Ehrungen

Ein Ehrenamt ist Gold wert

Zwei Auszeichnungen im Branchenparlament: Manfred Gast und Rainer Nitsche, seit vielen Jahren im Verband aktiv, sind heute mit der Goldenen Nadel des Börsenvereins geehrt worden.

Manfred Gast

Manfred Gast

Klein und besonders:die Goldene Nadel

Klein und besonders:die Goldene Nadel © Claus Setzer

Rainer Nitsche: Wendet sich mit dem Strauß an seine Mitstreiterin im Landesverband Berlin-Brandenburg

Rainer Nitsche: Wendet sich mit dem Strauß an seine Mitstreiterin im Landesverband Berlin-Brandenburg © Claus Setzer

Überrascht und erfreut: Ruth Klinkenberg

Überrascht und erfreut: Ruth Klinkenberg © Claus Setzer

Gast, Inhaber des Antiquariats Gast & Hoyer in Berlin, wurde dabei nicht nur für sein ehrenamtliches Engagement als Vorsitzender der AG Antiquariat gewürdigt, sondern vor allem für eine andere, eher stille Arbeit: Er ist Verhandlungsführer für den Arbeitgeberverband der Verlage und Buchhandlungen Berlin-Brandenburg: "Eine Aufgabe, die selten im Blickpunkt steht, aber von elementarer Bedeutung für uns alle ist", so Vorsteher Gottfried Honnefelder.

In seiner kleinen Dankesrede räumte Gast ein, dass es Buchhändler und Verleger durchaus in sich hätten: "Aber im Vergleich zu den Antiquaren sind sie immer noch pflegeleicht". Er hoffe, dass in seinen Berufsstand, der es zur Zeit sehr schwer habe, wieder mehr Einigkeit einziehe – und die Antiquare vom Börsenverein auch weiterhin unterstützt würden. 

Ebenfalls ausgezeichnet wurde heute Rainer Nitsche (Transit Verlag), vier Jahre lang Vorsitzender des Landesverbands Berlin-Brandenburg und Mitstreiter der zurückliegenden Verbandsreform. Er warf einen Blick zurück, auf seine Anfangszeit im Landesverband, als ihm der Große Hirschgraben in Frankfurt noch wie eine "Schlangengrube" vorgekommen sei. Bis er die Erfahrung machte, dass auch mächtige Konzernvertreter sich mit einer einfachen Stulle im Aktenkoffer für die Sitzungen im Buchhändlerhaus rüsteten.

Ein Ehrenamt, so Nitsche, habe er nicht zuletzt deshalb angenommen, "um sich unauffällig dem Buchhandel zu nähern". Als Berliner Sortimenter zur 750 Jahr-Feier der Stadt eine Gemeinschaftsbuchhandlung organisierten, stand Nitsche einige Stunden lang mit hinter der Ladentheke, drückte statt 50 Euro noch zwei Nullen mehr in die Kasse, ohne Komma: "Der Jubel am Abend kannte keine Grenzen: Damals habe ich gelernt, dass Buchhändler vor allem dann aus sich herausgehen, wenn die Umsätze sprunghaft ansteigen".

In seiner Dankesrede kombinierte Nitsche genau den Ernst und Witz, den ihm Honnefelder in seiner  Laudatio attestiert hatte. Denn am Ende appellierte der Verleger an die Kollegen, die föderale Struktur des Verbands nicht einfach aufzugeben: "Unsere weltweit einzigartige Buchlandschaft lässt sich nur mit vitalen Landesverbänden erhalten."

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