Leo-Perutz-Preis

Zweiter Erfolg für Alex Beer

Die Autorin Alex Beer ist für "Der dunkle Bote" (Limes) mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur 2019 ausgezeichnet worden − sie konnte sich damit zum zweiten Mal in die Gewinnerliste eintragen.

Bei der Preisverleihung (v.l.): Gustav Soucek (HVB), Anita Eichinger (Wienbibliothek), die Preisträgerin Alex Beer, Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur)

Bei der Preisverleihung (v.l.): Gustav Soucek (HVB), Anita Eichinger (Wienbibliothek), die Preisträgerin Alex Beer, Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur) © HVB/Mercan Sümbültepe

Die Verleihung des zehnten Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur fand am 5. November in feierlichem Rahmen in der Wienbibliothek im Rathaus statt. Überreicht wurde der mit 5.000 Euro dotierte Preis von Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur) und Gustav Soucek (Geschäftsführer Hauptverband des Österreichischen Buchhandels). 

In der Jury-Begründung heißt es: "Einen Krimi über Wien zu schreiben, ist kniffliger als man denkt: Wien verlangt als Schauplatz eine schmale Gratwanderung zwischen Kitsch und Klischee, der Wiener Dialekt erfordert ein sicheres Händchen. Die Vorarlbergerin Alex Beer bewältigt diese besonderen Herausforderungen in ihrem Buch 'Der dunkle Bote" mit Bravour. Sie erzählt zwar auf hochdeutsch, streut aber gekonnt und ungekünstelt Dialekt-Passagen ein." Ebenso makellos sei ihre historische Recherche. "Die Autorin arbeitet die Zwischenkriegszeit penibel auf und transponiert sie in eine eingängige Erzählung", so die Jury, "hält den Spannungsbogen in diesem atemberaubenden Krimi mühelos über 400 Seiten aufrecht." Und "Der dunkle Bote" sei der bisherige Höhepunkt im Schaffen von Alex Beer, meint die Jury.

© Limes

Alex Beer ist in Bregenz geboren, hat Archäologie studiert und lebt in Wien. Für "Der zweite Reiter" (Limes, 2017), dem ersten Roman ihrer Reihe um Polizeiagent August Emmerich, erhielt sie 2017 den Leo-Perutz-Preis. "Der dunkle Bote" ist der dritte August Emmerich-Band.

Auf der Shortlist für den Leo-Perutz-Preis 2019 waren insgesamt fünf Werke zu finden: Neben Alex Beer waren auch Anne Goldmann mit "Das größere Verbrechen" (Ariadne), Beate Maly mit "Mord auf der Donau" (Emons), Melanie Raabe mit "Der Schatten" (btb) und Heinrich Steinfest mit "Der schlaflose Cheng" (Piper) nominiert. Alle Nominierten gaben Leseproben zum Besten, Roman Kollmer führte durch den Abend. Die Laudatio hielt der Leo-Perutz-Preisträger 2018 Fritz Lehner.

Die Jury

2019 setzt sich die Jury aus Jury-Sprecherin Sylvia Fassl-Vogler (Stadt Wien Kultur), Michael Kratochvil (Buchhandlung Kuppitsch), Fritz Lehner (Krimiautor und Leo-Perutz-Preisträger 2018), Elisabeth Schippel (Buchhandlung Krimisalon), Nina Lämmermayer (Bestattung Wien) und der Journalistin Doris Reiserer-Kraus (Die Presse am Sonntag) zusammen.

Der Preis

Mit dem Leo-Perutz-Preis für Wiener Kriminalliteratur, der jährlich vergeben wird, sollen Krimis ausgezeichnet werden, deren Qualität und literarischer Anspruch an den namensgebenden österreichischen Literaten erinnern. Darüber hinaus sollen die ausgezeichneten Werke möglichst innovativen Charakter haben und einen Wien-Bezug aufweisen.

Der Leo-Perutz-Preis wird gemeinsam von der Stadt Wien Kultur und dem Hauptverband des Österreichischen Buchhandels gestiftet und mit Unterstützung der Bestattung Wien ausgerichtet.

  • Alex Beer liest am Samstag, den 9. November, im Rahmen der BUCH WIEN 19 (Messe Wien, Halle D, ORF-Bühne) von 11:30 bis 12:00 auf der ORF-Bühne.

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