S. Fischer Verlage

Eine imposante Marzipanrobbe für Klaus-Peter Wolf

5. Februar 2026
Matthias Glatthor

Frisch erschienen ist der 20. Ostriesenkrimi mit Ann Kathrin Klaasen von Klaus-Peter Wolf. Aus diesem Anlass lud S. Fischer zum "Jubel-Abend" mit dem Autor ins Frankfurter Verlagsgebäude ein. So war es.

Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl auf der Bühne bei den S. Fischer Verlagen

Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl auf der Bühne bei den S. Fischer Verlagen

Ein Millionenseller

Allein von Wolfs Ostfriesen-Krimis mit Ann Kathrin Klaasen konnte Fischer Taschenbuch mittlerweile über 6,5 Millionen Exemplare verkaufen. Die Reihe wird vom ZDF verfilmt, lockt jeweils Millionen vor die Bildschirme. Bislang sind laut S. Fischer seine Bücher in 26 Sprachen übersetzt und über fünfzehn Millionen Mal verkauft worden. Hierbei sind alle seine Bücher eingerechnet.

Am 26. Januar ist bei Fischer Taschenbuch der 20. Fall für Ann Kathrin Klaasen erschienen: "Ostfriesenerbe" – und gleich auf Platz 1 unserer Wochencharts eingestiegen.

Das goldene Buch für Klaus-Peter Wolf

Das goldene Buch für Klaus-Peter Wolf

Ein Unikat für Klaus-Peter Wolf

Der Verlag nahm das kleine Jubiläum zum Anlass für einen "Jubel-Abend", so formulierte es Nicole Geismann, Verlegerin Unterhaltung bei S. Fischer, mit seinem Erfolgsautor und seiner Frau Bettina Göschl. Zur musikalischen Krimilesung der beiden hatten sich am 2. Februar, abends um 19 Uhr, rund 100, 120 Fans in der Hedderichstraße 114, im Fischer-Verlagsgebäude eingefunden. Ein lebensgroßer Pappaufsteller von Klaus-Peter Wolf wies bereits am Eingang den Weg. Im Saal im ersten Stock wurden den Ankommenden Getränke gereicht und es gab einen Büchertisch – sowie einen weiteren Papp-Wolf, bevor man den echten herumwirbeln sah.

"Liebe Freunde des gepflegten Verbrechens", begrüßte Nicole Geismann die zahlreichen Gäste, sie freute sich, dass trotz Streik, in Frankfurt standen U-Bahnen und Trams still, so viele gekommen waren. Man feiere zwar den 20. Ostfriesen-Krimi von Klaus-Peter Wolf, aber man dürfe nicht vergessen, dass er so viel mehr gemacht habe, so lese er etwa seine Hörbücher selbst ein. Es würde den Abend füllen, das alles aufzuzählen. Sie lobte Wolfs unermüdlichen Einsatz für seine Sache, und seine Leichtigkeit. Diese komme von der Geheimwaffe an seiner Seite: Bettina Göschl.

Beim ersten Wolf-Krimi, den sie gelesen hatte, sei sie überrascht gewesen, weil es "kein kuscheliger Nordseeroman" war, wie sie vermutet hatte. Hinter dem Deich lauere das Grauen, aber da sei auch immer jemand mit einer Taschenlampe, der den Weg zurück zeige. "Bleib so bodenständig, so kreativ wie du bist", rief Geismann Wolf zu – und überreichte ihm ein "goldenes Buch", ein eigens angefertigtes Unikat mit goldenem Titel und Farbschnitt von seinem ersten Ostfriesen-Krimi "Ostfriesenkiller" (2007). Von Anfang an seine Lektorin war Andrea Diederichs, auch sie war am Abend vor Ort.

Anekdoten, Spannung und Songs

Dann war die Bühne frei für Klaus-Peter Wolf und Bettina Göschl. Wolf, mit blauem Hemd, roten Hosenträgern und Kappe wie auf den ausgehängten Plakaten, bedankte sich zunächst beim "wunderbaren Team von S. Fischer", ohne dieses wäre alles nicht möglich gewesen. Der bestens gelaunte Autor erzählte dann vor einer Regalwand mit Fischer-Titeln Anekdoten aus seinen Anfängen mit den Ostfriesen-Krimis (wer mehr wissen möchte, mag in sein ausführliches Nachwort in der gerade erschienenen Sonderausgabe des "Ostfriesenkiller" schauen) und las mit Tonlagen vom Flüstern bis fast Schreien Passagen aus seinem aktuellen "Ostfriesenerbe" vor, das Publikum, das sich offensichtlich auskannte im Ostfriesen-Krimi-Kosmos, reagierte öfter mit Lachern, war begeistert. Zwischen den einzelnen Lesestücken sorgten teils lustige Krimisongs, die seine Bettina Göschl mit Gitarre vortrug, für schöne Nuancen. Ein eingespieltes Duo. Alles wurde mit viel Beifall und zahlreichen Handy-Fotos und -Videos goutiert.  

Klaus-Peter Wolf begutachtet die Marzipanrobbe

Klaus-Peter Wolf begutachtet die Marzipanrobbe

Zum Abschluss eine süße Robbe

Schließlich kündigte Nicole Geisinger noch eine Überraschung an: Eine große Marzipanrobbe des realen Cafés ten Cate, Fans werden sowohl das Café als auch die kleineren Marzipanrobben aus den Ostfriesen-Krimis kennen, wurde hereingerollt, hiervon gab es für alle ein Stück für sofort oder den Heimweg. Schlange stehen war angesagt. Während Wolf fleißig seine Bücher signierte, betonte Verlegerin Nicole Geisinger im Gespräch, das es "super viel Spaß mache" mit Wolf zusammenzuarbeiten (verständlich bei den Auflagenzahlen, möchte man anfügen), und sie habe "Respekt, weil er sich so reinhängt".