Penguin Random House

Bertelsmann will alles

Dass Bertelsmann den Verlag Penguin Random House am liebsten komplett übernehmen möchte, ist seit Längerem bekannt. Nun berichtet Reuters unter Bezug auf Insider, dass das Unternehmen einen Private-Equity-Partner zur Unterstützung sucht − falls Miteigner Pearson einen schnellen Ausstieg anstrebt.

Bertelsmann habe die Spekulationen nicht kommentiert, so Reuters weiter. Pearson betonte gegenüber der Agentur dagegen erneut, dass man die Option eines Verkaufs der Anteile prüfen werde, aber wohl nicht vor 2017. Ob ein möglicher Verkauf der Anteile komplett oder in einzelnen Schritte erfolgen könnte, sei ebenfalls offen, zitiert Reuters einen Insider. Der Anteil von Pearson an Penguin Random House (47 Prozent) sei laut Analysten rund zwei Milliarden Euro wert.

Bertelsmann suche einen Private-Equity-Partner, vermutet Reuters, weil man die Summe für einen Komplettkauf offenbar nicht allein stemmen könne. Der Ausbau des Bildungsgeschäfts sei an sich schon eine finanzielle Herausforderung. Schon beim Umbau des Musikrechteunternehmens BMG hatte sich Bertelsmann vorübergehend einen Investor (Kohlberg Kravis Roberts; KKR) an Bord geholt.

Hintergrund

Im Oktober 2012 hatten Pearson und Bertelsmann die Bildung von Penguin Random House vereinbart. Dabei wurde im Vertrag festgelegt, dass Pearson frühestens nach drei Jahren (d.h. im Oktober 2015) seine Anteile an Bertelsmann verkaufen dürfe. Im September sagte Pearson-CEO John Fallon gegenüber Bloomberg TV, dass man diese Option derzeit nicht ziehen wolle.

Der Bertelsmann-Vorstand Thomas Rabe hatte Ende August gegenüber dem "Manager Magazin" geäußert, sein Unternehmen würde im Idealfall Penguin Random House am liebsten komplett übernehmen (wie schon früher geäußert: "Bertelsmann will mehr von Penguin Random House"). Das "Manager Magazin" hatte damals spekuliert, dass Rabes Etat für Investitionen bei der Verlagsgruppe Penguin Random House lediglich ausreiche, um auf 70 Prozent aufzustocken.

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