Buchtage Berlin

"Wir haben einiges vor. Ich will es anpacken – und Ihr?"

"Die Märkte von morgen waren das Thema der diesjährigen Buchtage im Berliner Congress Center und ich durfte als Teilnehmerin des Nachwuchsparlaments in diesem Jahr das erste Mal dabei sein" – ein Erfahrungsbericht von Margret Hahn, die ab September eine Ausbildung zur Medienkauffrau beim Verlag de Gruyter beginnt.

Margret Hahn

Margret Hahn © privat

Am Donnerstag eröffnete Gottfried Honnefelder, Vorsteher des Börsenvereins, den Kongress und begrüßte alle Teilnehmer im Saal. Dieser riesige und moderne Raum ließ alle Redner sowie das Podium wie kleine Playmobilfiguren erscheinen, von der Decke hing eine Leinwand, so groß wie eine Kinoleinwand, darauf kamen die Präsentationen von Dorothee Ritz, General Manager Consumer & Online Deutschland, und Sven Fund, Geschäftsführer des Wissenschaftsverlags Walter de Gruyter,  sehr gut zur Geltung, die zunächst mit "Impulsen aus der Wirtschaft" neugierig auf mehr machten.

Während der Mittagspause nutzte ich die Gelegenheit, Kontakte zu den anderen Nachwüchslern der Branche zu knüpfen, bis das Nachwuchsparlament von Holger Volland, dem Moderator der Buchtage, einberufen wurde. Auf dem Podium äußerten sich: Gottfried Honnefelder, Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, und Monika Kolb-Klausch, Bildungsdirektorin des Börsenvereins und Geschäftsführerin des Mediacampus Frankfurt, sowie Andreas Foth von der Osiander Buchhandlung Tübingen und Katharina Scholz, wiedergewählte Nachwuchssprecherin, zu folgenden Fragen: Was ist Veränderung in der Buchbranche? Welche Erwartungen hat der Nachwuchs an die Branche und welche Anforderungen stellen die Unternehmen der Buchbranche an ihren Nachwuchs?

Interessante Meinungen

Immer wieder sprach Herr Honnefelder von den „hungrigen Plattformen“ und zitierte dabei Dorothee Ritz. Des Weiteren vertrat er die Meinung, dass man sich an Entwicklungen anpassen müsse. Dieser Meinung konnte ich nur kopfnickend zustimmen und in meinen Augen sah das Frau Kolb-Klausch genauso. Sie äußerte ihre Wünsche an den Nachwuchs, der neugierig, anpassungsfähig und wissenshungrig sein sollte. Damit konnte ich mich gut identifizieren und das freute mich, weil ich ab September beim internationalen Wissenschaftsverlag de Gruyter meine Ausbildung zur Medienkauffrau beginnen werde.

Nachdem Katharina Scholz die Wahl des Nachwuchssprechers eindeutig für sich entscheiden konnte, ging es in kleinen Gruppen auf Verlagsexkursion. Wie ein Bestseller entsteht, lernten wir beim Ullstein Verlag, am Beispiel des Romans "Rattentanz" von Michael Tietz. Uns wurde anschaulich erklärt, wie ein Titel entsteht, denn "Rattentanz" wurde leider kein Bestseller. Nach einer langen Büchernacht ging es am Freitag weiter mit den Nachwuchsworkshops.

Social Media

E-Books, Social Media & Co. – rechtliche Risiken und wie man sie vermeidet: Darüber wollte ich mehr wissen. Na ja, alle Neugierigen und Wissenshungrigen unter den Zuhörern, mich eingeschlossen, wussten im Allgemeinen schon über die Rechtslage bei der Verwendung von Bildern, Texten etc. auf Facebook und Co. recht gut bescheid. Aber Detailfragen konnten in diesem Workshop trotzdem gut geklärt werden. Mit der abschließenden Rede von Nachwuchssprecherin Katharina Scholz am Nachmittag in der Hauptversammlung gingen die Buchtage für mich und alle anderen Nachwüchsler zu Ende. Ich freue mich schon auf die Buchtage im nächsten Jahr.

Ich denke, es gibt viel Arbeit auf den Märkten von morgen, und das ist doch etwas Gutes, wir haben einiges vor. Ich will es anpacken – und ihr?

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3 Kommentar/e

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  • Katharina

    Katharina

    Liebe Marget,

    ein schöner Beitrag von dir. Vielen Dank für diese Zusammenfassung. Ich werde demnächst wieder einen Newsletter mit dem erweiterten Verteiler rumschicken....damit wir über einen Namen bei Facebook abstimmen können. Falls du Ideen hast, immer her damit ;-).

    Liebe Grüße
    Katharina

  • Katharina

    Katharina

    Margret (da ist mir das zweite R abhanden gekommen ;-) )

  • Hanna Hartberger

    Hanna Hartberger

    Natürlich werde auch ich anpacken! Aber ob ich nächstes Jahr nochmal zu den Buchtagen komme, bezweifle ich im Moment. Es war ganz nett, ja, aber,wie Hr. Casimir und Hr. Ulmer schon an anderer Stelle anmerkten, war es das dann auch - aus so viel Branchenkenntnis an einem Ort hätte man doch spannende und anregende Diskussionen herausholen können!

    Meine Meinung zum Nachwuchsprogramm: Insgesamt fand ich die Diskussion und unsere anschließende Versammlung viel zu kurz angesetzt! Einen Teil wichtiger Themen konnten wir anschneiden, aber für eine ausführliche Auseinandersetzung blieb kein Raum. Außerdem bin ich mit der Konstellation, den Nachwuchs Azubis und Studenten nicht zu differenzieren, nicht ganz glücklich. Natürlich sind wir alle der Nachwuchs, aber Azubis haben ganz andere Ideen, Wünsche und Probleme als wir Studenten. Mit Katharina haben wir glücklicherweise eine Nachwuchssprecherin, die beide Seiten kennt und vertritt, aber ich fühlte mich schon auf Grund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Studenten etwas unterrepräsentiert und auch in der Diskussion nur teilweise wahrgenommen.

    Aber trotz der vielen Kritik bin ich gespannt auf die Facebook-Gruppe und hoffe, dass Katharina im folgenden Jahr viele Weichen für uns stellt!

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