Verlage

Steidl verlässt vorläufiges Insolvenzverfahren

24. Juli 2026
Redaktion Börsenblatt

Da dem Amtsgericht Göttingen zufolge die offenen Forderungen an den Steidl Verlag beglichen worden sind, wurde am 24. Juli das vorläufige Insolvenzverfahren beendet. Zudem gibt es Interesse von Investoren.

Gerhard Steidl neben einer Druckmaschine

Gerhard Steidl

Laut Arbeitsrechtler Sascha John, der einen großen Teil der Steidl-Mitarbeiter vertritt, waren Anfang des Monats noch mehrere Klagen bezüglich nicht oder verzögert bezahlter Gehälter sowie Sozialabgaben offen gewesen, berichtet der NDR. Auch die Günter und Ute Grass Stiftung hatte wegen wiederholter Zahlungsausfälle die Verwertungsrechte an Grass-Werken wieder zurückgeholt, wie das Börsenblatt berichtet hat.  Im Deutschlandfunk hatte Verleger Gerhard Steidl die wirtschaftliche Schieflage eingeräumt, das Auslandsgeschäft sei durch amerikanische Zölle und chinesische Zensur um die Hälfte eingebrochen. Die finanzielle Situation bessere sich, "wir sind mittlerweile über den Berg und kommen auch über die Runden", wird er im Deutschlandfunk zitiert. Inzwischen hätten sich zwölf Investoren gemeldet: "vier aus der Schweiz, drei aus den USA, zwei aus Singapur, einer aus Korea".