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Die Signale, die wir senden

Körpersprache ist wichtiger als das gesprochene Wort, weiß Monika Matschnig. In ihrem Buch zeigt sie, wie man die nonverbale Kommunikation im Job gewinnbringend einsetzt.    MARCUS SCHUSTER

Vorstellungsgespräche, Präsentationen, Verkaufsverhandlungen – ja, im Prinzip der gesamte Arbeitsalltag mit den Kollegen: Wir sind laufend gefordert, uns bestmöglich zu verkaufen. Das erfordert einen bewussten Umgang mit unserem Körper. Denn »wenn wir es nicht schaffen, ihn überzeugend einzusetzen und auf die Signale des Gegenübers passend zu reagieren, bringt uns auch der beste Inhalt nichts. Die Körpersprache bestimmt zu etwa 80 Prozent den Gesamteindruck, den andere Menschen von uns haben, unabhängig von der Situation.«

Das Urteil von Monika Matschnig mag ernüchternd sein für alle, die versuchen, eher mit Kompetenz und Fachwissen zu punkten. Doch wer dabei nicht souverän wirkt, wird weniger erreichen. In ihrem neuen Buch »Körpersprache. Macht. Erfolg. Wie Sie andere im Beruf überzeugen und begeistern« (GABAL, 224 S., 25 Euro) zeigt die ehemalige österreichische Volleyballnationalspielerin und Diplom-Psychologin, wie man Haltung, Gestik, Mimik und Stimme, den eigenen »Körpersprache-Wortschatz«, für unterschiedliche Anlässe am Arbeitsplatz professionell optimiert.

Beispiel Vorstellungsgespräch: Auch dort ist der nonverbale Auftritt viel entscheidender als das, was wir sagen oder nicht sagen. Matschnig empfiehlt eine Balance aus körperlicher Spannung und Entspannung. Eine gute Vorbereitung hilft der mentalen Einstellung, und die wiederum beeinflusst die Körpersprache. Vom Blickkontakt über den Händedruck (»ein Bewerber mit einem kurzen, festen Händedruck hat größere Erfolgschancen als ein zu schwacher oder zu starker Händeschüttler«) bis hin zur Stimmlage geht sie auf alle Faktoren ein, die letztlich darüber entscheiden können, ob man den Job bekommt oder nicht.

Mit Fotos veranschaulicht die führende Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz selbst, wie bestimmte Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke wirken. Übrigens nicht nur beim persönlichen Treffen, sondern auch in den sozialen Netzwerken, wie Matschnig schreibt. Daher sollte die Selbstpräsentation bereits dort durchdacht sein, da Berufs- und Privatleben heute vielfach miteinander verschmelzen.

Bei allen Bemühungen kommt es letztlich auf die Emotionen an. Sie transportieren Authentizität und Glaubwürdigkeit, ob im Vorstellungsgespräch oder in einer Verkaufssituation. Wer den Job nicht um jeden Preis möchte, wer nicht an einen erfolgreichen Abschluss mit einem Kunden glaubt, wird scheitern. Das ist die gute – oder vielleicht auch schlechte – Botschaft aus Matschnigs Buch: Wirkungsvolle Körpersprache lässt sich nicht manipulieren. Aber erlernen. 

© Katrin Bernhard

MONIKA MATSCHNIG

Die Autorin (Jahrgang 1974) lebt, was sie lehrt. Die ehemalige Leistungssportlerin und diplomierte Psychologin ist seit über 15 Jahren mit ihrem Unternehmen »WIRKUNG. IMMER. ÜBERALL« als führende Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz international erfolgreich und wurde bereits vielfach ausgezeichnet. Sie hält mehr als 100 Vorträge pro Jahr und veranstaltet Seminare für mehr Wirkung. In ihren Seminaren sorgt sie dafür, dass jeder mit seinem Auftritt brilliert. Sie doziert an mehreren Universitäten und ist gern gesehener Gast in TV-Talkrunden.

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