelberg maßgeblich und engagierte sich gesellschaftlich – in der Anti-Atomkraft-Bewegung ebenso wie in der Freiburger Geflüchtetenhilfe.
Jan Sauerwald, Geschäftsführer und Programmleiter Grimmwelt Kassel, erklärt: "Mit Helga Gebert hat das deutschsprachige Kinderbuch eine bedeutende Persönlichkeit verloren, eine große Erzählerin und Illustratorin, die seit den 70er Jahren ein vielseitiges und eigenständiges Werk geschaffen hat. Die Grimmwelt widmet sich diesem Werk in der ersten umfassenden Retrospektive Helga Geberts, die wir aus aktuellem Anlass bis zum 11. April des kommenden Jahres verlängert haben."
Zur Ausstellung: ZWISCHEN GESTALTEN | HELGA GEBERT | Erzählen in Bild und Wort | Grimmwelt Kassel
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