Umfrage zum Sachbuch

"Die Geschlechterrolle ist nicht entscheidend"

13. Juni 2022
Stephan Eppinger

In manchen Sachbuchprogrammen sind Autorinnen in der Minderzahl. Ein strukturelles oder ein gesellschaftliches Problem? Antworten aus Verlagen und Buchhandlungen.

Tom Kraushaar, Verleger, Klett-Cotta:

»Wir hätten gern mehr Autorinnen im Sachbuchprogramm. Wir sind sehr bestrebt, ein ausgewogenes Verhältnis von Autoren und Autorinnen präsentieren zu können. Dass uns dies in diesem Herbst nicht gelungen ist, liegt an unglücklichen Umständen wie Titelverschiebungen und Ähnlichem. In unseren Frühjahrsprogramm hatten wir einen sehr großen Frauenanteil, und auch im nächsten Frühjahr sieht das besser aus. Insgesamt werden uns im Sachbuchbereich allerdings auch weniger Bücher von Frauen angeboten als von Männern. In der Belletristik ergibt sich ein ganz anderes Bild. Da haben wir in der zeitgenössischen Literatur nur einen männlichen Autor.«