"Kaum ein Stein wird auf dem anderen bleiben"
Kostensteigerungen auf allen Ebenen, veränderte Konsumgewohnheiten, SoVa-Insolvenz und der Fachkräftemangel – die Verlagsauslieferungen manövrieren so robust wie möglich durch stürmische Zeiten.
Kostensteigerungen auf allen Ebenen, veränderte Konsumgewohnheiten, SoVa-Insolvenz und der Fachkräftemangel – die Verlagsauslieferungen manövrieren so robust wie möglich durch stürmische Zeiten.
Zwei Jahre Pandemie, bald zweieinhalb Jahre Ukraine-Krieg und zwischendrin noch die SoVa-Insolvenz. »Nichts ist mehr so wie vorher«, bringt es Bernd Weidmann, einer der Geschäftsführer der Werkstatt Verlagsauslieferung, auf den Punkt. »Wir müssen alle Kosten, Prozesse und Abrechnungsmodelle neu berechnen.« Die Energiekosten seien inzwischen zwar wieder gesunken, seien bei Gas und Strom aber immer noch doppelt so hoch wie vor dem Ukraine-Krieg.
Bei den Verlagsauslieferungen ist viel Druck auf dem Kessel. Hauptproblem sind laut Weidmann die explodierenden Personalkosten, der hohe Krankenstand und der Personalmangel. »In dieser Phase ist die Ladenpreisbindung im Buchbereich eine Belastung für uns. Während die Personalkosten seit 2019 um über 40 Prozent gestiegen sind, haben sich die Buchpreise nur homöopathisch erhöht.« Anders als im Non-Book-Bereich, wo es keine Preisbindung gibt, werde es ein paar Jahre dauern, bis sich der Markt dahingehend reguliert habe, glaubt er. »Verlage und Auslieferungen müssen dieses Problem zusammen angehen. Derzeit liegt die Hauptlast bei uns.«
Lesen und diskutieren Sie mit!
Die Kommentare sind nur für registrierte Benutzer sichtbar. Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich, wenn Sie noch kein Benutzerkonto haben.