Hugendubel-Entscheidung in Hannover schlägt Wellen

Kassiererinnen werden durch Zeitarbeiter ersetzt

Die acht Kassiererinnen der Hugendubel-Filialen in Hannover sollen zum 31. Dezember gekündigt und durch Mitarbeiter einer Zeitarbeitsfirma ersetzt werden. Gewerkschaften und die Linke protestieren gegen diese Maßnahme.

Der "Hannoverschen Allgemeinen" zufolge zeigte sich ver.di-Gewerkschaftssekretärin Juliane Fuchs überrascht, die auf eine Lösung bei Gesprächen zwischen Geschäftsführung, Betriebsrat und ver.di-Anwalt gehofft hatte. Sie prüft weitere juristische Wege und berichtet über Versuche des Unternehmens, über Einkommensabsenkungen zu verhandeln. Die Spitzendkandidatin der Linken in Niedersachsen, die Bundestagsabgeordnete Jutta Krellmann, sprach von "Lohndrückerei, denn der Mindestlohn in der Leiharbeit liegt unter dem der Kassiererinnen". Die Linke-OB-Kandidatin für Hannover, Maren Kaminski, versicherte der Hugendubel-Belegschaft Unterstützung, um "sich gegen dieses skandalöse Vorgehen zur Wehr zu setzen".

Wie Hugendubel auf Anfrage von boersenblatt.net mitteilte, habe sich die Geschäftsleitung "vor dem Hintergrund der gravierenden Veränderungen in der gesamten Buchbranche dazu entschlossen, den Kassenbereich in den beiden Filialen in Hannover künftig an einen Dienstleister zu vergeben." Es sei eine "schwierige Entscheidung" gewesen, die man jedoch im Juli in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern getroffen habe. Die Belegschaft sei jederzeit über alle Schritte informiert gewesen. "Die kontroverse Diskussion, die öffentlich jetzt dazu geführt wird, hat innerhalb der Belegschaft so nicht stattgefunden", versichert die Geschäftsleitung in München. "In den Filialen herrscht Übereinstimmung darüber, dass die Entscheidung für den Erhalt des Standorts Hannover notwendig ist. Für die acht betroffenen Mitarbeiter haben wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern individuelle und angemessene Lösungen erarbeitet."

Laut "Hannoversche Allgemeine" dementierte Hugendubel am Dienstag Gerüchte unter den Mitarbeitern, nach denen "die nicht so stark frequentierte Filiale in der Ernst-August-Galerie geschlossen werden könnte". Es gebe keine derartigen Pläne, wurde der Unternehmenssprecher zitiert. Auch an der Filiale in der Bahnhofstraße halte Hugendubel fest.

Lesen Sie zum Thema auf boersenblatt.net auch den Meinungsbeitrag "Träumt weiter!" von Martina Bergmann.

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52 Kommentar/e

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  • E-Leser

    E-Leser

    Dafür ist Zeitarbeit eigentlich nicht gedacht gewesen!

    Die Kassiererinnen erhalten künftig also weniger Gehalt als spanische Saisonarbeiter für ungelernte Tätigkeiten bei einem führenden Onlinehändler und die Rente kommt später vom Sozialamt.

    Die Blöße würde ich mir an Stelle von Hugendubel nicht geben, zumal die Geschäftsleitung sicherlich in keinster Weise irgendeine Firmenloyalität erwarten kann.

  • Martina Bergmann

    Martina Bergmann

    Ich finde das nicht gut. Prekäre Arbeitssituationen sind sowieso doof, und prekäre Arbeitssituationen nehmen uns stationären Anbietern auch eins der stärksten Argumente gegen Amazon.

  • Nachdenkliche

    Nachdenkliche

    Der Hugendubel-Geschäftsführung scheint der ehemals gute Ruf der Firma mttlerweile egal zu sein, demnächst werden in der Presse sicher weitere Nachrichten über Tarifflucht und Lohndumping auftauchen, da ist wohl einiges in Planung bei Hugendubel. Die Mitarbeiter können einem leid tun. Ob das alles der Kundenbindung dienen wird?

  • Martin Strunk

    Martin Strunk

    ...und die Zeitarbeiter erhalten dann wahrscheinlich weniger als die Amazon-Mitarbeiter. Wer war hier nochmal der Böse?

  • Urgestein

    Urgestein

    So viele Kassierer/innen gibt es schon gar nicht mehr in Hugendubel-Filialen..., das war übrigens mal ein typischer Job für studentische Aushilfen...
    Schon längst stehen häufig sogar Abteilungsleiter -mitunter stundenlang- hinter den Kassen, so fehlt diesen wiederum die Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben.

    Bin ich froh, dass ich vor schon vor Jahren bei Hugendubel "die Biege" gemacht habe- und zwar freiwillig!

    Ich habe noch viel Kontakt zu ehemaligen Kollegen dort in verschiedenen Filialen, und was die so vom Arbeitsalltag und der Unternehmens"kultur" berichten, ist traurig und zugleich ärgerlich.
    Die Unzufriedenheit vieler (vielleicht nicht aller..., den einen oder anderen Zufriedenen wird es schon noch geben) zieht sich übrigens quer durch die Hierarchieebenen.

  • Naive

    Naive

    Dieser Missbrauch von Zeitarbeit ist unertraeglich, gibt es da nicht rechtliche Sanktionsmoeglichkeiten?

  • Der Übersetzer

    Der Übersetzer

    ".... Für die acht betroffenen Mitarbeiter haben wir gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern individuelle und angemessene Lösungen erarbeitet......"

    Heißt übersetzt: Die Mitarbeiter verlieren ihren Arbeitsplatz durch Kündigung.

  • Katharina Neuner

    Katharina Neuner

    Ich weiss, dass der Betriebsrat gegen eine Kündigung der Kassiererinnen war - nur mal so.

    Leute tut was!

    Ich finde es schlimm, dass Hugendubel Werkverträge schliesst und Leute billigst abspeist.

    Das ist ja wie zu Zeite der Industrialisierung!

    Fürchterlich!

  • Knallharter Businessbuchhändler

    Knallharter Businessbuchhändler

    @ Naive

    "...Dieser Missbrauch von Zeitarbeit ist unertraeglich, gibt es da nicht rechtliche Sanktionsmoeglichkeiten?..."

    Im Falle von rechtlichen Sanktionen gegen Zeitarbeit würden viele Unternehmen vermutlich gar keinen Arbeitsplatz mehr anbieten bzw. überhaupt Mitarbeiter einstellen.

  • Leute

    Leute

    @ Katharina Neuner

    "...Leute tut was!..."

    Was denn?

  • Buchhändler

    Buchhändler

    Zeitarbeiter, neue Mitarbeiter für die Kasse ,die nicht mehr klingeln. 8 alte müssen gehen. Was läuft denn hier ab? Ich habe so viel Wut. Frechheit . Kommt jetzt jetzt Hugendubel nach Weltbild? Die ersten Vorboten der Inzolvenz??

  • Buchhändler

    Buchhändler

    Sorry, Schreibfehler -Insolvenz. Ist wohl die Aufregung.

  • rehse

    rehse

    Herr Hugendubel dürfte sich im Grabe umdrehen, wenn er sehen würde, was seine Kinder darbringen. Statt gegen amazon zu kämpfen, bekämpfen sie ihre eigene Belegschaft. Dümmer geht es nimmer.

  • Amazonkunde

    Amazonkunde

    Tja, ich weiß schon warum ich bei Amazon kaufe, die bezahlen vernünftigen Lohn!

  • Dirk Scholze

    Dirk Scholze

    „Hannover an oder von der Leine“ ?

    Oh, da hat aber die Geschäftsführung von Hugendubel ihre in- oder externen Controller von der Leine gelassen. Was ist passiert? Acht Personen des Kassenpersonals werden entlassen und mit Hilfe eines Personaldienstleisters durch schlechtbezahlte Externe ersetzt. Bravo !!!
    Geschätzte Kostenreduzierung durch diese (grandiose) Maßnahme pro Mitarbeiter(in) und Monat ca. € 300 macht p.A. in toto € 28.800 - und schon ist das Unternehmen saniert!
    Wer so etwas vorschlägt und dann auch noch umsetzt, hat schlicht und ergreifend nicht mehr alle Tassen im Schrank.

    Schon einmal etwas von der Kundenbindung am sogenannten „Point of Sale“ gehört?
    An der Kasse müssen, wie es bisher auch bei Hugendubel der Fall war, Profis stehen. Die Kunden trennen sich hier von Ihrem „höchsten Gut“ und haben dabei das Recht, dass Ihnen auch dieser Vorgang angenehm gestaltet wird. Sie werden es Ihnen danken, indem sie zum nächsten Bücherkauf wiederkommen.

    Liebe Controller wo waren Sie, als der Flächengrößenwahn, auch in Ihrem Unternehmen, das non plus Ultra war. 50qm weniger in guter Lage anzumieten, hätte mehr „gespart“ als die jetzige Verabschiedung von ihren professionellen und für das Unternehmen äußerst wichtigen Kassenmitarbeitern.

    Ich vermute, das Heinrich Hugendubel, wen er von diesem Vorgang Kenntnis erlangt, sich nicht nur im Grabe umdrehen wird – er wird rotieren!

    Dirk Scholze
    Betriebsberater für den Sortimentsbuchhandel
    Oldenburg

  • Martina Bergmann

    Martina Bergmann

    Ich finde die Appelle an Heinrich Hugendubel nekrophil und albern. Das ist ein Rekurs auf Zeiten, die vergangen sind. Die Frage ist ja, welche Arbeitsmodelle sind zugleich so flexibel für den Arbeitgeber und so auskömmlich für den Arbeitgeber, dass es beiden Seiten hilft. Zeitarbeit halte ich hier nicht für das probate Mittel. Da ist ja noch einer zwischen, der auch sein Geld verdienen möchte - Der Zeitarbeitsvermittler. Dessen Ertrag durch zwei an beide jeweils hälftig: Das würde ich sinnvoll finden.

  • Martina Bergmann

    Martina Bergmann

    Schreibfehler - Flexibel für den Arbeitgeber und auskömmlich für den Arbeitnehmer.

  • H. Kraft

    H. Kraft

    zu 16. Dirk Scholze
    Besten Dank für Ihre Ausführungen.
    Ich sehe dies auch so. Dies alles gibt jetzt kein gutes
    Bild von Hugendubel.
    H. Kraft

  • hugy
  • stylo

    stylo

    Hugendubel schluckt Schmorl, Habel und Weiland - und dann ist kein Geld mehr da, um die Mitarbeiter fair zu bezahlen, stattdessen Entlassungen und Erpressung zum Lohnverzicht. Unfassbar! Wie schamlos darf ein Unternehmen agieren?

  • veraten und verkauft

    veraten und verkauft

    Nur einmal so zur Info ! Werkverträge bei Discounter und Baumärkten - 6,50 Euro Brutto die Stunde ! Renomierte Buchhandlung in Göttingen sucht aktuell über Jobbörse kundenorientierten und flexiblen (auf Abruf) Mitarbeiter für 6,- Euro, brutto, die Stunde. Welche Qualität darf man da erwarten, wird gefordert bei diesem Gehalt ? Fakt ist: Selbst Amazon zahlt mehr als manch eine unabhängige Buchhandlung. Also bittschön, einfach mal den Ball flachhalten und in die eigenen Reihen blicken. Wie wär es mit einem Mindestlohn auch für Buchhändler/innen ??
    Der Buchhandel stirbt voller Selbstmitleid und hat so garnichts begriffen. Willkommen in der Gegenwart.

  • Buchhändler

    Buchhändler

    @amazonkunde -dieser hat von nichts eine Ahnung und belästigt uns mit seinen Troll Kommentaren . Das ist so nervig-such dir bitte eine andere Plattform, deinem Niveau entsprechend. Danke

  • Dr.med.Dietrich Furkert

    Dr.med.Dietrich Furkert

    Es wird höchste Zeit , dass es für Buchhändler/innen einen festen Lohn oberhalb von 12 € /h gibt! Wie sollen sie sonst ihrer Profession und wohltuenden Aufgabe:"Die Buchhändlwer/innen sind die Hausärzte der Seele " nachkommen.Kommerz verschlingt alle guten Geister Nie werde ich bei Hugendubel oder Amazon kaufen !!!

  • Epilady

    Epilady

    # 22

    Der Buchhandel bashed ständig Amazon und zahlt seinen eigenen Leuten deutlich!! unter Mindestlohn. was für eine heuchlerische Branche!

  • Fleischworscht

    Fleischworscht

    Thread 22

    Für 6 Euro brutto/ Stunde erwartet der Buchhandel eine topqualifizierte Fachkraft die zu den Besten der Besten der Besten gehört. Schließlich zahlt der Buchhändler das Top-Gehalt nicht umsonst. Da muss auch eine Top-Leistung her.

  • Spundekaes'

    Spundekaes'

    That, diese Branche, die immer nur die Besten der Allerbesten will:
    Auszubildende im Sortiment sollen meistens Abitur haben, die Verlage fordern selbst bei Jobs in Vertrieb und Verkauf ein abgeschlossenes Hochschulstudium..., aber das alles bitte fuer 'nen Appel und 'nen Ei.
    Ueberheblich!!

  • Michael Nardelli

    Michael Nardelli

    Äh, merkwürdig! Im Buchhandel ist doch alles gut, oder? Machen uns jedenfalls der Börsenverein und andere Branchen-"Experten" glauben. Auch für den Buchhandel gilt: Man muss immer davon ausgehen, dass das Gegenteil der Fall ist als verkündet wird. Cui bono? Den Hintermännern der großen Konzerne. Die stopfen sich nämlich nach wie vor die Taschen voll. Warum lassen sich die Menschen das bloß immer noch gefallen? Oder wollen sie sogar belogen und geknechtet werden?

  • Ehemalige Mitarbeiterin

    Ehemalige Mitarbeiterin

    Was bin ich froh, dass ich nicht mehr in diesem Unternehmen arbeite! Ich glaube kaum, dass diese für die Geschäftsführung eine "schwierige Entscheidung" war und ich glaube erst recht nicht, dass die betroffenen Mitarbeiter mit dieser Vorgehensweise übereinstimmen. Meiner eigenen Erfahrung nach werden die "kleinen" Angestellten -sprich, die Buchhändler, sprich das Herz der Filialen- bei der Geschäftsführung überhaupt nicht angehört. Hier geht es nur noch um wirtschaftliche Interessen, der Mensch, sowohl der Kunde als auch der Buchhändler, zählt bei Hugendubel scheinbar nichts mehr. Eine fatale Haltung, die irgendwann zum Untergang führen wird, früher oder später. Weiland, Habel und Deuerlich wäre es besser ergangen, hätten die Münchner sie nicht geschluckt. Einzelne Filialen müssen sich jetzt Zeitarbeiter, Entlassungen und wer weiß was noch alles gefallen lassen. Und ist mal jemandem aufgefallen, dass es anscheinend nur ehemals Weiland bzw. jetzt Schmorl betrifft? Diese Sanierungspläne sind Gift für jene Geschäfte, die früher aufgrund ihrer lokalen Verankerung noch Kunden binden konnten. Jetzt, mit dem oberhalb des Mains unbekannten und seltsamen Namen über der Türe und den immer neuen Hiobsbotschaften aus München werden sich auch die letzten treuen Kunden irgendwann abwenden. Wünschen tue ich das meinen Ex-Kollegen nicht, die Mitarbeiter bemühen sich nach wie vor um jeden Kunden. Aber was soll man machen, wenn man von der Geschäftsführung ständig unter Druck gesetzt wird? Wie soll man da noch motiviert zur Arbeit gehen? Ein angenehmes Arbeitsklima herrscht im Hause Hugendubel schon lange nicht mehr und ich persönlich bin heilfroh, dass ich mir das nicht mehr antun muss.

  • enttäuschte Mitarbeiterin

    enttäuschte Mitarbeiterin

    Maximilian und Nina Hugendubel und ihr Personal-Geschäftsführer Thomas Nitz haben in den letzten Jahren die Unternehmenskultur in dieser Firma völlig ruiniert. Loyalität, Wertschätzung, Vertrauen (ehemals wichtige Werte bei Hugendubel) - das ist alles verschwunden, und niemand bemüht sich, das wiederherzustellen, es ist ihnen scheinbar auch völlig egal. Das Unternehmen ist innerlich tot. Der nächste kühne Schritt der Strategen ist die Absenkung der Gehälter an vielen Standorten. Ohne Gegenleistung.

  • Isabella

    Isabella

    Hugendubel, sind das nicht die, die ihre Mitarbeiterinnen mal als "Regalschlampen" bezeichnet haben? Da war doch was...

  • Branchenkenner

    Branchenkenner

    Genau die. Und Thomas Nitz bezeichnet die Belegschaft übrigens auch gern als "Humankapital".

    Angesichts solcher unternehmerischer Repressionen fehlen mir wieder einmal die Worte. Und jetzt auch noch weitere 4 Jahre Merkel, also auch künftige ideale Bedingungen für den voranschreitenden Ausbau der Zwei-Klassen-Gesellschaft ... armes Deutschland.

    Ich wünsche den Kassierer/innen bei Schmorl (für mich ein unauslöschbarer "Marken"-Name im deutschen Buchhandel) jedenfalls persönlich alles erdenklich Gute.

  • Verkaufnix

    Verkaufnix

    Demnächst wird es dann bei Hugendubel wie bei Real und Ikea Selbstbedienungskassen geben. Dann Selbstbedienungsberatung, dann Selbstbedienungsbestellung und am Ende (Mancher auch früher) wird man sich fragen, warum man nicht gleich im Internet bestellt. Die Stärke jedes Einzelhandelsunternehmens sind die Fachkompetenz seiner Mitarbeiter, das Ambiente im Laden (oder meinetwegen Outlet), das Angebot und die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen. Das alles ergibt zusammen eine Einheit, ein stimmiges Bild und damit mindestens einen Grund, sich aus dem Sessel zu erheben und im Laden einzukaufen. Die Entwicklung bei Hugendubel erscheint mehr den Regeln des Discounters zu folgen. Möglichst schlankes - gut gängiges - Angebot und immer mehr Aufgaben outsourcen. Der Einkauf wird gleichgeschaltet und die Aufgabengebiete für die Mitarbeiter in den Läden (Verkauf) werden immer langweiliger. Es ist doch nicht falsch, wenn ausgebildete Buchändlerinnen und Buchhändler auch mal an der Kasse sitzen und darüber auch sehen, was die Kunden denn so einkaufen. Gleichzeitig sind an den Kassen dann auch kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Fragen beantworten können. Wieviel spart man denn an den Kolleginnen und Kollegen, die jetzt durch Zeitarbeit ersetzt werden? Und wieviel zerstört man dadurch? Dieses "Konzept" geht m.E. in die falsche Richtung. Hugendubel macht sich immer mehr austauschbar und damit überflüssig. Schade!

  • Regalschlampen-Freund

    Regalschlampen-Freund

    Die Firma Hugendubel schmückt sich auf ihrer Internetseite mit dem Logo des Best Brands Award 2012.

    Zitat aus dem Buchmarkt vom 10.02.2012: „Wir sind sehr stolz, im hochkarätigen Teilnehmerfeld diese hervorragende Platzierung belegt zu haben, und danken allen Mitarbeitern, die im Unternehmen an diesem Erfolg mitgewirkt haben“, sagte Nina Hugendubel, geschäftsführende Gesellschafterin der Buchhandlung Hugendubel, im Rahmen der Gala, die im Hotel Bayerischer Hof stattfand.

    Als weiteres Dankeschön für die gute Arbeit und den guten Service werden jetzt Mitarbeiter entlassen, die Arbeitszeiten verlängert und gleichzeitig die Gehälter der Mitarbeiter abgesenkt.
    Wie erbärmlich ist das denn!
    Am besten sollten jetzt alle Betroffenen Dienst nach Vorschrift machen.

  • Buchhändler

    Buchhändler

    @verkaufnix hat mal wieder alles richtig geschrieben und den Nagel getroffen. Ich als Buchhändler bin gerne an der Kasse und habe einige Kunden freundlich und fachgerecht beraten und ich hoffe das unsere Firma noch lange bestehen bleibt. Bei uns werden die Mitarbeiter fair behandelt und ich bin stolz darauf in diesem Familienunternehmen zu arbeiten.

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    Und diese Politiker, die so fett gemästet, sie fallen ja auch jetzt weich, weil wir, die Wähler, sie endlich davongejagt haben - tönen noch immer hölzern gegen MINDESTLÖHNE. SANKTIONEN gegen Menschenausbeuter sollte das Ziel einer neuen APO sein, dringend nötig, in diesem Land der einlullenden Merkel, zu Unrecht als "Mutti" bezeichnet. Wenn schon, dann Stief-Mutti. Wo bleibt das Gesetz gegen all diese Rückgriffe auf das 19. Jahrhundert? Vielleicht sollte man auch mehr TWITTERN...)) damit diese neue Schandtat bekannt wird, nicht nur hier, im Nähkästchen...Man könnte in die Tischkante beißen, vor Wut über diese Menschenschinder.

  • MisterHomn

    MisterHomn

    Es ist in vielen Branchen so, und es werden immer mehr: Zeitarbeit, Werkverträge, Billiglöhner. Doch zu viele Leute verschließen die Augen davor. Aber bald kommt das Modell in allen Bereichen an.

    Normalerweise sollte man daher eine Zeitarbeitsfirma gründen. Es gibt so viele davon, und anscheinend ist es kein Problem, wenn noch mehr entstehen.

    Zitat: "Dieser Missbrauch von Zeitarbeit ist unertraeglich, gibt es da nicht rechtliche Sanktionsmoeglichkeiten?"

    Unsere Politik von Rot, Grün, Schwarz und Gelb hat es doch so gewollt. Ursprünglich war Leiharbeit dau gedacht, Produktionsauslastungsspitzen abzufangen, ohne neue Mitarbeiter einstellen zu müssen. Für diese Flexibilität sollten die Zeitarbeiter den gleichen Lohn plus Bonus bekommen. Denn die Firmen müssen dadurch ja keine Neueinstellungen tätigen. Und bei wenigen großen Vermittlern als Zeitarbeitsagenturen wäre das auch für diese profitabel.

    Es ist anders gekommen. Es wird missbraucht, und das schon mindestens ein Jahrzehnt. Siehe der Fall in der Wahlarena und Merkels heuchlerische Antwort.

    Ja, es gibt Firmen, die haben ihre eigenen Zeitarbeitsfirma als Tochter, die trägt sogar den offiziellen Firmennamen. Nur um Geld zu sparen, und den Leuten weniger zahlen zu müssen. Aber das wird toleriert, leider auch vom Großteil der Wähler, wie man wieder gesehen hat. Doch irgendwann ist es auch für die zu spät.

    Zitat: "Im Falle von rechtlichen Sanktionen gegen Zeitarbeit würden viele Unternehmen vermutlich gar keinen Arbeitsplatz mehr anbieten bzw. überhaupt Mitarbeiter einstellen."

    Genau. Weil sich Arbeit auch von alleine macht. Oder? Wenn die Firma Gewinn macht, aber meint, dass für sie nicht genug rausspringt, das der Gewinn maximiert werden könnte – dann bitte, Firma auflösen und Lotto spielen oder sonstwas.

    Wenn das Geschäftsmodell ohne Hungerlöhne nicht funktioniert, dann weg damit. Es ist ein schlechtes Geschäftsmodell!

    Immer das Märchen von "Ach, dann gibts halt keine Arbeit für euch, wenn ihr den Lohn nicht akzeptiert." – Dieser Spruch bei einer Karikatur mit einem Sklaventreiber, das wäre doch was.

  • Lesie&Sprachie

    Lesie&Sprachie

    @MisterHomn

    Absolut 100pro mit Ihnen! Als ich nach meinem Studium eigentlich - ehe ich mich von den Sendern "einfangen" ließ, meinen Jugendtraum mir erfüllen wollte, nun endlich und tatsächlich nichts anderes werden zu wollen, als Schriftstellerin, und auf einem guten Weg war, arbeitete ich, um mich über Wasser zu halten, für ADIA INTERIM und ein paar andere, kleinere Zeitarbeitsfirmen. Es waren interessante Jobs, nicht schlecht bezahlt, und ich sah "live" in eine Berufswelt von Firmen, die der Unizeit weit entfernt und absolut inspirierend. Meine ersten größeren Sendungen, ich bin schon etwas älter, widmeten sich auch all diesen "Arbeitsmarkt-Themen". Damals wurde ja auch das sogenannte "Arbeitsförderungsgesetz" aus der Taufe gehoben, und ich titelte in einem Hörfunk-Feature:"Aufstieg auf Staatskosten?" Um zu analysieren, dass es natürlich keinen Aufstieg auf Staatskosten gab. Die Bildungsabschlüsse wie eh und je undurchlässig, und "gefördert" wurden auch nur wie eh und je, jene, die bereits relevante Abschlüsse besaßen. Der ungelernte Arbeiter, die junge Mutter ohne Berufsausbildung, sie konnten auch durch das so "gefeierte" AfG - Arbeitsförderungsetz nicht "aufsteigen". Stattdessen gab es bestenfalls "Berufsausbildungsbeihilfen" für Jugendliche , die keinen richtigen Schulabschluss besaßen, statt der Chance, diese Abschlüsse durch das AfG nachzuholen. Damals galt das "neue Medium Zeitarbeit", um es einmal so auszudrücken, als eine Chance, des eigenen "Zwischenparkens", wenn man noch nicht genau wußte, wohin des (beruflichen) Wegs, und, wie gesagt, ich habe interessante Phasen und Einblicke erlebt, damals ware die Entlohnung auch noch eine, die man eine als solche bezeichnen konnte. Dass dann das sogenannte AfG - Arbeitsförderungsgesetz - immer mehr seinem Namen spottete, hingegen mehr und mehr zu einer Form der Repressalie GEGEN den Arbeitnehmer ausartete, stieß seinerzeit - heute kaum noch vorstellbar - auf harschen Widerstandt in den Landesarbeitsämtern selbst. Heute ist die "Zeitarbeit" - eben keine "Arbeit auf Zeit" - für eine bestimmte Zeit, sondern, so erscheint es mir, sozusagen der Ersatz für den doch noch bekämpften 1-Euro-Job, mit dem sich die Verräter am Volke - Rot-Grün - sich einer Industrie an-prostituiert hatten, und nicht von ungefähr ist einer aus der AGENDA2010-Ära, namens Clement, endlich aus der SPD gefeuert, er ging zuletzt angeblich freiwillig, der seinerzeit das berühmt-berüchtigte "Doppel-Ministerium" unter Schröder and friends innehatte, heute einer der Ober-Macker der Zeitarbeits-Lobbyisten.

    Das Wahlergebnis zeitigt für mich einen minimalen Sieg des Aufbegehrens eines Minderheit. Aber dass Stief-Mutti Merkel so hoch "gewonnen" hat, ist ein Trauerspiel ohne Ende und lässt nicht darauf hoffen, dass der Total-Missbrauch des einstigen Begriffs der ZEIT-Arbeit - noch einmal eine Wandlung erfährt. Eigentlich wußte man, "wer" Merkel ist, wenn man denn wach war, als sie seinerzeit, noch als "Kohls Mädchen" bezeichnet, gerade doch Kohl in die Pfanne gehauen hat. Nicht, dass ich Kohl unterstützte oder so, alles nicht meine Ausrichtung, aber im Grunde hatte Merkel ihren Großgönner kaltblütig verraten und damit ihren eigenen "Aufstieg" installiert. Was können wir tun? Was - ? Hinnehmen - und "weiter so" - auf keinen Fall. Wir haben doch einen Kopf , um zu denken.

  • Rick

    Rick

    Natürlich eine unfassbare Sache,keine Frage! Aber: Dienst nach Vorschrift und lange Gesichter verbessern keinen Umsatz,keinen Rohertrag und keinen Deckungsbeitrag! Leute,der Markt ist im Umbruch! Reisst euch zusammen und wenn der Umsatz stimmt,gibt es auch Budgets für Studijobs. Obschon der angekündigte Lohn unter aller Kanone ist,muss dennoch berücksichtigt werden das das goldene Zeitalter vorbei ist und das Geld einfach nicht da.

  • Lesie und Sprachie

    Lesie und Sprachie

    Hi Rick, mein PC ist online, und während ich in der Küche mitten in der Nacht noch was koche, weil hungrig und auch Gedanken scheinen hungrigt zu machen, blicke ich von Zeit zu Zeit - claro! auf den PC und finde die neuen Infos vor.
    So auch Ihren Kommentar. Ja, Stimmt. Aber, das frage ich mich doch immer - "Wo" bitteschön, ist denn das Geld hingewandert? Es ist DOCH da! Wenn man FORBES und so liest, da blühen doch die Millionäre und Milliardäre wie Blüten im Sumpf - ist denn der Preis für die Kultur - und Bücher sind Kultur! was denn sonst! - so totalemente abhanden gekommen? Liegt es an den "Supermärkten" des Buchhandels, die die kleinen süßen Lädchen abgelöst haben? Kann nicht sein. Glaub ich nicht. Denn da werden ja auch die Lese-Lounges angeboten, und, wie in Berlin, in der Wilmersdorfer, hoch oben im Hugendubel, falls noch existent, ein Café, die Leute sind nett und freundlich - könnte es denn sein, und das ist meine Sicht, subjektiv, aber auch "empirisch", wenn man sich so umschaut, zum Beispiel in der deutschen Politik - dass die KULTUR insgesamt absolut minimalisiert, um nicht zu sagen, "atomisiert" worden ist? Wir sind seit Jahren mit der "Rettung der Banken" konfrontiert, ohne, dass wir Durchschnitts-Normalos, ohne Aktien oder traders an den Börsen, letztendlich das alles kapieren, was da abgeht, und auch nicht, dass - ah..! Europa - l'Idée grandiose! als wir 18 waren, und an den bereits verkauften, aber noch nicht ganz verramschten Küsten der Costa Brava uns als die "Jugend des Pazifismus", des "après guerre" verstanden, ohne Vorbedingungen, ohne Vorbehalte, ohne Vorurteile, dank guter Schulbildung uns bereits in diversen europäischen Sprachen miteinander waren - niemals, nunca! hätten wir da gedacht, dass "Europa" einmal, wie heute, ein Konglomerat des krassen Kapitalismus geworden ist? Der Norden reich - der schöne Süden - verarmt? Und was sich daraus entwickelt? Wir lasen all die internationalen Schriftsteller und Philosophen. Unseren Camus, unseren Sartre, unseren Kafka, vielleicht auch einen Proust unterm Arm, die englischen Dichter nicht zu vergessen, und natürlich auch - wir blickten weiträumig, so wurde es uns an den Gymnasien der Nachkriegszeit gelehrt, weit-weit über die Ozeane - liebten das moderne Theater eines Eugene O'Neill und eines Tennessee Williams, auch wenn Brecht ihn hasste, im amerikanischen Exil - weil er daselbst unerfolgreich und T. Williams ihm zu süßlich - meine Güte, wir LEBTEN durch unsere Bücher -
    und - schauen wir uns um - die Schrumpfung der Literatur-Sendungen im Fernsehen! Alles auf die früher so prominente und hochkritische TTT-Sendung des Hessischen Rundfunks vom Namen her reduziert, statt der Vielfalt der einzelnen Sender: die zwar irgendwo im Absprann noch auftauchen, aber das vielfältige Bild, die vielfältigen Sendungen sind auf Entertainment eines Herrn Moor geschrumpft, und auch die früher so bekannte Sendung des Hess. Rundfunks, wie "BÜCHER- BÜCHER!" Alles weg vom Flimmer. Die Kultursendungen der ARD-Sendungen - wo sind sie hin? Wieso gibt es noch die Sender, aber offenbar doch die Kultur nur auf einen einzigen Sender inzwischen hauptsächlich reduziert, namens D-Radio-Kultur. Was wiederum eine Machtstellung und Reduzierung zugleich der Kultur-Autoren beinhaltet?
    Die Kultur in der Politik findet nicht statt. Wir müssen beginnen, aufzumucken. Nicht mehr - nur Kitas, Steuern-rauf-oder-runter- - als ob es sonst im Leben nichts mehr gäbe - Wir müssen für den ERHALT der KULTUR auf die Barrikaden. Ehe sie wieder zuletzt noch anfangen, die Bücher zu verbrennen. Wenn schon die Billigst-Zeitarbeiter, auch Menschen, die sich sicher auch schämen, andere zu verdrängen, und selbst von dem Hungerlohn ja gar nicht leben können, sich vielleicht noch von den argen ARGES drangsalieren lassen müssen - Wir müssen anfangen -richtig zu protestieren! Für UNSERE KULTUR - : KULTUR UND LEBEN - statt BANKEN und BÖRSEN! Bonne nuit.
    Oh, es riecht aus der Küche angebrannt. Und die Katze schaut alarmiert. Zut alors, die Uhr überhört, vor Aufregung.
    Falls Text fehlerhaft, schnell geschrieben und hungrig! Hungrig nach Rettung der Kultur...des Menschseins...please-please. Lasst uns Wege finden, den reinen Kommerzialismus dieser Bundespolitik aus Berlin zu durchbrechen!

  • Angestellte Buchhändlerin

    Angestellte Buchhändlerin

    Meine Erfahrung (2002) mit Zeitarbeit im Buchhandel: Mir wurde eine Stelle angeboten (Krankheitsvertretung mit ev. Übernahme, wenn diejenige nicht mehr zurückkäme). 2 Stunden hin und auch wieder 2 Stunden zurück (hätte akzeptiert), 40 Stunden. Die Dame sagte mir direkt "Sie wissen, ja ich brauche Ihnen nicht wesentlich mehr, als das Arbeitsamt Ihnen zahlt, zu geben". Nach Abzug meiner Fahrkarte hätte ich dann 50,- mehr gehabt, als mein Arbeitslosengeld. Gott sei Dank ergab sich dann eine andere Stelle....Komisch, dass manche Leute mittlerweile 1 oder 2 Nebenjobs haben. Aber ich wäre für den Staat aus der Arbeitslosenstatistik schon einmal raus gewesen. Aus der Not heraus nimmt man so etwas an und es wird dann gesagt, na ist doch ein tolles System, der Angestellte scheint das doch ok zu finden, die Firmen sowieso, der Staat bessert seine Statistiken auf. Und der Angestellte kann ja noch viiiiiel Geld abzwacken um seine Minirente zu optimieren.
    Vollzeit im Buchhandel ist rar geworden, Teilzeit üblich und nun kommt auch noch Zeitarbeit! Aber bitte alles hoch motiviert,am besten mit Hochschulabschluß, vieeeel Erfahrung, unter 30 und was sonst noch gewünscht wird. Ich wünsche mir nur eine nach Tarif bezahlte Vollzeitstelle, biete Erfahrung und Einsatzbereitschaft. Will einfach von meinem Beruf leben und meine Rente bekommen. Wunschträume sind das anscheinend geworden...

  • Zum Glück raus aus dem Buchhandel..!!!

    Zum Glück raus aus dem Buchhandel..!!!

    @ Angestellte Buchhändlerin

    "... Ich wünsche mir nur eine nach Tarif bezahlte Vollzeitstelle.. Will einfach von meinem Beruf leben und meine Rente bekommen. Wunschträume sind das anscheinend geworden..."

    -> Das sind in der Tat Wunschträume geworden. So etwas wird es in Zukunft im Buchhandel nicht mehr geben!

  • gewissenlose Mitarbeiterin

    gewissenlose Mitarbeiterin

    Die Forderung nach tariflicher Bezahlung gefährdet angeblich die Existenz des Unternehmens Hugendubel. So jedenfalls äußern sich die Geschäftsführer und versuchen damit, die Belegschaft bei ihrem "Gewissen" oder Verantwortungsgefühl zu packen und zum Lohnverzicht zu zwingen. Und verschwenden natürlich keinen Gedanken daran, dass die Arbeitsbelastung für den einzelnen Mitarbeiter durch die Kündigungen in den vergangenen Jahren und die starke Flexibilisierung der Arbeitszeit stark zugenommen und schon die Schmerzgrenze erreicht hat. Das ist respektlos.

  • M. H.

    M. H.

    In Hannover hat sich ein grosser Teil der Hugendubel-Belegschaft "freiwillig" zu Lohnabsenkung bei gleichzeititiger Mehrarbeit verpflichten lassen. Warum nur? Und warum werden die Tarife in Bayern nicht angetastet?

  • veraten und verkauft

    veraten und verkauft

    Kluge und durchdachte Kommentare ! ! Hoffentlich bewegt sich etwas ! Allerdings möchte ich warnen. Raus aus dem sinkenden Schiff Buchhandel, eine gute Idee. Aber wo landet man, als Ü-45 ? Als Quereinsteiger, als überqualifizierter Bücher/innen Guru. Ohne so richtig Ahnung von Office, Controlling, Exxel und der erbarmungslosen, maximal-gewinnorientierten Welt draussen? Selbst Zeitarbeitsfirmen winken ab. No-Go! Ihr lebt doch auf einer "Blümcheninsel", könnte was dran sein ! .Was könnt ihr eigentlich noch, ausser Bücher, und Beratung für Bücher? Herzlich wenig! Service, Beratung und Qualität wo wird dies noch gefragt und gesucht? Natürlich im Baumarkt. Aber haben wir von Kippdübbeln Ahnung? Stellen im Einzelhandel, eigenständiges Denken erwünscht, wo sind sie? Mein Tip: Erfahrung irgendwo ausserhalb des Buchhandels bei noch so beknackten Jobs (Lager, Call-Center und Co.) sammeln, bei Bewerbungen Buchhandlungserfahrung flach halten.
    Das hilft nämlich garnix und für alles offen sein. Wie sagte mein jetziger Chef: Nagut Sie kommen aus dem Buchhandel aber sie haben immerhin viel anderes gemacht.
    Saldo: Der Buchhandel und ist KEIN gutes Aushängeschild um in einer anderen Branche zu landen.

  • Hessi James

    Hessi James

    @

    "...Saldo: Der Buchhandel und ist KEIN gutes Aushängeschild um in einer anderen Branche zu landen...."

    "Touch down", vollkommen korrekt....!!

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    @ - hier also live zwischen Hoffnung und Verzweiflung und totaler Hoffnungslosigkeit..? "Buchhandel kein gutes Aushängeschild, beruflich?" Wer sich einem "Chef" gegenübersieht, der so etwas von sich gibt, dem sollte man eine knallen, damit der aus seiner Borniertheit aufwacht.
    Wie sieht es mit den Gewerkschaften aus, im Buchhandel-Bereich? Tut sich da nichts? Kann man die nicht wach-küssen? Sind schon scheintod, oder?

  • Buchhändler

    Buchhändler

    @46
    Welches Klischee möchten Sie denn bedienen? Die meisten Buchhändler, gerade auch als Unternehmer, haben heutzutage mehr Ahnung von Office, Controlling und Excel (nicht Exxel) als die meisten Baumarktmitarbeiter von Kippdübeln (schon wieder ein Klischee). Buchhändler sind eben auch Händler, damit ist ihnen die "gewinnorientierte Welt da draußen" nicht fremd. Trotzdem ist es schön keine Butter und Milch, sondern eben Bücher zu verkaufen. Das eröffnet zumindest theoretisch die Möglichkeit über den Merkelschen Tellerrand hinauszuschauen

    Mein Tipp an Sie: Weniger frustriert sein!

  • Buchhändler

    Buchhändler

    sorry an @46 Lesie und Sprachie. Es war natürlich @44 verraten und verkauft gemeint.

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    @47 - "Buchhändler" -

    Ich bin ganz und gar nicht aus der Buchbranche. Ich solidarisiere mich "nur" total, gegen das, was mit Menschen gemacht wird, und insbesondere in einem Bereich, ohne den wir in Wahrheit doch nicht auskommen können, - das Buch, die Kultur, das Wissen der Welt, die Dichtung, etc. pp. Nein, Sorry "Buchhändler" - auch wenn Sie eine Vor-Commentatorin korrigieren mit "Exel", statt "Exxel" - es passiert beim schnellen Schreiben schon mal ein Tippfehler, mir oben auch, übrigens - was wollen Sie aber wirklich ausdrücken? Ich verstehe nicht ganz. Hier werden keine Klischees bedient. Es geht darum, dass das Prinzip "Schleckerfrauen" wie ein Bi-Ba-Butzemann - herumgeht. Meist sind es Frauen, die an den Kassen sitzen. Und jetzt noch finanziell "unterboten" werden (und weiterhin sollen).

    Die Branche muß ihr Selbstbewußtsein ausspielen. Sich klein und noch billiger machen, also auf Lohn verzichten etc. - hat schon den OPEL-Arbeitern nix geholfen. Wurden nur prächtig ausgebeutet.

    Auch Angestellte wollen leben. Und der Besitzer sollte erkennen, dass er ohne gute Kräfte aufgeschmissen ist, auf lange Sicht.

  • Buchhändler

    Buchhändler

    Sorry, liebe Lesie & Sprachie, nochmal: Sie waren nicht gemeint. Ihre Beiträge liegen ganz auf meiner Wellenlänge. Ich mag nur nicht, wenn beim Buchhändler-Beruf immer die selben Klischees bedient werden.
    Und ein Seitenhieb (´Exxel´) muß bei soviel Schwarzweißmalerei erlaubt sein. Auch ich bin nicht perfekt in Rechtschreibung u. beim schnellen Kommentieren unterlaufen einem durchaus einmal Fehler, da haben Sie recht.

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    @Buchhändler - ...))) Schon versanden. Kein Problem! Da hatten sich die mails just überschnitten.
    Wie geht es denn nun weiter in Hannover..???????

  • Lesie & Sprachie

    Lesie & Sprachie

    oh, Pardon - da hatte sich gerade ein t verflüchtigt..."verstanden" sollte es heißen...und nicht "versanden"....))

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