Ticker zur Buchmesse zum Nachlesen

Das Finale der Fachbesucher-Tage

Die Redaktion hat sich in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht und von allen drei Fachbesuchertagen der weltgößten Bücherschau live berichtet. Hier können Sie unsere Erlebnisse nachlesen. Wir freuen uns über Ihr Feedback mithilfe der Kommentarfunktion.

Die Besucher drängen sich schon an der Rolltreppe.

Die Besucher drängen sich schon an der Rolltreppe. © Paul Müller

Bücher und Musik

Bücher und Musik © Kai Vogt

9.00 Uhr

Pünktlich geht es weiter mit dem Live-Ticker am dritten Tag, auch wenn wir gestern abend gefeiert haben - beim Pop-up-Empfang. Viele waren dabei. Es war schön.

9.15 Uhr 

Achtung, Kontrolle! An den Toren der Frankfurter Buchmesse kommt es mitunter zu langen Wartschlagen. Unsere Tipps: Vor allem morgens 15 Minuten mehr einplanen, mit so wenig Gepäck wie möglich anreisen und auch die Seiteneingänge nutzen!

kuv

© Charline Vorherr

9.30 Uhr  

Wir wollen auch nicht verschweigen, dass die Bücherfrauen auf der Messe ihre Bücherfrau des Jahres gekürt haben. Sandra Uschtrin wurde die Ehre gestern zuteil. Sie bedankte sich mit den Worten: "Zu wissen, dass dieses Frauen-Netzwerk hinter mir und meiner Autorenwelt steht, gibt mir Kraft."  cv

© Kai Vogt

10.00 Uhr

Das Authors Konferenzprogramm ist gestartet. Sabine Langohr gibt Tipps für Autoren. Rund 50 Schriftstellerinnen und Autoren sind da und freuen sich über Tipps und Aufklärung über die Arbeit von Agenten und Lektoren.

  • Der erste Satz im Manuskript ist wichtig („Meine Großmutter war ein böser Mensch“)
  • Die Midlist bricht weg: Was nicht als Spitzentitel gelistet ist, hat wenig Chancen Bestseller zu werden.
  • Noch tun sich viele Verlage schwer, Titel ins Programm zu nehmen, die weder klar U noch E sind (Langohr: „Es war sehr schwierig, Dörte Hansens ‚Altes Land‘ anzubieten.“)

Das Programm läuft heute noch bis 16 Uhr, zum Abschluss tritt Melanie Raabe auf. kuv

Im Redaktionsbüro wird fleißig gearbeitet.

Im Redaktionsbüro wird fleißig gearbeitet. © Sandra Stein

10.30 Uhr

Nicola Bardola - freier Mitarbeiter aus München - besucht uns in unserem Redaktionsbüro auf der Buchmesse. Sein Text "Don't start with the B-word" entsteht. Der Brexit ist überall ein Thema. 

© Sabine van Endert

11.00 Uhr

Super Marketingidee von Bookwire − gebrandetes Wasser! Und Pfand ist auf den handlichen Flaschen auch noch drauf. Bitte alle nachmachen! Ansonsten stellen die Frankfurter auf dieser Buchmesse ihre Neuheiten Odyssey und WAY vor. Odyssey ist ein Voice Assistant für Hörbücher. Funktioniert erstmal mit Alexa und Spotify... WAY, Untertitel We Audiobook You, ist Bookwires Hörbuchproduktionsangebot. Mehr dazu gibt es im Spezial Hörbuch des Börsenblatts, das am 31. Oktober erscheint! 

sve

11:30 Uhr

"Die Solidarität hat mir gut getan", sagt Deniz Yücel, habe ihn vor der Angst bewahrt, im türkischen Gefängnis vergessen zu werden. Die Frage, ob er mit "stiller Diplomatie" schneller herausgekommen wäre, stelle sich nicht: "Monatelanges Schweigen im Knast hätte mir mehr geschadet", so Yücel, der mit lautem Beifall begrüßt wurde − beim Podiumsgespräch "Meinungsfreiheit und Solidarität" im Frankfurt Pavilion. Auch Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, betonte, dass im Fall Yücel öffentlicher Druck nötig gewesen sei. Und: Die Politik müsse die Instrumente, die sie hat, für die weltweit bedrohten Menschenrechte einsetzen − anstatt für andere, wirtschaftliche Interessen. Es bräuchte einen "Aufschrei der Zivilgesellschaft". Hier sei insbesondere die Kulturindustrie gefragt ("deshalb engagieren wir uns auch so sehr").

Alexander Skipis

Alexander Skipis © Rainer Rüffer

Denis Yücel

Denis Yücel © Rainer Rüffer

"In Mexiko haben wir Journalisten im Grab, nicht im Gefängnis", brachte Jennifer Clement, Präsidentin von PEN International, die schlimmen Lage in ihrer Wahlheimat auf den Punkt. Allein in diesem Jahr seien bereits elf Journalistinnen und Journalisten ermordet worden. Sie fügte dann als Hoffnungsschimmer an: "Wir glauben an die Macht der Literatur, Veränderungen herbeizuführen". Sie erinnerte etwa "To Kill a Mockingbird" von Harper Lee, das ein "Schlüsselbuch" für die US-amerikanische Bürgerrechtsbewegung gewesen sei.

Ehrengast Norwegen hat für seinen Auftritt das Thema Menschenrechte als einen Schwerpunkt gewählt. Warum? Das erklärte Staatssekretärin Marianne Hagen. Menschenrechte seien extrem wichtig für die Innen- und Außenpolitik Norwegens − Unternehmen würden angehalten, diese in ihrem Handeln zu berücksichtigen. Ohne Menschenrechte, gebe es keine Demokratie. Eine wichtige Stunde am Messemorgen, bei der das Podium mit teils flammenden Appellen für den Erhalt und die Durchsetzung der Menschenrechte eintrat. mg

© Sabine van Endert

12.10 Uhr

Jodhpur Reserve oder Stobbe 1776 Blackcurrant − das sind Ginsorten. Diese beiden und viele mehr bietet Marco Tunger (siehe Foto) von Mytastingbox, Ginliebhaber und Unternehmensgründer aus Oberbayern, dem Buchhandel an. 39,90 Euro kosten drei kleine Flaschen (0,1 Liter), in schöner Box, mit Beschreibung des edlen Getränks in allen Einzelheiten direkt auf der (Sammel-)Flasche. Wer 36 Boxen á 22 Euro einkauft, bekommt 10 Prozent Messerabatt (UVP 39,90 Euro). 

sve

PK mit Sebastião Salgado

PK mit Sebastião Salgado © Tobias Bohm

12.45 Uhr 

„Der Planet wird in jedem Fall überleben - es kann nur sein, dass er den Menschen dafür einfach rausschmeißt“: Friedenspreisträger Sebastião Salgado war heute auf der Buchmesse und berichtete vor laufenden Kameras bei einer Pressekonferenz von seiner Arbeit als Fotograf und seinem Wiederaufforstungsprojekt im Amazonas-Gebiet. Ungewöhnlich: Immer wieder gab es Zwischenapplaus von den versammelten Journalisten – für die vielen klugen Sätze des Bildkünstlers, der die politische Lage in seiner Heimat Brasilien auf einen knappen Nenner brachte: „Ein Desaster“. Mehr dazu hier.

cro

Sandra Miriam Schneider

Sandra Miriam Schneider © pg

13.05 Uhr 

„Zufallstreffer“ in der Warteschlange vor dem Thai-Curry: Ich komme ins Gespräch mit Sandra Miriam Schneider. Der Zufall spielt in Schneiders Arbeit eine wesentliche Rolle. „Er ist ein Füllhorn für kreative Ideen, man muss nur hineingreifen,“ sagt sie und lacht, als wir in der Warteschlange vor dem Thai-Imbiss auf der Agora ins Gespräch kommen. Schneider ist Kreativitätstrainerin, Dozentin für literarisches Schreiben und Schreibcoach in Berlin und sie erzählt mir, dass auch festgefahrene Schreibblockaden auf erstaunliche Weise gelockert werden können, wenn man der Leichtigkeit des Zufalls beim Schreiben die Arme öffnet. „Und fürs Leben gilt das natürlich ebenfalls.“ Das Leben ist in diesen Minuten eine zentimeterweise Richtung Gemüsecurry vorrückende Schlange, und bis wir endlich unsere Bestellung aufgeben, erfahre ich noch von einigen Buchprojekten, die Schneider gerade verfolgt. Ihr erstes Buch, „Achtsames Schreiben“, ist bei Duden im letzten Jahr erschienen, weitere Bücher sollen nun folgen. Ihre aktuellen Buchkonzepte beruhen auf Sammlungen alltäglicher Gegenstände und bringen Zufallsfunde, Kunst und Weltdeutung aufs Schönste zusammen. Soviel sei verraten: eines der Projekte hat mit Getränkebüchsen zu tun. Mehr darüber erfahren Sie, wenn Frau Schneider – unzufällig – bei Ihnen am Stand vorbeikommt.  

Zwei Bücherfrauen: Constanze Neumann von Aufbau und Katharina Schmidt

Zwei Bücherfrauen: Constanze Neumann von Aufbau und Katharina Schmidt © Charline Vorherr

13.15 Uhr

Viele Verlage, die früher von männlichen Verlegerpersönlichkeiten mit starker Außenwirkung geführt wurden, werden in den letzten Jahren immer mehr von Frauen abgelöst.

"Verleger sind früher breitbeinig in den Raum getreten und haben ihn gefüllt. Das kann ich nicht und das will ich auch nicht imitieren. Ich sehe mich als jemanden, der ein Team koordiniert und die Gemeinschaftsarbeit aller nach außen sichtbar machen will", erklärt die Aufbau-Verlegerin Constanze Neumann beim Bücherrundgang der Bücherfrauen

Unter dem Motto "Frauen gehen in die Führung" wurde Halt gemacht bei:

  • Maria Leucht (Vertriebsleitung bei Schöffling)
  • Barbara Zeppenfeld (Head of Accountmanagement bei Bookwire)
  • Constanze Neumann (Verlagsleitung Literatur Aufbau Verlag)
  • Dr. Petra Gropp (Programmleitung S. Fischer Verlag)

cv

Das Team der Buchhandlung Jakob rockt Instagram.

Das Team der Buchhandlung Jakob rockt Instagram. © Kai Vogt

13.30 Uhr 

NetGalley Deutschland und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels haben mit dem Buchblog-Award die besten Buchblogs 2019 in vier Kategorien ausgezeichnet - zum ersten Mal den „Besten Buchhandlungsblog“ sowie den „Besten Verlagsblog“.  

Die Gewinner-Blogs sind:   

652 Buchblogs und -kanäle waren nominiert. Die Gewinner*innen in den Kategorien „Bester Buchblog“ und „Bester Newcomer“ dürfen sich jeweils über zwei Übernachtungen für zwei Personen im Gutshotel Groß Breesen, dem ersten Bücherhotel Deutschlands, freuen. Sie bekommen außerdem einen BücherScheck im Wert von je 100 Euro.

Das Börsenblatt veröffentlicht auf www.boersenblatt.net ab November ausführliche Porträts aller Gewinner*innen. 

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Monika Augstein und Stephan Goldmann

Monika Augstein und Stephan Goldmann © Rainer Rüffer

13.40 Uhr

Im Frankfurt Pavillion wurde der Deutsche Selfpublishingpreis vergeben. '
Der Reiseführer „MyHighlands Isle of Skye“ von Stephan Goldmann gewinnt in der Kategorie „Sachbuch & Ratgeber". Sein Titel stehe einer Verlagsproduktion in keinem Aspekt nach, so die Jury. Die präzise Sprache, eine ansprechende Typografie und ein übersichtlicher Aufbau werden gelobt.

Bestes "Belletristik & Kinder- und Jugendbuch" ist Monika Augsteins „Das Mucksmäuschen“. In der Laudatio werden die Moral und zielgruppengerechte Ansprache sowie die tollen Zeichnungen und Charaktere als Begründung für die Auszeichnung genannt. lh

© Sabine van Endert

14.15 Uhr

Im Januar haben 5 Buchwissenschaftsstudentinnen in München den Verlag &Töchter gegründet. Jetzt haben sie ihren Verlag am Stand des Mediennetzwerkes Bayern vorgestellt. Zwei Buchprojekte haben sie mittlerweile in der Pipeline, ihr Format Plauschen & Töchter hat bereits einige bestens besuchte Lesungen organisiert. "Jung, inspiriert und unbändig - so fühlen wir uns und so möchten wir auftreten", sagte Lydia Scherf (auf dem Foto ganz links), die die Pressearbeit für &Töchter organisiert. Und das tun sie auch: Bei der kleinen Verlagsvorstellung durfte das Publikum Fragen beantworten, zum Beispiel welches Lieblingsbuch ein Ausschlusskriterium für eine Beziehung wäre. Das war kurzweilig. 

sve

© Nicola Bardola

15.00 Uhr

Zwischenstopp bei den Agenten: Eine der vielen Agenturen, die sich am neuen Standort des Agenten-Zentrums in der Festhalle besonders wohlfühlen ist die Berla e Griffini Rights Agency aus Mailand. Für italienische Verlage ist sie eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen, wenn es darum geht, gute Literatur u.a. aus Deutschland in Italien bekannt zu machen. Aufbau, Diogenes , dtv, Suhrkamp u.v.a. profitieren von den großen Netzwerken der von Barbara Griffini (im Bild) gegründeten Agentur.

nb

15.30 Uhr 

"Wie geht Debatte in der Buchhandlung?" fragten sich der Hanauer Buchhändler Dieter Dausien (Buchhandlung am Freiheitsplatz, Hanau), Margit Ketterle (Verlagsleiterin Sachbuch bei Droemer Knaur) und Philipp Husemann von der Initiative Offene Gesellschaft (Berlin) im Forum Börsenverein, moderiert von Thomas Koch (Pressechef Börsenverein). Für Dieter Dausien ist klar, dass die Buchhandlung in besonderer Weise als Debattenraum geeignet ist. Es würden nur zu selten Autoren aktueller Sachbücher eingeladen.

Dabei sei der Dialog, so Margit Ketterle, nötiger denn je. Die Autoren hätten zudem selbst ein Interesse, in die Buchhandlung zu gehen, weil sie den Kontakt mit ihrem Publikum suchten.

"Buchhandlungen sind tolle Denk- und Handlungsräume - Ideenlabore", sagte Philipp Husemann. Man könnte mit ihnen ohne großen Aufwand Veranstaltungen organisieren und mit Büchertischen begleiten. Die Initiative Offene Gesellschaft ist gerade auf Deutschland-Tour, unter dem Motto "Aufstand der Ideen"; letzte Station soll Chemnitz sein.

Droemer-Knaur organisiert jährlich rund 400 Veranstaltungen mit Sachbuchautoren, besonders mittlere Buchhandlungen seien gut dafür geeignet.

Dieter Dausien kann dem Debattenthema auch etwas Pragmatisches abgewinnen: Veranstaltungen mit Sachbuchautoren seien wegen der moderaten Honorarforderungen für den Buchhandel günstiger, außerdem käme auch ein anderes Publikum (und mit ihm potenzielle neue Kundschaft) in die Buchhandlung. Dass Autoren für Lesungen zur Verfügung stehen, sollten auch die Vertreter stärker kommunizieren, meinte Dausien. Was bei Droemer Knaur schon geschieht, wie Margit Ketterle sagte.

Das Thema Sachbuch werde im kommenden Jahr in den Fokus rücken, wenn die acht Titel für den ersten Deutschen Sachbuchpreis nominiert werden, sagte Margit Ketterle, die zugleich Mitglied der Akademie Deutscher Sachbuchpreis ist. Der Buchhandel hätte zusätzlich die Chance, weitere interessante Autoren während der zwei Monate bis zur Preisvergabe einzuladen. roe

Philip Husemann

Philip Husemann © Tobias Bohm

Dieter Dausien und Margit Ketterle

Dieter Dausien und Margit Ketterle © Tobias Bohm

© Charline Vorherr

16.00 Uhr

Zum Lesen hat man immer Zeit. Auch in diesem Jahr haben der Börsenverein und Arte Prominente eingeladen, um zu erzählen, warum Bücher zu ihrem Leben gehören. Die TV-Köchin und Europaabgeordnete Sarah Wiener und Martin Rabanus (kultur- und medienpolitischer Sprecher der SPD Bundestagsfraktion) waren im Gespräch mit Thomas Böhm. Mitgebracht haben die Gäste jeweils ein Buch, das sie geprägt oder bewegt hat. Mehr dazu gibt es hier

cv 

John Strelecky mit dem goldenen Café-Buch

John Strelecky mit dem goldenen Café-Buch © Michael Roesler-Graichen

16.40 Uhr

Goldenes Buch für John Strelecky: Der Autor von „Das Café am Rande der Welt“ bekam die Auszeichnung von dtv für insgesamt vier Millionen verkaufte Exemplare der deutschsprachigen Titel aus der Café-Serie. Zwei Millionen Exemplare wurden allein vom „Café am Rande der Welt“ verkauft.

roe

20 kleine Döschen mit unterschiedlichen Gerüchen aus Norwegen.

20 kleine Döschen mit unterschiedlichen Gerüchen aus Norwegen. © Sabine van Endert

16.50 Uhr

Norwegen durch die Nase: Neben den vielen Büchertischen hat das Gastland auch Gerüche mitgebracht! "Smell: Invisible Silence" heißt der Aufbau mit etwa 20 kleinen Döschen, an denen geschnuppert werden soll. Zwei Düfte kann ich empfehlen: "Mother, getting dressed for party Saturday evening" riecht wie ein Badezimmer in den 70ern, in dem sich etwa fünf Frauen mit viel süßlichem Parfüm einnebeln. Auch sehr schön: "The first kiss, she had gloss lips with fruity peach flavour". Dringend gewarnt werden muss vor "Death of grandmother, soon after" und "Home for elderly people with an open window" (ganz ehrlich, da ist schon lange kein Fenster mehr geöffnet worden). Die Duftzusammenstellung wurde übrigens von dem norwegischen Autor und Erkunder Erling Kagge erdacht und zusammengestellt.   

sve

Das Panel (von links): Andreas Meyer, Katrin Burr, Sven Vaders, Stephanie Lange und Moderator Arnd Roszinsky-Terjung

Das Panel (von links): Andreas Meyer, Katrin Burr, Sven Vaders, Stephanie Lange und Moderator Arnd Roszinsky-Terjung © Christina Schulte

17.00 Uhr

Ist Lesen der wahre Luxus?

Über die Relevanz der Buchindustrie - und ihr Innovationsproblem. Zu dieser Fragestellung diskutierte ein Panel, organisiert vom Buchmarktforum.

Steile Thesen gab es da, vorgetragen von Katrin Burr (MairDumont), Beraterin Stephanie Lange, Sven Vaders (Director Marketing & Product Management bei Boxine) und Andreas Meyer (Verlagsconsult).

Schlagworte aus der Veranstaltung:

  • Es wird zu wenig vom Kunden/Leser her gedacht
  • Bücher sind nicht führend in puncto Convenience 
  • Leser wollen nicht bevormundet werden
  • Bei der Liebe zum Kunden/Leser gibt es Nachholbedarf
  • Es wird zu wenig Neues ausprobiert
  • Die Leser suchen Sinn und Meaning 
  • etc.

Es gibt also viele Möglichkeiten, Leser zurückzugewinnen...

csch

Hörbuchmensch des Jahres 2019

Hörbuchmensch des Jahres 2019 © Guido Heyn

17.20 Uhr

Der Hörbuchmensch des Jahres 2019 ist: Matthäus Cygan, Leiter Business Development Trade International bei der Frankfurter Buchmesse!

Cygan hat Frankfurt Audio konzipiert, den neuen Audiobereich der Frankfurter Buchmesse. Die Entscheidung für Matthäus Cygan sei "eine Wette auf die Zukunft", sagte Kilian Kissling vom Sprecherkreis der IG Hörbuchverlage im Börsenverein.

Die Wette dürfte gut ausgehen: Schon jetzt hört man nur begeisterte Stimmen über Frankfurt Audio, die Bühne, den Gemeinschaftsstand, die Großzügigkeit, die neue Größe... Herzlichen Glückwunsch! 

sve

17.40 Uhr

"Könnte die Übersetzerin, der Übersetzer nicht mit auf das Buchcover gedruckt werden?", schlug Charlotte Ryland (Forschungsinitiative Translation Exchange an der Universität Oxford) im Weltempfang in der Podiumsrunde "Was wäre die (Welt-)Literatur ohne Übersetzer?" vor.

Mit ihr auf der Bühne saßen Susanne Bader (Buchhandlung "Zum Wetzstein" in Freiburg), die Übersetzerin Elisabeth Edl ("Weltliteratur sind Bücher, die es in vielen Sprachen gibt") und Sandra Richter, Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach.

Die drei brachen eine Lanze für die Literaturübersetzer. "Jede Übersetzung schreibt ein Buch neu", sagte etwa Susanne Bader. Eine angemessene Würdigung der so wichtigen Arbeit der Übersetzerin, des Übersetzers.

mg

© Sabine Cronau

18.20 Uhr

Wo treffen sich Promi-Köche in Frankfurt? In der Gourmet Gallery der Buchmesse. Sarah Wiener war heute nicht nur auf der Messe, um über ihre Lieblingsbücher zu sprechen – sondern diskutierte im „Salon“ der Gourmet Gallery in Halle 3.1 auch über Klimawandel und Fleischkonsum, ereiferte sich über die Lebensmittelindustrie, die den veganen Trend letztlich nur dazu nutze, um ihre hochverarbeiteten Lebensmittel an die Kunden zu bringen – und forderte einen „radikalen Systemwandel“. Sprich: Eigenverantwortung für die Konsumenten, aber auch ein politischer Rahmen, der eben nicht Ausbeutung und Massentierhaltung befördere.

Mitten in der Debatte zum Thema „Täglich Schnitzel? Klimaschutz braucht Klasse statt Masse“ schickte sie ein fröhliches „Hallo Johann, lange nicht gesehen“ nach links – denn direkt neben der Bühne blätterte Kollege Johann Lafer in den neuen Kochbüchern, die vor der Showküche ausliegen. Nach kurzem Plausch mit dem Team des Matthaes-Verlags verschwand Lafer in der Küche, um das nächste Event vorzubereiten – rund um sein neues Kochbuch „Johanns Küche“. 

cro

19.00 Uhr

Wir beenden den Live-Ticker! Am Ende interessiert uns natürlich, wie Ihnen unser Experiment gefallen hat. Lassen Sie es uns über die Kommentarfunktion wissen! 

1 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Heinrich, Klaus-Eckard

    Heinrich, Klaus-Eckard

    Zum Punkt, "es wird zu wenig vom Kunden/Leser her gedacht.
    Ein sehr wichtiger Punkt, das sehe ich als Buchhändler genauso:
    - es wäre für die Leser unglaublich sinnvoll, wenn die Rückseite wirklich
    dazu genutzt würde den Kunden über den Inhalt des Buches verständlich
    zu informieren.
    - die Leser werden älter bitte bitte größer drucken, ganz wichtigtiges Thema bei vielen Kunden, die Bücher nicht kaufen weil zu klein gedruckt !!!
    - den Umschlag nicht nur von einem Nichtleser gestalten lassen (evtl. Designer),
    manch tolles Buch bleibt deswegen liegen.

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