Folgen der KNV-Insolvenz

Buchhandlung Bärsch sammelt für Verlage

Eine Gesprächsrunde in Frankfurt zu einem lokalhistorischen Thema, mitorganisiert von einer Buchhandlung. So weit, so normal. Das Ungewöhnliche: Statt Eintritt zu verlangen, ruft die Buchhandlung zum Spenden auf – um kleinen Verlagen den Rücken zu stärken. Diese leiden unter den Folgen der KNV-Insolvenz.

© kum

„Viele unabhängige Verlage geraten hierdurch in existentielle Not und die Branche schaut zurzeit einer recht ungewisse Zukunft entgegen“, sagt Buchhändlerin Jasmina Djordjevic, Inhaberin der Buchhandlung Bärsch (mit Standorten in Flörsheim, Frankfurt und Kirchheimbolanden). Der Grund: Die Rechnungen aus dem Weihnachtsgeschäft kann die insolvente KNV-Gruppe aktuell nicht zahlen, vor allem kleinen Verlagen, die ihre Polster durch das VG-Wort-Urteil verloren hatten, fehlt nun die Liquidität. Das zieht Kreise: Verlage sind zum Beispiel mit Verzichtserklärungen auf ihre Autoren zugekommen.

„Zurzeit sollte sich die Buchbranche sich nicht nur mit den Verlagen solidarisch zeigen, sondern aktiv werden. Jetzt gerade geht es vorrangig darum, dass Verlage ihre Rechnungen bezahlen können“, so Djordjevic gegenüber boersenblatt.net.

Zur Veranstaltung:

Die Buchhandlung Bärsch präsentiert zusammen mit dem Bund für Volksbildung Frankfurt am Main eine Gesprächsrunde mit Karl-Gerhard Seifert und dem Moderator Klaus Reichert (hr1). Immer noch ist die Zerschlagung der Hoechst-AG Ende der 90er in diesem Stadtteil mehr als präsent, dokumentiert im Buch „Goodbye Hoechst“ das vor kurzem im Societäts Verlag erschienen ist.

Samstag, 6.April um 14 Uhr im „Neuen Theater Höchst“. Um Anmeldung in der Buchhandlung Bärsch unter der Telefonnummer 069/3140320 wird gebeten.

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3 Kommentar/e

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  • Donata Kinzelbach

    Donata Kinzelbach

    Danke für die Sympathie-Bekundung für kleine Verlage. Es ist schön, dass unsere Situation so noch einmal mehr Öffentlichkeit erfährt. Wer will, dass die Vielfalt auf dem Buchmarkt weiterlebt, der sollte diese und ähnliche Aktionen unterstützen - und Bücher kaufen. Das ist, was wir wirklich zum Überleben brauchen.

  • A. Seeboth

    A. Seeboth

    Was uns kleinen Verlage, zumindest die, die auf der Leipziger Buchmesse ausstellen wirklich helfen würde, wenn wir auf der LBM selbst am Messestand kassieren dürften. 38% pro Buch sind viel und ich weis von vielen Kollegen, denen es wie uns geht, das sie gerade noch die Rechnung für Leipzig bezahlen können und dann vor dem AUS stehen.

  • Donata Kinzelbach

    Donata Kinzelbach

    Stimmt, aber das interessiert niemanden wirklich.

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