Deutscher Verlagspreis 2020

Berliner und Bayern sind am stärksten

Jetzt ist es amtlich: Exakt 333 Verlage haben ihren Hut in den Ring geworfen für den diesjährigen Deutschen Verlagspreis, 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Vor allem die südlichen Bundesländer und die Sach- und Fachbuchverlage sind stark vertreten.

Bis zu 60 Verlage können ein mit einer Prämie von je 20.000 Euro verbundenes Gütesiegel erhalten, drei besonders herausragende Verlage sogar ein Gütesiegel mit je 60.000 Euro. Bis zu drei Verlage, deren durchschnittlicher Jahresumsatz in den vergangenen drei Jahren über drei Millionen Euro lag, können ein undotiertes Gütesiegel erhalten. Wie Melanie Burbach, die im Kulturstaatsministerium zuständige Referentin für den Deutschen Verlagspreis, mitteilt, haben sich 325 Verlage um ein dotiertes Gütesiegel und acht um ein undotiertes Gütesiegel beworben. Von den Preisträgern aus dem vergangenen Jahr haben sich 87 Prozent erneut beworben.

Die meisten Bewerber haben ihren Sitz in Berlin, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen. Die regionale Verteilung sieht wie folgt aus:

  • Baden-Württemberg: 35
  • Bayern: 58
  • Berlin: 73
  • Brandenburg: 7
  • Bremen: 4
  • Hamburg: 23
  • Hessen: 23
  • Mecklenburg-Vorpommern: 3
  • Niedersachsen: 14
  • Nordrhein-Westfalen: 46
  • Rheinland-Pfalz: 10
  • Saarland: 2
  • Sachsen: 23
  • Sachsen-Anhalt: 3
  • Schleswig-Holstein: 2
  • Thüringen: 7

Ein Großteil der Bewerber hat mehrere inhaltliche Schwerpunkte angegeben. Den größten Anteil machen Sach- und Fachbücher aus, gefolgt von belletristischen Büchern. Die im Bewerberformular abgefragten Schwerpunkte sind wie folgt vertreten:

  • Belletristik: 63 %
  • Sach- und Fachbuch: 70 %
  • Kinder- und Jugendbuch: 32 %
  • Fremdsprachige Literatur: 22 %
  • Lyrik: 31 %
  • Kunstbuch, Fotobuch: 29 %
  • Hinzu kommen Hörbücher mit ca. 2 %

Jury mit Neubesetzungen

Wer die Glücklichen sind, darüber entscheidet eine Jury. Da die Preisverleihung vom Herbst auf den 25. Mai (diesmal in München) vorgezogen wurde, standen Literaturkritiker Denis Scheck und Buchgestalterin Iris Farnschläder nicht mehr zur Verfügung, Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel pausiert in diesem Jahr. An ihrer Stelle sind nun der Hersteller Hans-Heinrich Ruta, "F.A.Z."-Redakteur Hannes Hintermeier und Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, in der Jury.

Den Juryvorsitz hat in diesem Jahr die Literaturkritikerin und Kerr-Preisträgerin Insa Wilke inne, ihre Stellvertreterin ist die Übersetzerin Patricia Klobusiczky. Ebenfalls unverändert in der Jury sind Lars Birken-Bertsch von der Frankfurter Buchmesse und der Trierer Buchhändler Florian Valerius.

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