Ladenschließungen wegen Corona-Krise

Frankreich denkt über Ausnahme für Buchhandel nach

In Deutschland sind viele Buchhandlungen geschlossen - während das Nachbarland Frankreich gerade eine Ausnahmeregelung für die Branche in Betracht zieht, damit die Marktmacht von Amazon nicht noch größer wird. Das jedenfalls deutete der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire in einem Interview an.

Können Buchhandlungen in Frankreich bald trotz "Shutdown" unter bestimmten Auflagen wieder öffnen? Er sei bereit, diese Frage in der Regierung neu zu diskutieren: Das machte Le Maire in einem Interview mit dem Sender France Inter deutlich, über das heute auch viele deutsche Medien (etwa "Welt" und "Handelsblatt") berichten.

Le Maire stellt den Buchhandel dabei auf eine Ebene mit anderen Geschäften des täglichen Bedarfs. Für eine Ausnahmegenehmigung müssten jedoch Regelungen gefunden werden, die längere Aufenthalte im Buchhandel verhindern, betonte Le Maire.

Mit einer ähnlichen Begründung dürfen Buchhandlungen aktuell etwa auch in Berlin ihre Türen öffnen. Der Börsenverein hatte bereits am Montag dafür plädiert, den Buchhandel in allen Bundesländern von den Schließungen im Einzelhandel auszunehmen.

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1 Kommentar/e

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  • Petra Weber

    Petra Weber

    Bücher gehören zum Glück noch für viele Menschen zum Bedarf des täglichen Lebens. Lesen macht glücklich und bildet.
    Kinder, wie Erwachsene sollen jetzt richtiger Weise soweit möglich zuhause bleiben, doch was machen sie dort? Sie könnten lesen, Spiele spielen, Malbücher ausmalen und vielleicht sogar lernen. Dafür braucht es eine ausreichende Versorgung - auch mit neuen Inhalten.
    Gerade in dieser Zeit ist es wichtig, die Menschen nicht nur mit Internet und TV zu versorgen, in denen sie auch größtenteils verunsichernde und belastende Informationen bekommen. Das geistig-seelische Abschalten ist unmöglich!
    Die Kunden unserer kleinen Buchhandlung sind traurig und tief betroffen, dass wir sie nur noch logistisch aufwendig und sehr eingeschränkt versorgen dürfen.
    Für uns als Buchhändler ist die verordnete Schließung unserer Buchhandlung eine Katastrophe. Sie ist Arbeitsplatz- und Existenzbedrohend für eine ohnehin seit Jahren vielfältig vom Untergang bedrohte Branche.
    Es ist wünschenswert, dass die nahezu komplette Schließung der Buchhandlungen in Deutschland und damit auch der nahezu verwehrte Zugang zu geistiger Nahrung überdacht wird.
    Es sollten zumindest kreative Lösungen möglich sein, der Bevölkerung den Zugang zu Büchern und gleichwertigen Artikeln zu ermöglichen. Unter gesundheitlich vertretbaren Bedingungen, wie es in Supermärkten, Friseuren und den anderen Betrieben, die Überlebenswichtiges anbieten, auch funktioniert, müssten auch die Buchhandlungen wieder handlungsfähig werden.

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