Der Uwe-Johnson-Preis 2026 wird an Ingo Schulze verliehen. Ausgezeichnet wird sein Roman "Das Wasser im August" (S. Fischer Verlag), der am 26. August erscheint; der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Die fünfköpfige Jury wählte den Preisträger aus eingesandten Texten aus den Bereichen Prosa und Essayistik aus.
In der Jurybegründung heißt es, der Roman führe in eine für Uwe Johnson und sein Werk bedeutende Region: "es ist dies die 'dicht umwaldete Seenplatte Mecklenburgs', und es sind Städte wie Güstrow oder Neubrandenburg, die den Hintergrund nicht nur für sein vierbändiges Romanepos 'Jahrestage' bilden." Für das Erzählen spiele das Erinnern eine zentrale Rolle; zugleich wähle Schulze "eine artistische Konstruktion", weil es sich um "eine Erzählung in der Erzählung" handele. Abschließend betont die Jury: "Der Roman diskutiert zudem hintergründig und im Sinne von Uwe Johnson grundlegende Aspekte von Kunstfreiheit. Nicht zuletzt steht die Frage, wie es gelingen kann, dass Erzählen als ein 'Prozess der Wahrheitsfindung' funktioniert."
Die Preisverleihung findet am 18. September im Rahmen der Uwe-Johnson-Tage in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin statt. Der Jury gehören Gundula Engelhard, Carsten Gansel, Cornelia Geißler, Michael Hametner und René Strien an. Der Uwe-Johnson-Preis wird seit 1994 verliehen.