Benefiz-Lesung in Dresden

Mehr als 3.300 halfen Voland & Quist

Die KNV-Insolvenz hat unabhängige Verlage stark getroffen. Voland & Quist hatte deshalb eine Solidaritätslesung in Dresden anberaumt. Sie war ein voller Erfolg: 3.300 Besucher kamen.

Große Solidarität

Große Solidarität © Voland & Quist

"Bei uns betraf es 12 % unseres gesamten Buchjahresumsatzes. Razupaltuff!, würde manch ein Beuteltier sagen, unsere Stimmung: desaströs", fasste Verleger Leif Greinus die Situation zusammen. Dann regte ein Dresdner Magazinmacher eine Neuauflage von Marc-Uwe Klings Lesung in der Jungen Garde 2014 an, als Benefizveranstaltung für Voland & Quist. Der Verlag trommelte trotz Urlaubszeit die Autoren André Herrmann, Julius Fischer und Marc-Uwe Kling zusammen und bangte, denn in der Jungen Garde haben mehr als 4.000 Menschen Platz. "Was, wenn das nach hinten los geht? Wo sollen denn bitte 4.000 Leute herkommen, wenn halb Dresden am selben Tag bei Roland Kaiser mitschunkelt?", so Leif Greinus heute in seinem Facebook-Blog.

Aber es läuft gut für die Benefiz-Lesung: Mehr als 3.300 Besucher kamen "und beklatschen drei fantastische Autoren. Sechs Verlagsmenschen sitzen hinter der Bühne und sind sehr, sehr glücklich." Nach Abzug aller Kosten beziffert der Verlag 30.000 Euro Überschuss, "das ist immerhin die Hälfte unseres Verlustes. Und da aus der Insolvenzmasse außerdem noch Bücher im erweiterten Eigentumsvorbehalt liegen (kompliziert, kompliziert), können wir die Pleite erst mal abhaken."

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2 Kommentar/e

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  • Dorothea Thomé

    Dorothea Thomé

    Das freut mich! Schön wäre es aber insgesamt für uns kleine Verlag, wenn die dreimonatige Zahlungspause auf ein oder zwei Monate verkürzt würde! Dann könnten gar nicht so hohe Ausfälle (wie erlebt) passieren. Wäre das nicht eine wichtige Schutzmaßnahme???

  • Manfred Keiper

    Manfred Keiper

    "Es gibt nichts Gutes außer man tut es!" Herzlichen Glückwunsch und Chapeau! Es lohnt sich einfach nicht, den Kopf in den Sand zu stecken.

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