Baillie Gifford Prize 2026

Sachbuchpreis geht an Alexander-Biografie

5. November 2026
Redaktion Börsenblatt

Der britische Historiker Edmund Richardson gewinnt den Baillie Gifford Prize for Non-Fiction 2026 mit "Alexander: God, King, Man". Die Auszeichnung ist mit 50.000 Pfund dotiert und geht erstmals an ein Buch über die Antike.

Cover des ausgezeichneten Buchs

Cover des ausgezeichneten Buchs

Wie der Preis mitteilt, gab Jurysprecherin Kirsty Lang die Entscheidung am 4. November bei einer Zeremonie im BMA House in London bekannt. Seit der Gründung als Samuel Johnson Prize im Jahr 1999 wurde der Preis erstmals an ein Buch zur Alten Geschichte vergeben. Lang lobte, "Alexander: God, King, Man" (Bloomsbury) sei "Sachliteratur vom Feinsten: ein Buch, das – genau wie sein Protagonist – unaufhaltsam voranschreitet. Es ist Geschichtsliteratur der Extraklasse mit fesselnder Erzählkraft, eine packende, filmreife Geschichte über die Antike, die eine meisterhafte Zusammenstellung von Forschungsmaterialien mit außergewöhnlicher literarischer Kunstfertigkeit verbindet." Richardson verbinde den Einsatz neuer Technologien mit aktuellen archäologischen Entdeckungen, um die Geschichte eines außergewöhnlichen Herrschers zu erzählen, der ein Reich eroberte, das sich vom antiken Griechenland bis zum indischen Subkontinent erstreckte.  

Für Richardson ist es der erste große Preis. Der Autor forscht zur griechischen Antike und ihrer Nachwirkung. Laut Mitteilung basiert das Buch auf mehr als zehn Jahren Recherche auf vier Kontinenten und enthält neue Übersetzungen von Quellen in zwölf alten Sprachen. Es begleitet Alexander den Großen von seiner Thronbesteigung im Alter von 20 Jahren bis zu seinem Tod in Babylon mit 32 Jahren.

Auswahl und Preis

Die Jury wählte aus mehr als 350 Büchern, die zwischen dem 1. November 2025 und dem 31. Oktober 2026 erschienen sind. Dem Gremium gehörten Kirsty Lang (Vorsitz), Bea Carvalho, Dr. Tiffany Jenkins, Sam Leith, Ravi Mattu und Elif Shafak an.

Auf der Shortlist standen außerdem Titel von Nicholas Boggs, Anand Gopal, Patrick Radden Keefe, Matthew Sweet und Andrea Wulf.

Der Baillie Gifford Prize for Non-Fiction gilt als die weltweit renommierteste internationale Auszeichnung für literarische Sachbücher, die für Bücher zu jedem Thema und für Autoren jeder Nationalität offen ist. Seit 1999 wird damit das beste Sachbuch des Jahres gekürt. Die Dotierung beträgt 50.000 Pfund.