Vortragsreihe

Das Buch in den Medien

Der Fachschaftsrat Buchwissenschaft des Instituts für Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat für das Wintersemester 2010/11 eine Vortragsreihe zum Thema "Das Buch in den Medien“ organisiert.

Hierzu haben die Studenten Referenten aus Verlagen, Medienunternehmen und Bibliotheken eingeladen, um die aktuellen Entwicklungen auf dem Buchmarkt zu beleuchten. Die Referenten berichten unter anderem über die Entwicklung von Apps, die Nutzung sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter durch Verlage oder die Verfilmung von Büchern. So wird Johanna Rachinger, Direktorin der Österreichischen Nationalbibliothek, über die Digitalisierung ihrer Bestände berichten.


„In der letzten Zeit werden immer häufiger die Konkurrenz der Medien zum Buch diskutiert“, sagt Julia Striegel, Buchwissenschaftsstudentin und Organisatorin der Vortragsreihe. „Ob sich digitale und gedruckte Medien nicht eher gegenseitig bereichern oder gar ergänzen, statt miteinander zu konkurrieren, wollen wir in unserer Vortragsreihe erörtern.“ Eine wichtige Forschungsfrage der Buchwissenschaft ist, ob das Buch in der heutigen Form Bestand haben wird. „Wir sind gespannt, welche Standpunkte uns die Referenten aufzeigen
und wie die Perspektiven für den Buchmarkt aussehen“, sagt Buchwissenschaftsstudentin Silke Bischof.


Die Vortragsreihe findet vom 2. November bis zum 8. Februar 2011 immer dienstags um 18 Uhr im Philosophicum der Universität Mainz, Raum P 204 statt.

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1 Kommentar/e

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  • H. Kraft

    H. Kraft

    ,Das Buch in den Medien` ist sicher eine interessante Vortragsreihe im Wintersemester 2010/2011 im Studiengang Buchwissenschaft der Johannes Gutenberg -
    Universität in Mainz.
    Wichtig wäre auch der Gesichtspunkt zu einer Rückführung von jungen Menschen zu einem wieder richtigen Lesen mit einem Buch. Denn digitale Geräte u. a. tragen sicher einmal dazu bei, dass jüngere Leser keinen richtigen Bezug zum Buch bekommen werden.
    Dass Bücher und digitale Geräte sich gegenseitig ergänzen, ist zweifelhaft. Jüngere Leute fahren eher auf die neuen Trends unserer schnellen Zeit ab.
    So wird es dann auch mit dem Schreiben und mit dem Verstehen von literarischen Texten sein.
    Das Verfassen eines mit der Hand geschriebenen Briefes bereitet ja schon jetzt Schwierigkeiten, weil eben alles mit dem Pc geht.
    Das sprachliche Verständnis und der Zugang zu Texten aus der Dichtung, besonders von frühen Jahrhunderten, könnte sich langsam erschweren, weil es eben auch daran fehlt, dass sich der sogenannte moderne Mensch in diese Literatur nicht mehr so hineinversetzen kann.
    Eine Rückbesinnung zu den Quellen, auch in der Dichtung, wäre also zu überdenken. Die sprachlichen Mittel sind noch da, nur sollten wir als Lehrende und Lernende bemüht sein, uns vom Buch in seiner haptischen Form nicht ganz verabschieden zu wollen.
    Beides könnte in einem sinnvollen Rahmen genutzt werden. Es sollte nicht alles einseitig übertrieben werden.
    Auf der einen Seite die digitale Form der Medien und auf der anderen Seite das Buch. Dies könnte eigentlich im sich wandelnden Wissenschaftsbetrieb unserer Gegenwart noch möglich sein. Ein Versuch wäre es wert, denn es ist leider auch festzustellen, dass es an der richtigen Kommunikation der Sprache bei den Menschen untereinander fehlt. Mir scheint es gerade so, dass der Mensch, vor allem durch die digitale Welt, die eigentliche Benutzung seines Sprechens langsam verlernen wird. Unterhaltungen mit dem anderen Menschen, z. B. auf der Straße, werden schwieriger. Moderne Medien fördern gerade die Anonymität in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Ein Buch kann aber immer noch zu einem kleinen literarischen Gespräch zwischen zwei Lesern einladen und trägt somit zu einer zielgerichteten vernunftgemäßen Kommunikationsfähigkeit bei.
    H. Kraft, München

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