Bunter lesen
Der Buchmarkt wird vielfältiger und diverser. Neue Perspektiven sind gefragt, von Autor*innen aus aller Welt. Marcella Melien von Litprom über einen Trend, der gern zum Mainstream werden darf.
Der Buchmarkt wird vielfältiger und diverser. Neue Perspektiven sind gefragt, von Autor*innen aus aller Welt. Marcella Melien von Litprom über einen Trend, der gern zum Mainstream werden darf.
2018 veröffentlichte Tillmann Severin auf fixpoetry die Kolumne »My white male bookshelf«: Dafür drehten Personen des Literaturbetriebs alle Bücher von weißen Männern in ihren Regalen um. Wenige bunte Buchrücken blieben stehen. Wir leben in einer globalisierten Welt, längere Auslandsaufenthalte und Fernreisen sind für uns beinahe Standard, aber das Leseverhalten ist oft weiß und westlich geprägt. Das ändert sich langsam. Immer mehr Menschen wählen bewusster aus, was sie lesen. Ihnen ist klar geworden, dass das, was die Schule, die Universität, der Kanon und die Bestsellerlisten als lesenswert anpreisen, nicht genügend vielfältige Perspektiven anbietet. Der Wunsch nach Diversität bedeutet vor allem die Suche nach vielfältigen Perspektiven. Und diesen Wunsch gibt es derzeit überall, so auch in der Buchbranche.