Frankreich

Neuer Literaturpreis für mit KI verfasste Romane

23. Oktober 2026
Redaktion Börsenblatt

Mitten in der Debatte um die Nutzung künstlicher Intelligenz durch Autor:innen wird mit dem französischen Prix Pascal ein KI-Literaturpreis aufgelegt. Bis Ende November können belletristische Werke eingereicht werden, die mit Hilfe einer KI verfasst wurden. 

"Warum dieser Preis, warum gerade jetzt?": Diese Frage stellt die Website für den "Prix Pascalde Littérature IA" – und als Antwort wird gegeben: "Künstliche Intelligenz ist bereits in den Schreibstuben, in den Manuskripten und in den Buchhandlungen präsent – oft unbemerkt. Der Pascal-Preis stellt die Frage laut und deutlich: Was ist ein Werk, wenn Autor und Maschine zusammenarbeiten?"

Der Preis will Werke auszeichnen, "die etwas Neues bieten und sich nicht damit begnügen, ein bereits in der Vergangenheit verwendetes Format zu kopieren". Zudem solle das Werk nützlich sein, auf Probleme aufmerksam machen oder dazu beitragen, eine der ökologischen, sozialen und ethischen Herausforderungen, die die Menschheit bedrohen, auf originelle Weise zu lösen.

Die Einreichfrist ist am 20. Oktober gestartet. Die Teilnahme steht allen französischsprachigen Personen offen, unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit oder ihrem Wohnsitz. Eine literarische Erfahrung und ein Verlag ist nicht notwendig. Die einzige Voraussetzung: Das Manuskript muss auf Französisch verfasst sein. Die Jury bewerte das Werk, nicht den Werdegang des Autors oder der Autorin. Der eingereichte Text sollte etwa 300.000 Zeichen inklusive Leerzeichen umfassen – und bisher unveröffentlicht sein. 

Genutzt werden können alle wichtigen Sprachmodelle, wie ChatGPT, Claude, Gemini, Mistral, LLaMA und alle anderen LLM. Das verwendete Modell, die Agenten oder der Prompt müssen in einem technischen Dossier angegeben werden.