Antiquariat

Rare Books & Fine Art Frankfurt 2019

Auch in diesem Jahr gibt es in Halle 4.1 eine in die Frankfurter Buchmesse integrierte Antiquariatsmesse – ein Ausblick auf Aussteller und Angebot.

Rare Books & Fine Art Frankfurt

Rare Books & Fine Art Frankfurt © Ursula Saile-Haedicke, 2018

An der 15. Frankfurter Antiquariatsmesse in der Frankfurter Buchmesse vom 16. bis 20. Oktober beteiligen sich 30 Aussteller. Das sind zwei Aussteller weniger als im Oktober 2018, als die Veranstaltung erstmals unter dem in internationalen Kontexten eingängigeren Namen Rare Books & Fine Art Frankfurt firmierte.

Unter den diesjährigen Ausstellern sind unter anderem Eberhard B. Talke (Aix-la-Chapelle, Aachen), Reinhard Klimmt (Büchergärtner, St. Ingbert), Olaf Drescher (Berlin), Roger Sonnewald (J. J. Heckenhauer, Tübingen), Norbert Knöll (Lüneburg), Michael und Stefan Lenzen (Düsseldorf), Hans Lindner (Mainburg), Susanne und Ralf Lorych (Berlin), Manfred Nosbüsch (Euskirchen-Kuchenheim), Kevin Perryman (Babel Books, Fuchstal), Reiss & Sohn (Königstein im Taunus), Sibylle Wieduwilt (Tresor am Römer, Frankfurt am Main) und Joachim Wilder (Hannover).

Jeweils ein Aussteller kommt aus den Niederlanden, Italien und Großbritannien: Edwin und Liesbeth Bloemsaat (Florisatus Fine Books Fine Books, Manuscripts & Musicalia, Den Haag), Studio Bibliografico Giuseppe Solmi (Ozzano Emilia) und Pierre-Yves Guillemet (PY Rare Books, London). Vertreten sind aber auch die Buchkünstlerinnen Friederike von Hellermann und Claudia Richter (beide Halle an der Saale), der Buchbinder Roland Meuter (Weggis) und der auf Faksimile-Editionen und Kunstbücher spezialisierte Quaternio Verlag Luzern.

Das Angebot auf der Messe fällt, soweit sich das anhand des Katalogs sagen lässt, so vielfältig und attraktiv aus wie in den Vorjahren. Einige Beispiele:

Hans Lindner hat eine Struwwelpetersammlung sowie eine Jugendstil-Bilderbuchsammlung übernommen und bringt hieraus etwa 200 Bücher nach Frankfurt mit, außerdem seltene Künstlerbücher von Kurt Schwitters, Avantgardetitel (zum Beispiel Bauhaus und Dada) und Widmungsexemplare von Hermann Hesse mit interessanten Provenienzen.

Rolf Bulang bietet die von Walter Gropius zusammengestellte Dokumentation über die Dammerstock-Siedlung in Karlsruhe und Hans Meyers Monographie "Der Kilimandjaro" an.

Norbert Knöll setzt in Frankfurt etwa auf Joseph Beuys und würdigt mit mehreren Angeboten Daniel Defoes "Robinson Crusoe", dessen Erstausgabe 1719 in London erschien.

Bei Lorych wird unter anderem der offizielle Bericht über den Untergang der Titanic zu finden sein, aber auch zwei sonst nicht nachweisbare deutsch-amerikanische Publikationen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ("Der deutsche Wahrsager …", circa 1810; "Egyptische Geheimnisse, Oder das Zigeuner=Buch genannt", 1842).

Richard Hußlein nimmt das bevorstehende Celan-Jahr auf und offeriert Widmungsexemplare sowie eine eigenhändige Briefkarte Paul Celans von 1967, außerdem Heidegger-Autographen.

Das Graphikantiquariat Koenitz (Leipzig) kommt mit einem Francofurtensien-Angebot nach Frankfurt.

Bei Reiss & Sohn, seit Anfang an auf der Messe vertreten, wird es unter anderem eine frühe japanische Akupunktur-Handschrift sowie das 1609 in Hanau erschienene hermetische Hauptwerk von Heinrich Khunrath geben.

Vitrinenstände wie im Vorjahr gibt es diesmal nicht, aber einen Gemeinschaftsstand von Rolf Bulang (Dautphetal), Gerhard Gruber (Heilbronn), Richard Hußlein (Planegg), Winfried Kuhn (Berlin) und Dieter Zipprich (Bamberg).

Der umfangreiche Messekatalog kann gegen eine Schutzgebühr bestellt werden (Adresse siehe unten). Hier stehen, wie immer, eine Online-Fassung und ein PDF zum Download zur Verfügung. Die 2018 eingeführte Zweiteilung des Katalogs – im ersten Teil Angebote der Frankfurter Aussteller, im zweiten Teil ein Gemeinschaftskatalog von Antiquariaten, die nicht an der Frankfurter Messe beteiligt sind – wird beibehalten. Allerdings sind, wie Organisator Detlef Thursch mitteilt, auf Wunsch der Mehrzahl der Aussteller die Bücher aus dem ersten Katalogteil bis zu Beginn der Messe reserviert.

Die Frankfurter Antiquariatsmesse/Rare Books & Fine Art Frankfurt öffnet am 16. Oktober (Mittwoch) um 11 Uhr, an den folgenden Tagen jeweils von 9 bis 18:30 Uhr (am Sonntag bis 17:30 Uhr). Auch an den Fachbesuchertagen der Frankfurter Buchmesse von Mittwoch bis Freitag ist die Antiquariatsmesse für alle Interessenten zugänglich.


Katalogbestellung:

Detlef Thursch
abooks.de
Rosenstraße 10
54587 Lissendorf
Tel. 06597/901071
mail@abooks.de

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