Antiquariat

Keine ZVAB-Paketmarken mehr

Anbieter auf der Plattform können ab dem 28. September über das ZVAB keine DHL-Paketmarken zu Sonderkonditionen mehr bestellen.

Auf Anfrage von boersenblatt.net teilt das Unternehmen mit: "Unser Partner DHL hat uns darüber informiert, dass wir zukünftig keine vergünstigten Paketmarken mehr erhalten werden. Dies hat zur Folge, dass wir das ZVAB Paketmarken-Programm zum 28. September 2019 einstellen müssen. Wir werden uns auch weiterhin darum bemühen, Verkäufer auf vielfältige Weise zu unterstützen."

In einer gestern verschickten E-Mail an die ZVAB-Anbieter heißt es weiter: "Uns ist der Nutzen dieses Services für Sie sehr bewusst. Wir entschuldigen uns daher für die entstehenden Unannehmlichkeiten."

Neue Paketmarken können nach ZVAB-Auskunft noch bis 27. September zu vergünstigten Konditionen bestellt werden. Bereits gekaufte Paketmarken können weiterhin verwendet werden.

Einige Stimmen von Antiquaren, natürlich ohne Anspruch auf Repräsentativität:

  • "Ich verwende die Paketmarken seit 1 Jahr nicht mehr, seit die DHL ihre mangelhafte und abnehmende Qualität in der Zustellung durch ihre *Rücksendeentgelte* zu kompensieren sucht. Da ich nicht kalkulieren kann, ob eine Zustellung 5,- Euro oder 14,- Euro kostet [bei Rücksendung und Neuversand] waren die Marken nicht mehr attraktiv. Insofern war dieser Schritt zu erwarten und ist nicht dramatisch. Es gibt sehr gute und preiswerte Alternativen zur DHL im Inlands-Paketbereich [über 2 kg]: Hermes und UPS. Die einen sind günstig und zuverlässig, die anderen teuer und sehr zuverlässig."
  • "Bei der Post zentralisiert man fröhlich weiter. Was erwartet man von einem Weltkonzern, der nicht einmal in der Lage ist, für seine Warenpost-Sendungen eine gescheite Datenmaske zur Verfügung zu stellen, in der Straßennamen mit mehr als 20 Buchstaben eingetragen werden können? Und letztlich funktioniert die Melkmaschine ZVAB vulgo ABEBOOKS vulgo AMAZON ja auch ganz hervorragend ohne Dienstleistungen für diese lästige Antiquarsbrut. Am Ende aller Tage aber wird eine Posaune mit dem Spruchbanner FULLFILLMENT BY AMAZON erschallen …"
  • "Ich beziehe meine Paketmarken von der Genossenschaft [der Internet-Antiquare]. Da ist meine Firma aufgedruckt."
  • "Das Einstellen des Paketmarkenprogramms ist ein weiterer Schritt hin zur Bedeutungslosigkeit des ZVAB als Antiquariatsplattform. Für Händler ist der Schritt ohnehin ohne Bedeutung, da genügend Alternativen zum preiswerten Einkauf von Paketmarken vorhanden sind."

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5 Kommentar/e

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  • Hans - Joachim Schulz

    Hans - Joachim Schulz

    ...wenn man bedenkt, dass, - auch wenn immer betont wird, die Post sei privatisiert, was de facto bullshit ist - die Post nach wie vor unter staatlicher Kontrolle steht und eigentlich die Interessen derjenigen (wir alle) vertreten sollte, die ihre Existenz erst möglich machten!!!!

  • Frieder Weitbrecht

    Frieder Weitbrecht

    Dies ist doch in GUTER Grund, in die Genossenschaft antiquariat.de einzutreten. Dort gibt es weiterhin Paketmarken, sogar mit eingedruckter Firma. Also : auf gehts in die Genossenschaft

  • Daniel Osthoff

    Daniel Osthoff

    Das ist ja wohl ein Kampf zwischen Giganten: amazon (!) und dhl. Gut, dass es noch die GIAQ gibt!

  • Volker Carstensen

    Volker Carstensen

    Wenn es die Freeway Marken bei anderen Buchportalen immer noch gibt, deutet das wohl darauf hin das AbeBooks das aus irgend einem Grund nicht mehr will, sonst hätte DHL doch wohl auch anderen Buchportalen den Vertag gekündigt.

  • Dr. Andreas Kleemann

    Dr. Andreas Kleemann

    Ein Preisskandal bei DHL (Preiserhöhungen bis zu 40% für Büchersendungen zum 1.1.2019 ) und die Unfähigkeit (oder Unwilligkeit?) beim "neuen" ZVAB, detaillierte Versandkostenoptionen wieder zutreffend nach Gewicht zu staffeln, (so wie das früher beim "alten" ZVAB war), im Verbund mit klar zurückgehenden Verkaufszahlen bei der Amazon-Tochter lassen für Antiquare tatsächlich die Frage aufkommen: Lohnt sich das Online-Modell ZVAB tatsächlich noch mit seinen fixen Einstellgebühren, seinen starren Strukturen und komplizierter Benutzeroberfläche?

    Booklooker wird immer attraktiver für Käufer und Anbieter und gewinnt durch die Integration der privaten Anbieter eben immer mehr Marktmacht und scheint drauf und dran, dem Amazon-ZVAB den Rang abzulaufen.

    Mich würde nicht wundern, wenn es in zwei bis drei Jahren das ZVAB gar nicht mehr gibt. Denn auch ebay, hier vor allem die "Kleinanzeigen" werden immer beliebter.

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