Der Verlag nahm das kleine Jubiläum zum Anlass für einen "Jubel-Abend", so formulierte es Nicole Geismann, Verlegerin Unterhaltung bei S. Fischer, mit seinem Erfolgsautor und seiner Frau Bettina Göschl. Zur musikalischen Krimilesung der beiden hatten sich am 2. Februar, abends um 19 Uhr, rund 100, 120 Fans in der Hedderichstraße 114, im Fischer-Verlagsgebäude eingefunden. Ein lebensgroßer Pappaufsteller von Klaus-Peter Wolf wies bereits am Eingang den Weg. Im Saal im ersten Stock wurden den Ankommenden Getränke gereicht und es gab einen Büchertisch – sowie einen weiteren Papp-Wolf, bevor man den echten herumwirbeln sah.
"Liebe Freunde des gepflegten Verbrechens", begrüßte Nicole Geismann die zahlreichen Gäste, sie freute sich, dass trotz Streik, in Frankfurt standen U-Bahnen und Trams still, so viele gekommen waren. Man feiere zwar den 20. Ostfriesen-Krimi von Klaus-Peter Wolf, aber man dürfe nicht vergessen, dass er so viel mehr gemacht habe, so lese er etwa seine Hörbücher selbst ein. Es würde den Abend füllen, das alles aufzuzählen. Sie lobte Wolfs unermüdlichen Einsatz für seine Sache, und seine Leichtigkeit. Diese komme von der Geheimwaffe an seiner Seite: Bettina Göschl.
Beim ersten Wolf-Krimi, den sie gelesen hatte, sei sie überrascht gewesen, weil es "kein kuscheliger Nordseeroman" war, wie sie vermutet hatte. Hinter dem Deich lauere das Grauen, aber da sei auch immer jemand mit einer Taschenlampe, der den Weg zurück zeige. "Bleib so bodenständig, so kreativ wie du bist", rief Geismann Wolf zu – und überreichte ihm ein "goldenes Buch", ein eigens angefertigtes Unikat mit goldenem Titel und Farbschnitt von seinem ersten Ostfriesen-Krimi "Ostfriesenkiller" (2007). Von Anfang an seine Lektorin war Andrea Diederichs, auch sie war am Abend vor Ort.