Antiquariat

Blumensprache in Drucken und Handschriften

Das Antiquariat Sander in Dresden hat kürzlich einen Verkaufskatalog "Deutscher Selam. Blumensprache in Drucken und Handschriften des 19. und 20. Jahrhunderts" ausgegeben.

Der von Torsten Sander vorgelegte Katalog enthält 18 sorgfältig beschriebene Nummern, darunter ein privates Album "Verstehst Du die geheime Bedeutung zu finden / Wenn Liebe und Schüchternheit Blumen Dir winden?" und Eugenie Mayers "Die Blumensprache oder Deutung der Blumen, Blüten und Blätter in Versen und Sprüchen für Liebende und Freunde" in der um 1886 erschienenen vierten Auflage.

Sander schreibt zu seinem Angebot:

"Blumensprache als eine besonders reizvolle, vor allem im Orient verbreitete Form der Zeichensprache unter Liebenden oder sich nahestehenden Menschen erfreute sich in Europa besonders im 19. Jahrhundert großer Beliebtheit. Mit Blumen, aber auch anderen Pflanzen oder ihren Teilen ließ man sich ohne Worte Botschaften zukommen. Sowohl Farbe und Anzahl wie Art und Weise der Präsentation waren mitbestimmend für die damit verbundene Aussage.

Voraussetzung, dass der Empfänger diese Botschaften auch verstand, war, die mit den einzelnen Blumen verbundene symbolische Bedeutung zu kennen. Dafür standen verschiedene Kompendien zur Verfügung, welche wie ein Wörterbuch bei der Entschlüsselung halfen.

Mit dem Einzug moderner Kommunikationsmittel gerieten die Blumensprache bzw. ihre Symbolik im 20. Jahrhundert zunehmend in Vergessenheit. Lediglich die Redewendungen 'etwas durch die Blume' bzw. etwas 'unverblümt' zu sagen, sind uns heute noch geläufig.

Auch wenn sich die Kommunikation mittels Blumensprache vielleicht nur im privaten Rahmen wiederbeleben lässt, üben die im beigefügten Katalog angezeigten Bücher und Handschriften nach wie vor eine große Faszination aus. Sie vermitteln auf eindrückliche Weise einen Eindruck von dem damals verbreiteten, über Botanisches hinausgehenden Naturverständnis. Aber auch für Botaniker bietet die Blumensprache sicher interessante Entdeckungen. So ist etwa zu fragen, welche Blumen und Pflanzen überhaupt Verwendung fanden oder unter Umständen auch wieder aus dem Alphabet verschwanden?"

Da der Katalog derzeit noch nicht auf der Website des Antiquariats Sander steht (siehe hier), hängt am Fuß dieser Notiz ein vollständiges PDF an.

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